Ungeheuer ist viel, doch nichts ungeheurer als der Mensch

(Jürgen Fritz, 16.08.2020) Sophokles gilt neben Aischylos und Euripides als der bedeutendste Tragödiendichter der griechischen Antike. Seine erhaltenen Stücke, vor allem Antigone, uraufgeführt 442 v. u. Z., und König Ödipus, entstanden zwischen 429 und 425 v. u. Z., zählen zu den herausragenden Werken der Weltliteratur und werden seit Jahrtausenden auf den Bühnen der ganzen Welt gespielt. Im berühmten zweiten Chorlied der Antigone – Ungeheuer ist viel, doch nichts ungeheurer als der Mensch – lässt Sophokles den Chor seine Ansicht vom Wesen des Menschen aussprechen.

Read More…

Historische Singularität

(Jürgen Fritz, 21.07.2020) Wir erleben derzeit etwas, was es wohl nie zuvor in der Menschheits-, ja überhaupt in der Naturgeschichte gab. Wir sehen eine Kultur, die mehr ist als das: eine Zivilisation, welche für hunderte Millionen so attraktiv ist, dass sie an den Früchten dieser Zivilisation, welche sie selbst hervorzubringen, nicht fähig sind, gerne partizipieren möchten. Diese Zivilisation hat aber zugleich einen Grad der Verfeinerung erreicht, dass sie nun gleichsam beginnt, sich nicht gegen das Unzivilisierte zu wenden, sondern gegen sich selbst. Wie ist das möglich? Wie konnte es soweit kommen?

Read More…

In Erinnerung an Ennio Morricone

(Jürgen Fritz, 09.07.2020) Am Montagmorgen ist Ennio Morricone von uns gegangen. Der italienische Komponist und Dirigent verstarb im Alter von 91 Jahren in Rom, wo er auch geboren worden war. Morricone komponierte die Musik für mehr als 500 Filme, darunter die Italowestern-Klassiker seines Freundes Sergio Leone „Zwei glorreiche Halunken“ und „Spiel mir das Lied vom Tod“, aber auch zu Roland Joffés Drama „Mission“ und zu Giuseppe Tornatores „Cinema Paradiso“. 2007 erhielt das Musikgenie den Oscar für sein Lebenswerk, 2016 einen weiteren für die Musik zu Quentin Tarantinos „The Hateful Eight“. Morricone hinterließ seinen Liebsten einen ergreifenden Abschiedsbrief, der von seinem Anwalt verlesen wurde.

Read More…

Uwe Tellkamp: Kultur und Werte – Kultur ist Mittlerin und Stifterin von Identität

(Uwe Tellkamp, 30.08.2019) Ein Volk, das seine eigene Kultur nicht achtet, weil es Verblendeten folgt, die glauben, es brauche oder gebe keine Kultur, schon gar keine “eigene” – ein Volk, das solche Ideologen gewähren lässt, wird sich nicht erhalten, sagt Uwe Tellkamp und zeigt auf, inwiefern wir der Kultur bedürfen, schon allein um uns zu verständigen, aber auch um zu erfahren, wer wir selbst sind und wer wir nicht sind.

Read More…

Sachsen: Von hier ging schon einmal eine Revolution aus!

(Vera Lengsfeld, 21.08.2019) Noch elf Tage bis zur Brandenburg- und Sachsenwahl: Die Sachsen haben eine gute Chance, ihre Landtagswahl zu einer wahren Volksabstimmung zu machen. Sie müssen sich nur klar machen, welche der angetretenen Parteien für die gegenwärtige bedrohliche Schieflage unseres Landes verantwortlich sind und die angebotenen Alternativen wählen. Die Freien Medien bieten mit einem Wahlhelfer Argumente für das Nachdenken, ohne direkte Empfehlungen zu geben.

Read More…

Die innerlich Defizitären – Ein Psychogramm der arabischen Seele

(Michael Klonovsky, 20.08.2019) Manchmal sei das Getrenntleben nicht nur für Paare die bessere Lösung, resümiert der Hamburger Facharzt für Psychotherapeutische Medizin Dr. Burkhard Hofmann, der seit zehn Jahren Patienten am Persischen Golf behandelt, in seinem Buch „Und Gott schuf die Angst – Ein Psychogramm der arabischen Seele“. Unsere Vorstellung der Trennung von Glaube und Staat werde von streng gläubigen Muslimen als abwegig wahrgenommen. Der Glaube gebe ihnen Halt und Struktur wie ein Exoskelett, das gar nicht abgelegt werden könne, denn das defizitäre Selbst werde mit dem Glauben wie mit einer Plombe aufgefüllt, die Teil des Ich werde. Insofern sei es unvermeidbar, dass sich Deutschland in Richtung Gottesstaat verändern werde, sobald der Islam Mehrheitskonsens sei. Dieses aufklärerische und spannende Buch blieb in den deutschen Medien weitgehend unrezensiert. Michael Klonovsky stellt es uns vor.

Read More…

Wie ungebildet und wie antiintellektuell waren Jesus und die Urchristen?

(Jürgen Fritz, 11.06.2019) Dieser Text ist nicht für Christen gedacht, die so bleiben wollen, wie sie sind, die ihre eigenen Fundamente nicht reflektieren und kritisch würdigen wollen, die sich mithin nicht für historisch-kritische Forschung interessieren, sondern mit dem ihnen in der Kindheit und/oder später vermittelten christlichen Narrativ (Geschichten, Märchen, Mythen) völlig zufrieden sind, weil ihnen das Halt und Orientierung gibt, auf welche sie nicht verzichten wollen oder können. Der Text ist vielmehr gedacht für solche, die gerne wissen wollen, welches Bild die Geschichtswissenschaft und die historisch-kritische Theologie nach fast 250 Jahren intensiver wissenschaftlicher Beschäftigung mit dem Thema herausschälen konnten.

Read More…

Der Bruch mit der Zivilisation durch die Linken

(Michael Klonovsky, 26.05.2019) Der Begriff „Zivilisationsbruch“ ist im öffentlichen Gebrauch gemeinhin auf die Shoa beschränkt. Es gibt aber auch andere, unscheinbare Zivilisationsbrüche, gewissermaßen Haarrisse im zivilisatorischen Gefüge. Ein solcher geht nunmehr von einem Ort aus, der bislang als exemplarisch für den freien westlichen Geist galt: von der Harvard Universität. Michael Klonovsky berichtet und macht deutlich: Nicht nur Deutschland schafft sich ab, der gesamte Westen geht baden. Die großartigste Kultur aller Zeiten erdrosselt sich gerade selbst.

Read More…

Philosophischer Start in den Tag: Selbstbesinnung

(Jürgen Fritz, 28.01.2019) Wahrlich, ich sage euch, warum siehst du den Splitter in deinem eigenen Auge und im Auge deiner Kultur, den Balken aber im Auge des Fremden bemerkst du nicht? Oder wie kannst du zu deinen eigenen Brüdern sagen: Lass mich den Splitter aus deinem Auge herausziehen! – und siehe, im Auge des Fremden, dem du völlig unkritisch und undifferenziert huldigst, steckt ein Balken! Du Heuchler! Zieh zuerst den Balken aus dem Auge des Fremden, dann kannst du zusehen, den Splitter aus deinem eigenen Auge und dem deines Bruders herauszuziehen!

Read More…

Die deutsche Kultur wird in den Einzelnen überleben oder gar nicht, der Kampf gilt der Erhaltung der Zivilisation

(Michael Klonovsky) Der deutsche Konservatismus muss freiheitlicher werden, sagt Michael Klonovsky. Die deutsche Kultur sei nicht für die Ewigkeit geschaffen, kümmern wir uns lieber um die Zivilisation. Lesen Sie hier den Text seiner wirklich bemerkenswerten Rede, die er am 17. April 2018 bei der AfD München hielt und die er nun auf vielfachen Wunsch veröffentlichte.

Read More…

Deutsch als Landessprache im Grundgesetz verankern?

(Michael Klonovsky) Die AfD brachte den Antrag in den Bundestag ein, Deutsch als Landessprache im Grundgesetz zu verankern. Michael Klonovsky erklärt, weshalb das sinnvoll wäre. Wir wohnen nämlich nicht in einem Land, wir wohnen in einer Sprache. Und die deutsche Sprache ist ein Kulturgut, in dem in tausend Jahren unendlich viel Kultur geronnen ist. Oder wie Jean Paul schrieb: Die deutsche Sprache ist die Orgel unter den Sprachen. Dies gilt es zu schützen.

Read More…

Der Kampf für rechts muss intensiviert werden

(Jürgen Fritz) Wenn jemand euch als „rechts“ zu stigmatisieren sucht, wobei er das natürlich pejorativ meint und euch damit einschüchtern, ausgrenzen oder mundtot machen möchte, dann sagt: „Ich bin nicht rechts, ich bin rechtsradikal. Ich bin so rechts, dass ich links schon fast wieder rauskomme.“

Read More…

Blade Runner oder: Wer oder was bin ich?

(Jürgen Fritz, 13.12.2017) „Alles, was er wollte, waren die Antworten, die wir alle wollen: Woher komme ich? Wohin gehe ich? Wie viel Zeit bleibt mir? Alles, was ich tun konnte, war dasitzen und zusehen, wie er starb.“ – Blade Runner, das Meisterwerk von Ridley Scott. Philosophie in Bilder gegossen, die man niemals vergessen wird, wenn man sie einmal gesehen hat. Und damit sind wir bereits beim eigentlichen Thema des Films: Sehen, unsere Erinnerungen und unser Bewusstsein. Was hat es damit auf sich? Bestimmen sie, wer oder was wir sind?

Read More…