Sicario: eine Allegorie auf den Zustand der westlichen Welt?

(Jürgen Fritz, 15.08.2021) In Sicario tritt die Haupt- und Identifikationsfigur, die idealistische FBI-Agentin Kate Macer (Emily Blunt) eine Reise ins Herz der Finsternis an. Dabei droht sie, jede Orientierung zu verlieren. Vor allem in der Figur des ehemaligen kolumbianischen Staatsanwaltes und jetzigen Auftragskillers (Benicio del Toro) stellt sich ihr immer mehr die Frage, wie weit man gehen darf, um das Böse zu bekämpfen. Eine Allegorie auf den Zustand der westlichen Welt?

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Die Schlüsselfrage in der Migrationsproblematik, die keiner stellt

(Jürgen Fritz, 28.06.2021) Die in der Migrationsproblematik entscheidende Frage wird quasi von keinem gestellt: Ist derjenige, der Einlass begehrt und in die Gemeinschaft aufgenommen werden will, die ihm seine Menschenrechte zugesteht und achtet, die ihm ein Maß an Sicherheit bietet, wie er das noch nie erleben durfte und wie er das natürlich auch gerne hätte, die ihm auch ungeahnte ökonomische Aussichten bietet, welche zum Großteil überhaupt nur …

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Wenn AfD-ler ins TV eingeladen werden

(Jürgen Fritz, 25.06.2021) Ich finde, dass die AfD inzwischen zu einer schrecklichen Partei geworden ist, will diese und ihre Entwicklung in keiner Weise beschönigen, aber etwas anderes fällt mir seit Monaten und Jahren massiv auf, etwas, das sich auf einer anderen Ebene bewegt.

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Ethik: ein Überblick

(Jürgen Fritz, 21.06.2021) Ethik oder Moralphilosophie könnte man umschreiben als die rationale, kritische Überprüfung der Legitimität von moralischen Geltungsansprüchen. Sie ist mithin die Wissenschaft, welche als Untersuchungsgegenstand die Moral hat, ähnlich wie die Rechtsphilosophie das Recht oder die Religionsphilosophie die Religion. Hier ein erster Überblick über die Bereiche der Ethik.

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Vom gut für mich über die Moral zur Ethik und Metaethik: die vier Ebenen des ethischen Bewusstseins

(Jürgen Fritz, 05.01.2021) Das Giftige nicht zu essen, stattdessen das Wohlschmeckende, das einem gut tut und Energie verleiht, ist bereits eine Bewertung: Dieses ist gut für mich, jenes nicht. Ohne Bewertung, keine Ausrichtung des Lebens. Doch das ist erst der Anfang des Bewertenerlernens. Mit der Weitung des geistigen Horizontes entwickeln sich neue Dimensionen von gut, aber auch Kräfte, die just diese Horizontweitungen bis aufs Blut bekämpfen und zu unterdrücken suchen.

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Vom Flüchtlingstreffen direkt zum Hummeressen: Die Grünen und die Moral

(Stefan Groß-Lobkowicz, 14.12.2020) Sie haben beste Chancen, nächstes Jahr in einer neuen Bundesregierung mitzumischen. Doch mancher Grüner fährt zweigleisig – zumindest moralisch. So geht Hamburgs Justizministerin Anna Gallina (rechts) schon mal gern auf Kosten des Steuerzahlers vom Flüchtlingstreffen direkt zum Hummeressen. Ein grüner Tempolimit-Befürworter überschreitet die zulässige Höchstgeschwindigkeit um 57 km/h. Stefan Groß-Lobkowicz fühlt den Grünen auf den Zahn.

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Lug und Betrug und zweierlei Moral in der SPD? Der Fall Giffey

(Jürgen Fritz, 14.11.2020) Hat Familienministern Franziska Giffey (SPD) ihren Doktortitel zehn Jahr zu Unrecht getragen? Über hundert Stellen in ihrer Doktorarbeit wurden moniert. Eine Prüfung der Hochschule ergab an 27 Stellen eine „objektive Täuschung“. Inzwischen wird erneut geprüft, ob eine Rüge hier ausreicht. Giffey will nun auf ihren Titel verzichten, aber trotz der Plagiatsaffäre weiter politisch Karriere machen. Eine Beleuchtung des Falls.

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Nur die Moral kann uns vor dem Abgrund retten – Marxismus aber ist falsch

(Jürgen Fritz, 12.08.2020) Wir leben in dunklen Zeiten. In Zeiten, in denen das, was wir aus moralischen, das heißt, alle Menschen betreffenden Gründen tun bzw. unterlassen sollen, durch Propaganda, Ideologie, Fake News und Halbwahrheiten verdeckt werden. Je mehr solcher Verdeckungsstrategien, desto dunkler die Zeiten, sagt Deutschlands weltweit bekanntester Gegenwartsphilosoph Markus Gabriel. Dabei gebe es gigantische Manipulationsmaschinen, die uns vorgaukeln, dass es gar keine moralisch objektiv existierenden Werte, keine universellen moralischen Wahrheiten gäbe. In seinem neuen Buch legt Gabriel einen Entwurf zu einer neuen Aufklärung gegen den Werterelativismus vor und zeigt: Die Menschheit ist zu moralischem Fortschritt fähig. Es gibt universale Grundwerte, die für alle Menschen gelten.

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Die vier Formen des moralischen Universalismus

(Jürgen Fritz, 30.06.2020) Neue Rechte attackieren gerne die ethische Position des moralischen Universalismus. Vertreten wird vielfach ein moralischer Partikularismus und Relativismus. Von den Neuen Linken übrigens ebenso. Diese widersprechen sich sogar selbst, propagieren einerseits die universalen Menschenrechte und zugleich einen Kulturrelativismus, was dem Menschenrechtsuniversalismus gerade widerspricht, der Kulturen, die die universalen Menschenrechte negieren, ja gerade nicht als gleichwertig apostrophieren kann, ohne sich gleichsam selbst zu negieren. Der Menschenrechtsuniversalismus ist ein Resultat des moralischen Universalismus, welcher wiederum in vier Formen auftritt. Doch wie hängen diese zusammen?

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Manifest der Initiative Humanismus: für Menschen gegen Dogmen

(Initiative Humanismus, 26.06.2020) „Während wir technologisch im 21. Jahrhundert stehen, sind unsere Weltbilder noch von Jahrtausende alten Legenden geprägt. Diese Kombination von höchstem technischen Know-how und naivstem Kinderglauben könnte auf Dauer fatale Konsequenzen haben. Wir verhalten uns wie Fünfjährige, denen die Verantwortung über einen Jumbojet übertragen wurde“, schrieb Michael Schmidt-Salomon 2005 in seinem Manifest des evolutionären Humanismus im Auftrag der Giordano-Bruno-Stiftung. Der rationale Glaube an die Wissenschaft dürfe nicht mit Wissenschaftsgläubigkeit verwechselt werden und jenseits von Fundamentalismus und Beliebigkeit müsse eine Leitkultur „Humanismus und Aufklärung“ entwickelt werden, so Schmidt-Salomon. Eine weiteres Manifest wurde von der Gruppe Initiative Humanismus verfasst. Dieses soll hier vorgestellt werden.

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Weisheit und Charakter (ethische Kompetenz) bedeuten: dreifache Unterwerfung

(Jürgen Fritz, 29.04.2020) Worin besteht Weisheit und das, was man gemeinhin Charakter nennt oder wie Aristoteles es bezeichnete: ethische Tugenden neben den Verstandestugenden? Weisheit und Charakter (Moralität, Sittlichkeit) bestehen letztlich in nichts Geringerem als in einer dreifachen Unterwerfung. Unterwerfung nicht gegenüber der Gewalt, nicht gegenüber der Macht, nicht gegenüber der Unterdrückung, nein, Unterwerfung gegenüber drei anderen Instanzen.

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Was heißt vernünftig sein?

(Jürgen Fritz, 18.04.2020) Frage: Ist es vernünftig, etwas zu tun, nur weil es aus ethisch-moralischer Sicht das Richtige ist (nicht relativ zu dieser einen speziellen kontingenten Moral richtig, sondern absolut in sich richtig und gut), obschon man selbst keinerlei Vorteil dadurch hat, niemals!, weder in diesem noch einem anderen Leben, ja mehr noch: obwohl es einem selbst massiv schadet, zum Beispiel indem man die Wahrheit sagt, was nur Nachteile für einen hat, vielleicht sogar massive Nachteile, es aber dennoch richtig ist, in diesem Moment die Wahrheit zu sagen, oder indem man einen Verrat ablehnt, von dem man enorm profitieren würde? Ist das vernünftig?

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Warum Moral in der Politik wichtig und was von Trump zu halten ist

(Jürgen Fritz, 03.04.2020) Joseph Nye ist einer der weltweit führenden Wissenschaftler auf dem Gebiet der internationalen Beziehungen. In seinem neuen Buch „Do morals matter?“ (Warum Moral in der Außenpolitik wichtig ist), legt er eine prägnante, eindringliche Analyse der Rolle der Ethik in der amerikanischen Außenpolitik vor. Dabei arbeitet er alle 14 Präsidenten von Roosevelt bis Trump durch und bewertet ihre Außenpolitik anhand von drei ethischen Dimensionen: a) ihrer Absichten, b) der von ihnen eingesetzten Mittel und c) der Konsequenzen ihrer Entscheidungen. Daneben bewertet er auch ihre Führungsqualitäten und arbeitet heraus, welche Ansätze funktionieren und welche nicht. Dem Tagesspiegel gab Nye diese Woche ein sehr interessantes Interview.

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Polizei – Presse – Autorassismus

(Jürgen Fritz, 10.12.2019) „Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden.“ – Artikel 3, Absatz 3, Satz 1 Grundgesetz

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Äußere und innere Freiheit

(Jürgen Fritz, 08.11.2019) Freiheit bedeutet mehr als nur die äußere Freiheit, sich frei bewegen, frei sprechen und sein Leben frei gestalten zu können. Freiheit bedeutet in einer zweiten Stufe immer auch innere Freiheit. Wovon aber gilt es sich hier im eigenen Innern zu befreien?

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