Das Heucheln des Heimatministers

Ein Gastbeitrag von Axel Stöcker

Was sich in Ellwangen abgespielt habe, sei „ein Schlag ins Gesicht der rechtstreuen Bevölkerung“ gewesen, diktierte unser neuer Innen- und Heimatminister Horst Seehofer den Journalisten gestern in die Feder respektive Tasten. Von einem „empörenden Sachverhalt“ sprach der CSU-ler, bei dem „das Gastrecht mit Füßen getreten“ worden sei. Was von solchen Beteuerungen zu halten ist? Axel Stöcker sagt es Ihnen.

Wenn Selbstverständliches eigens betont wird, sollten Sie immer misstrauisch werden

Wenn Selbstverständliches betont werden muss, liegt meistens etwas im Argen. So auch gestern, als Innenminister Horst Seehofer (CSU) zu Protokoll gab, dass die Behörden von seiner Seite die volle Unterstützung hätten. Der Anlass: Am 30. April wurde die Abschiebung eines Mannes aus Togo aus einem Asylbewerberheim in Ellwangen verhindert, indem sich 150 bis 200 weitere schwarzafrikanische „Flüchtlinge“ mit ihm solidarisierten und sich der Polizei entgegenstellten. Nachdem am frühen Donnerstagmorgen ein Polizeiaufgebot in Battalionsstärke die Flüchtlingsunterkunft quasi stürmen musste, konnte der Mann inzwischen in Gewahrsam genommen werden.

Entlarvender als die verbalen Streicheleinheiten für die Behörden sind indes andere Aussagen des Heimatministers. Man habe es mit einem „empörenden Sachverhalt“ zu tun bei dem das „Gastrecht“ „mit Füßen getreten“ werde und der „ein Schlag ins Gesicht der rechtstreuen Bevölkerung“ sei.

Das Ganze war vor allem eines: vorhersehbar!

Nein, Herr Seehofer, da liegen sie falsch! Das Verhalten der Schwarzafrikaner mag besorgniserregend und kriminell sein, es war vor allem aber eines: vorhersehbar. Viele dieser Menschen kennen das Wort „Rechtstreue“ vermutlich nicht einmal in ihrer Muttersprache. Sie wurden ins Land gelassen, obwohl man von Seiten des Staates wissen musste, dass sie hier keine Perspektive haben und leben nun seit längerer Zeit auf engem Raum in einem Heim zusammen. Dass sie sich dabei solidarisieren und aggressiv reagieren, wenn einzelne von ihnen herausgepickt und abgeschoben werden, kann nur jemanden überraschen, der seinen gesunden Menschenverstand an der Garderobe des Bundestages abgegeben hat.

An die „rechtstreue Bevölkerung“ haben die Afrikaner bei ihrem Verhalten ganz sicher als letztes gedacht. Sie haben einfach aus dem Bauch heraus reagiert, auch wenn sie natürlich trotzdem vollumfänglich für Ihre Taten verantwortlich zu machen sind.

Die Verantwortung tragen Sie als Innenminister und die Kanzlerin

Aber da wir gerade beim Thema Verantwortung sind: Verantwortung für den Vorfall tragen natürlich auch jene, die diese Situation herbeigeführt haben und damit die – vorhersehbaren! – Folgen in Kauf genommen haben. Und das sind doch nicht zuletzt Sie, Herr Minister?!

Und was die Schläge „ins Gesicht der rechtstreuen Bevölkerung“ angeht: Dafür brauchen wir in diesem Land nun wirklich keine Schwarzafrikaner. Das erledigen der Innenminister (einschließlich seines Vorgängers) und die Bundeskanzlerin ganz ohne fremde Hilfe, indem sie sich weigern, die Grenzen zu schützen und dann ohne Debatte die gigantischen Kosten der illegalen Migration der hiesigen Bevölkerung aufbürden.

Auch in puncto „empörende Sachverhalte“ , brauchen wir hier keine afrikanische Nachhilfe. Derlei beherrscht die Kanzlerin, wenn sie den Angehörigen der Opfer vom Breitscheidplatz ein Jahr lang die kalte Schulter zeigt, ebenso gut wie ihr Innenminister, der hinsichtlich der Merkelschen Missachtung elementarer Rechtsnormen des Asylrechts seit 2015 von „Herrschaft des Unrechts“ schwadroniert, um sie dann seit der jüngsten Regierungsbildung selbst auszuüben, diese Herrschaft.

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Zum Autor: Axel Stöcker, Jahrgang 1967, hat Mathematik und Chemie studiert und ist Gymnasiallehrer. Auf seinem Blog, die-grossen-fragen.com, arbeitet er sich an den großen Fragen zwischen Naturwissenschaft und Philosophie ab. Doch auch politische Verwerfungen stacheln ihn gelegentlich zu Kommentaren an.

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Titelbild: YouTube-Screenshot von Horst Seehofer

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16 Antworten auf „Das Heucheln des Heimatministers

  1. Der Beurteiler

    Ein kurzer, prägnanter und wahrer Artikel, der die Missstände gut darlegt. Seehofer ist auch nur eine Marionette des Merkel-Regimes, er ist ein Großmaul und hat keine Eier!
    Was soll da außer Plattitüden kommen – nur heiße Luft. Jeden Tag wachsen die Argumente, gegen das Merkel-Regime aufzubegehren.

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  2. Reinhard Wehpunkt

    Der Innenminister ist ein jahrzehntealter Vollprofi-Politiker und er macht in dieser Situation das Beste aus dem vorhersehbaren Aufstand der Wirtschaftsflüchtlinge, indem er für Lieschen Müller und Hänschen Schulze ein paar beruhigende Worthülsen absondert.

    Genau dieses Seehofersche Empörtheitsgetue trifft doch genau das, was die vollverblödete Masse hören will: so gehts nicht weiter, Recht und Ordnung blablabla. Und am nächsten Tag mit „Bataillonsstärke Polizei“ die Verbrecher ein bisschen blablabla und dann wächst schon wieder Gras über die Sache und Lieschen Müller und Hänschen Schulze haben das Alles sowieso schon längst vergessen, hat doch ihr Innenminister so klare Worte gesprochen.

    Nein, die Verbrecher der Political Correctness haben nicht ihren „gesunden Menschenverstand an der Garderobe des Bundestages abgegeben“, wie es oben heißt, sie haben nur rhetorisch-taktisch diesen erschreckenden Aufstand für ihre Zwecke geschickt instrumentalisiert.

    Bleibt abzuwarten, was passiert, wenn sich nicht 150 sondern 1.500 oder 15.000 oder 150.000 Afrikaner zusammenrotten und unser Land mit ihrer Vorstellung von Recht und Ordnung überziehen, ich fürchte, „Bataillonsstärke Polizei“ wird dann nicht mehr viel helfen.

    Lieschen Müller und Hänschen Schulze stehen blutige Zeiten bevor.

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      1. Der Beurteiler

        „einfache, gutgläubige Volk“
        Wenn es doch nur das „einfache“ Volk wäre, leider sind sehr viele Akademiker, höhere Beamte, etc. für das Merkel-Regime; also „Fachidioten“ unterstützten letztendlich ihren eigenen Untergang!!

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      2. die Solidarität

        und flugs treffen sie sich wieder , die Entscheider von gestern, in der Luxussuite mit Firstclassversorgung im Alter. Wo?: am Ammersee, und die Damen spielen Bridge.Ihnen wird nichts passieren.

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  4. Jürg Rückert

    Die Republik ist bereits ein Leopardenfell. Die schwarzen Tupfen vergrößern sich, die anderen werden kleiner. Mit jedem Neubürger schwindet das alte Land mit seinen Menschen und Gesetzen ein wenig.
    Von einer Trendwende kann nicht die Rede sein, so dass das Ende mit mathematischer Präzision absehbar wird.
    In kurzer Frist strauchelt der Staat finanzpolitisch. Dann schwärmen die neuen Sippen und Stämme aus, um sich am Supermarkt Deutschland frei zu bedienen. Erinnern wir uns noch an den heißen Afrika-Sommer 2011 in England? In Irland stürmten Neubürger an Weihnachten mit einem Bagger einen Supermarkt. Es geschah nicht aus Not, nein aus Übermut und dem Bewusstsein: Uns kann keiner!

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  5. Der Blogwart 2.0

    Mna tut immer so, als sei das Ganze über „uns“ gekommen, wie die Jungfrau zum Kind. Es sei nochmal daran erinnert, das z.B. die Situation in Lampedusa bereits VOR 2015 Thema war, respektive die gesamte EU (inklusive den Polit-Darstellern in Berlin) wurde von verschiedenen Stelle gewarnt, was da auf sie zukommt. KEINER hat was gegen die vorübergehende (!) Aufnahme von Kriegsflüchtlingen. Diese allerdings mit Armutsflüchlingen aus Afrika zu mischen und zu hoffen, das der blöde Michel nichts merkt, ist unentschuldbar. Ebenso war gerade bei der Gruppe 100% klar, das es sich genau NICHT um Fachkräfte handelt. Was also war der Plan für diese Menschen? Jetzt den Unschuldsengel spielen und Rausreden ist nicht!

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  6. Hansa

    Sämtliche Maßnahmen laufen auf einen völligen Zusammenbruch aller Institutionen des Staates und der Wirtschaft hinaus.

    Die Energiewirtschaft wird mutwillig zerstört.
    Dann die Autoindustrie.
    Der Rechtsstaat.
    Die Wehrhaftigkeit unseres Staats nach innen und nach außen ist bereits zerstört. In der nächsten Amtsperiode wird IBUK vielleicht den Umstieg auf rosa Flecktarnmuster anordnen. Soll schwer im Kommen sein diesen Sommer.

    Die sozialen Systeme werden durch die Einwanderung auf komplette Zerstörung getrimmt.
    Die europäische Männlichkeit ist zerstört.
    Das soziale Gefüge wird komplett zertrümmert.

    Um einen Vorgänger des Heiko Maas zu zitieren: „… bis alles in Scherben fällt!“ Nominal mag es ein anderes Ministeramt gewesen sein, aber auch jener rheinische Klumpfuß, in Wuchs und Körpergröße nicht unähnlich unserem Außenminister, hat streng darauf geachtet, dass nur ihm genehme Thesen in der Öffentlichkeit verbreitet wurden.

    So rätselte ich denn jahrelang, was dieses Schmierentheater denn soll, und warum dieses Volk sich den Archetypus der verschlingenden Mutter immer wieder zu seinem Anführer wählt. Ist es wie in den „Aufzeichnungen aus dem Kellerloch“ des genialen Dostojewski? Dass man hier mutwillig die Scheiben einwirft, weil es einem schlichtweg zu gut geht?

    Oder um C.G. Jung zu folgen: Kann es sein, dass da gar kein Wahnsinn und keine Unfähigkeit am Werke sind, sondern volle Absicht und eine folgerichtige Sequenz von Handlungen?

    Kann es wahr sein, dass es demnach die volle Absicht unserer Machthaber ist, unseren Staat abzuwracken und auf den Müllhaufen der Geschichte zu werfen, womöglich weil sie hoffen, dass dann auf den Ruinen der europäische Staat entstehe, den sie sich herbeiphantasieren? Macht die Linke deshalb gemeinsame Sache mit dem Moslem, wie dereinst im Iran, um den Zusammenbruch des von ihnen so verhassten „Systems“ voranzutreiben?

    journalistenwatch.com/2018/04/29/brief-eines-einwanderers-an-michael-klonovsky-ist-hier-der-galoppierende-wahnsinn-ausgebrochen/

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  7. Pingback: Das Heucheln des Heimatministers – Leserbriefe

  8. Jürg Rückert

    Vorhersehbar, das ist das Stichwort.
    In Blogs lesen wir zunehmend häufig solche Berichte:
    „Im Bereich des Parks ist ein 17-Jähriger am frühen Morgen von einem unbekannten Mann grundlos zusammengeschlagen und dabei erheblich verletzt worden. Er war unterwegs, als ihm ein Mann südländischen Aussehens entgegentrat und grundlos auf ihn einschlug.“
    Der Grund der Attacke? Hass, blutiger Hass auf Deutsche!
    „Wir waren nicht lieb genug“, sagt mein Bischof. Und das jetzt sei die Strafe des Himmels!
    Ich gehe davon aus, dass nur 0,5% des Hasses auf uns sich wie im obigen Beispiel kundtut. Die 99,5% zeigen sich dann, wenn das Chaos Gestalt annimmt.
    Im Dritten Reich waren die Kirchen widerstandsfähiger als heute, aber sie waren wahrlich nicht von Kopf bis Fuß auf Widerstand gebürstet. Da gab es eine Grundstimmung: „Der Arm des Herrn lastet schwer auf dem jüdischen Volk! Ach, hätte es sich doch bekehren lassen!“ Ja, wäre es nicht gar eine Sünde, dem Herrn der Heerscharen in den Arm zu fallen? Auch heute fallen wir Ihm nicht in den Arm.

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