Philosophischer Start in den Tag: Religiöser Glaube

(Aphorismen, 04.02.2019) “Seit die Menschen nicht mehr an Gott glauben, glauben sie nicht an nichts, sondern allen möglichen Unsinn. Das ist die Chance der Propheten – und sie kommen in Scharen.” (Gilbert Keith Chesterton)

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Zeitreise: Wie die Zumus ins Land der Logostai kamen

(Gerhard Kramler und Jürgen Fritz, 04.10.2018) Seit Urzeiten lebte der Stamm der Zumus auf der Erde, seit sie den Ahnen von ihrem Gott geschenkt worden war. Die Zumus lebten im Wald oder in der Steppe. Wo immer sie etwas zu essen oder zu jagen fanden, da gingen sie hin. Und sie teilten immer alles gerecht auf. Wenn sie einmal irgendwo nicht mehr glücklich waren, zogen sie einfach weiter. Irgendwo gab es immer einen Ort, der mehr Glück für sie bereithielt beim Sammeln und Jagen. Irgendwo würden sie immer etwas finden, das hatte ihr Gott ihnen versprochen. So lebten sie glücklich alle Tage. Doch dann geschah etwas Unnatürliches, sehr Seltsames, das für einige Verwirrungen sorgen sollte.

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Da braut sich was zusammen

(Jürgen Fritz, 09.09.2018) „Ich bin froh, dass du es bist, der mich umbringt“, sagt die 17-Jährige. „Es tut mir sehr leid, dass ich dich offensichtlich irgendwie gereizt oder verärgert habe“, fügt sie hinzu. „Wahrscheinlich war ich zu wenig aufmerksam ihm gegenüber“, denkt sie sich. „Bestimmt hat er sich etwas gewünscht und ich habe es nicht gleich bemerkt, bin dem Wunsch nicht schnell genug nachgekommen oder habe ihm zu wenig Beachtung geschenkt. Das wird ihn gekränkt haben.“ Aber dann befällt die Sterbende doch noch eine Sorge.

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Sind Götter letztlich auch nur Diskursteilnehmer, zudem extrem schwache?

(Jürgen Fritz) Das Wort Gott sei für ihn nichts als Ausdruck und Produkt menschlicher Schwächen, die Bibel eine Sammlung ehrwürdiger, aber doch reichlich primitiver Legenden, schrieb Albert Einstein im Januar 1954 in einem Brief an den Philosophen Erich Gutkind. Können wir die Götter so einfach abtun oder müssen wir sie nicht vielmehr ansehen als Diskursteilnehmer. Wenn ja, wie sehen ihre Argumente denn aus, über welche Argumentationskraft verfügen sie und was beten die, die jene anbeten, denn eigentlich an?

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Das Dilemma der europäischen Moderne: der Verlust des Heiligen

(Jürgen Fritz) Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ist der eine und einzige Gott ein Konstrukt des menschlichen Geistes, ein Produkt seiner einzigartigen Phantasie, aber auch seiner tiefen Sehnsucht. Braucht die Menge letztlich aber nicht den einen und einzigen Gott der Orientierung, des Lebensgefühls wegen und auch um sich verbunden zu fühlen und eine gemeinsame Grundlage zu haben?

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