2045: Das Jahr der Apokalypse?

(Michael Nitsche, 22.09.2018) Woher kommen wir? Wohin gehen wir? Diese Grundfragen des Seins beschäftigen Menschen seit Jahrtausenden. Jeder dystopisch-literarische Text oder Roman hat zum Ausgangspunkt die Apokalypse, eine globale Katastrophe der Menschheit. Wobei die Warnung vor solchen Untergangsszenarien ja immer in der Hoffnung geschieht, diese doch noch abwenden zu können. Michael Nitsche erklärt, warum 2045 ein Schlüsseljahr sein könnte, beschreibt eine sehr realistische Apokalypse und vollzieht dabei den Übergang von der dystopischen Vision, also einer solchen mit negativem Ausgang, hin zur Utopie einer schöneren Welt.

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Prometheus

(Jürgen Fritz, 16.09.2018) Auf Zeus‘ Befehl schuf Prometheus Menschen und Tiere. Als aber Zeus sah, dass der Tiere weit mehr waren als der Menschen, befahl er ihm, einige Tiere zu Menschen umzuformen. Prometheus tat wie ihm geheißen, und so kommt es, dass mancher zwar eine menschliche Gestalt hat, aber eine tierische Seele. – Aesop, um 550 v. Chr.

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Sind die Grünen wirklich anderen moralisch überlegen?

(Jürgen Fritz, 14.09.2018) Linke fühlen sich fast immer anderen moralisch überlegen. Doch inwieweit ist dies tatsächlich gerechtfertigt? Könnte es sogar sein, dass wir es hier in Wahrheit mit einer Form der moralischen Minderwertigkeit zu tun haben, dass Linke um einer in der Zukunft antizipierten in höchstem Maße fragwürdigen Vorstellung von Gerechtigkeit willen im Hier und Jetzt unzählige Ungerechtigkeiten begehen, so dass letztlich die Ungerechtigkeit selbst mehr und mehr zu ihrem inneren Wesen wird?

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Vom Glück und vom Schmerz, der uns die Welt erst erschließt

(Jürgen Fritz, 12.09.2018) Der Schmerz sei Leben, meinte Friedrich Schiller, und Friedrich Löchner sah in ihm einen guten Erzieher. Für Ernst Jünger war der Schmerz sogar ein Schlüssel zur Erschließung der Welt. In der Tat lernt der Mensch durch nichts so sehr wie durch den Schmerz. Was passiert aber, wenn man versucht, diesen aus dem Leben der Menschen immer mehr zu verbannen, vor allem, wenn man sie von den Konsequenzen ihres eigenen Tuns mehr und mehr entbindet und diese anderen aufbürdet? Was passiert, wenn man Glück und Schmerz mit aller Gewalt umzuverteilen trachtet und dabei die Natur selbst negiert, sich über die Wirklichkeit und deren Gesetzmäßigkeiten hinwegzusetzen können meint? Macht man dann vielleicht alles nur noch schlechter statt besser?

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Da braut sich was zusammen

(Jürgen Fritz, 09.09.2018) „Ich bin froh, dass du es bist, der mich umbringt“, sagt die 17-Jährige. „Es tut mir sehr leid, dass ich dich offensichtlich irgendwie gereizt oder verärgert habe“, fügt sie hinzu. „Wahrscheinlich war ich zu wenig aufmerksam ihm gegenüber“, denkt sie sich. „Bestimmt hat er sich etwas gewünscht und ich habe es nicht gleich bemerkt, bin dem Wunsch nicht schnell genug nachgekommen oder habe ihm zu wenig Beachtung geschenkt. Das wird ihn gekränkt haben.“ Aber dann befällt die Sterbende doch noch eine Sorge.

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Manipulation der Massen: die Einhämmermethode und die Erzeugung von Aussätzigen

(Jürgen Fritz, 05.09.2018) Selbstbestimmung, Autonomie, Souveränität, Würde beginnen dort, wo die Manipulation durchschaut und ausgehebelt wird. Daraus folgt, dass der, welcher sich der Manipulation bedient und sich trefflich auf sie versteht, wenig Interesse haben dürfte an selbstbestimmten, autonomen, souveränen Wesen, würden diese ihm doch den Boden seiner Kunst, mithin sein Geschäftsmodell und seine Machtgrundlage entziehen. Nicht nur die Realität ist also stets der Feind der Macht, da sie diese begrenzt, noch mehr die Aufklärung, ganz besonders die Aufklärung über die Techniken der Manipulation.

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Das Endziel der Neuen Linken: die Erste Welt soll untergehen

(Jürgen Fritz, 29.08.2018) Die Linke war seit dem 18. Jahrhundert traditionell universalistisch ausgerichtet, auf Freiheit, Gleichheit, Emanzipation und Gerechtigkeit für alle Menschen. In diesem Sinne bin ich ein Alt-Linker (kein Marxist). Doch diese Orientierung endete allmählich nach dem Ersten Weltkrieg, der Ur-Katastrophe des 20. Jahrhunderts, und dann endgültig nach dem Zweiten. Nach diesen beiden fürchterlichen Kriegen, die ganz Europa und die ganze westliche Welt tief traumatisierten, hatten die Weißen das Zutrauen in sich selbst verloren, das Zutrauen und die Selbstliebe. Was nutzt die ganze Zivilisation, der Humanismus, die Aufklärung, all das, wenn es diese zwei schrecklichen Kriege nicht verhindern konnte, fragten sich die Europäer, vor allem die sensibleren unter ihnen, und suchten von da an Erlösung von sich selbst.

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Es gibt nur ein Menschenrecht: das Recht auf Eigentum

(Jürgen Fritz, 25.08.2018) Im Grunde gibt es nur ein einziges Menschenrecht respektive alle anderen lassen sich auf dieses eine zurückführen: das Recht auf Eigentum. Dieses gilt es mit allen Mitteln zu schützen, so zum Beispiel wenn der Eine dem Anderen sein Leben einfach so nehmen will, seine körperliche Unversehrtheit bzw. seine sexuelle Selbstbestimmung. Oder wenn der Eine dem Anderen seinen Willen brechen will, der ihm eigen ist, der ihm gehört und sonst niemand.

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Vom Nutzen der Vorurteile für das Überleben

(Jürgen Fritz, 20.08.2018) Vorurteile genießen gewöhnlich einen schlechten Ruf, vor allem die negativen solchen. Wer das Wort „Vorurteil“ jedoch nicht neutral, sondern pejorativ gebraucht und das auch noch völlig einseitig, der fällt offensichtlich dem Vorurteil anheim, dass negative Vorurteile a priori und per se etwas Schlechtes seien, womöglich sogar immer falsch wären. Inwiefern ist dies unangemessen und kann sogar gefährlich werden?

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Der Spiegel muss weg!

(Jürgen Fritz, 18.08.2018) Blickst du nicht auf, sondern in den Spiegel, siehst du nicht den Spiegel, sondern dich selbst. Was aber, wenn dir nicht gefällt, was du siehst? Und was, wenn der andere dir ein Spiegel ist?

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Das Herz ist im Kopf

(Jürgen Fritz, 08.08.2018) Verletzliche Schönheit berühre das Herz, schrieb die deutsche Lyrikerin Else Pannek (1932 – 2010). Stilles Vertrauen heile das Herz, meinte der deutsche Lyriker, Dramatiker und Übersetzer Friedrich Wilhelm Gotter (1746 – 1797). Und Victor Marie Hugo (1802 – 1885), der berühmte französische Schriftsteller, war sicher: „Reine Liebe dehnt das Herz“. Irgendwie verstehen wir all dies sofort intuitiv. Doch was ist hier jeweils mit „Herz“ gemeint und sitzt dies Gemeinte wirklich in der Brust?

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Asylanspruch für Ausländer: noch zeitgemäß?

(Jürgen Fritz, 07.08.2018) Politisch Verfolgte haben das Recht, in anderen Ländern Asyl zu suchen, heißt es in der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte. Diese verpflichtet aber keinen Staat, Verfolgten auch tatsächlich Asyl zu gewähren. Eine solche Verpflichtung kann es, abgesehen von der rechtlichen Seite, welche ja immer Ausfluss der Moralvorstellungen bzw. Moralerkenntnisse der Zeit ist, aus ethischer Sicht auch gar nicht geben. Weshalb nicht?

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