Ein Flüchtling wird uns langfristig 450.000 Euro kosten

Von Jürgen Fritz

Bei kaum einem Ökonomen hört man so genau hin wie bei Hans-Werner Sinn, wenn er sich zu Wort meldet. Das hat gute Gründe. In einem Interview mit Oliver Götz sagte der langjährige Präsident des ifo Instituts einiges zur dramatischen Lage Deutschlands und Europas, das es in sich hat.

Einer der profiliertesten und einflussreichsten Ökonomen

Hans-Werner Sinn gilt als einer der profiliertesten und renommiertesten Ökonomen unserer Zeit. Sinn studierte Volkswirtschaftslehre, promovierte und habilitierte sich an der Universität Mannheim. Anschließend lehre er 32 Jahre lang an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Er erhielt Ehrendoktorwürden in Magdeburg, Helsinki, Leipzig und Prag. 17 Jahre war er Präsident des ifo Instituts für Wirtschaftsforschung.

In einer Umfrage von 2006 unter 550 deutschen Wirtschaftsexperten schrieben die Befragten nur zwei Vertretern der eigenen Zunft nennenswerten Einfluss auf die Politik zu: Bert Rürup und Hans-Werner Sinn. Ich selbst kenne keinen anderen Ökonomen, der derart klar strukturiert denkt und so einen prägnanten Blick für das Essenzielle hat. In einem Interview mit Oliver Götz sagte Prof. Sinn, der dafür bekannt ist, unbequeme Wahrheiten schonungslos offen und ehrlich auszusprechen, einige sehr bemerkenswerte Dinge, die ein genaues zuhören respektive lesen allemal wert sind.

Viel schlimmer als die bisherige GroKo kann Jamaika auch nicht werden

Ob eine Jamaika-Koalition seine erste Wahl gewesen wäre? Nun, man habe ja keine Wahl. Die SPD wolle schließlich nicht mehr, was auch richtig sei, denn sie habe es nicht verdient. Jamaika könnte ein pragmatisches Bündnis werden. Man müsse aber jedem der vier Koalitionspartner das Seine geben, sonst würden sie nicht mitmachen. Den Grünen müsse man grüne Politik geben, der FDP liberale eurokritische Politik und der CSU natürlich die Flüchtlingspolitik. Was aber sei mit der CDU? Die müsse sich fügen. Sie wisse ja ohnehin nicht, was sie will, außer an der Macht zu bleiben.

Viel schlimmer als die jetzige Koalition könne Jamaika auch nicht werden. Union und SPD hätten die Agenda 2010 rückabgewickelt, indem sie den Mindestlohn und die Rente mit 63 eingeführt haben. Hinzu komme ihre teure Fehlentscheidung in Sachen Energie, da sie die Atomkraftwerke ohne Not abgeschaltet habe. Und dann natürlich die Fehler bei der Eurorettungspolitik, die uns nichts als Streit eingebracht hätten in Europa und zudem viel Geld koste. Auch bei der Flüchtlingspolitik habe die GroKo das Recht überdehnt, wenn nicht gebrochen.

Die AfD wird sich behaupten und den anderen Dampf machen

Aber auch die neue Regierung werde diese Dinge nicht korrigieren. Unter anderem würden die Grünen darauf beharren, dass der energiepolitische Kurs beibehalten werde. Die Europa- und Flüchtlingspolitik dagegen werde korrigiert werden müssen. Da ist Hans-Werner Sinn sicher. Denn ohne eine solche Korrektur wäre schließlich auch die Position der CSU gefährdet. Der Kompromiss zwischen CDU und CSU schließe einen umfangreichen Familiennachzug kategorisch aus.

Wolfgang Schäuble sei als Finanzminister ein Garant der Stabilität in dieser Regierung gewesen. Er habe exzessiven Umverteilungswünschen anderer europäischer Länder teilweise versucht zu widerstehen und hätte noch stärker widerstanden, wäre die Kanzlerin ihm nicht in den Rücken gefallen. Schäuble werde angesichts seiner Erfahrung im politischen Geschäft nur schwer zu ersetzen sein. Aber Christian Lindner wäre ein sehr guter Kandidat für die Nachfolge.

Die AfD sei nun natürlich der große Störenfried im Gefüge. Sie habe den Platz gefüllt, den Angela Merkel rechts frei machte, indem sie die SPD links zerquetschte. Die AfD aber sei derzeit nicht regierungsfähig. Bis sie dafür in Frage komme, werde es sicher noch ein bis zwei Legislaturperioden dauern, ähnlich wie das auch bei den Grünen der Fall gewesen sei. Sinn vermutet aber, dass sich die AfD im Parteienspektrum behaupten und den anderen Parteien Dampf machen werde.

Die Regierung darf sich nicht einfach über bestehendes Recht hinwegsetzen

Die Flüchtlinge würden in der ersten Generation niemals so integriert werden können, dass sie die staatlichen Leistungen, die sie bekommen, auch selber durch die Steuern, die sie beitragen, bezahlen könnten. Das sei schon bei den Türken nicht passiert, noch nicht einmal in der zweiten Generation. Und die Berechnungen, wie die von Prof. Bernd Raffelhüschen, deuteten darauf hin, dass eine Million Flüchtlinge den deutschen Staat langfristig bis zu ihrem Lebensende 450 Milliarden Euro kosten würden (450.000 Euro pro Flüchtling). Letztlich bezahlten sie einfach zu wenig Steuern, um die öffentlichen Leistungen, die sie beanspruchen, ausgleichen zu können. Es gehe ja nicht nur um die Sozialleistungen. Das würde viele übersehen (siehe dazu meinen Artikel: 68 Millionen werden schon jetzt von 15 Millionen miternährt).

Bei der Flüchtlingspolitik müsste man sich eigentlich einfach nur am bestehenden Recht orientieren. Das Grundgesetz sei eindeutig. Es besage, dass Flüchtlinge, die aus einem sicheren Drittland einreisen, kein Recht auf Asyl in Deutschland beanspruchen könnten. Das Asylgesetz, das darauf aufbaue, besage, dass Flüchtlinge, die aus einem sicheren Drittland einreisen, um Asyl zu beantragen, an der Grenze zurückzuweisen seien. Das sei ein klarer Imperativ. Womit die rechtliche Obergrenze für neue Flüchtlinge, die auf dem Landwege Deutschland erreichen, praktisch null sei. Nicht etwa 200.000! Es würde nicht gehen, dass sich eine Regierung unter Hinweis auf humanitäre oder sonstige Gründe einfach über das Recht hinwegsetze, ohne den Bundestag darum zu bitten ein neues Recht zu schaffen.

Das Flüchtlingsthema sei das Thema Nummer eins in den nächsten Jahren. Das zweite Thema sei die Massenarbeitslosigkeit in Südeuropa, resultierend aus einer fehlenden Wettbewerbsfähigkeit, die uns in eine Transferunion hineinzuziehen drohe. Das dritte Thema sei, dass die Banken in Südeuropa in riesigem Umfang mit faulen Krediten belastet seien. Und Thema Nummer vier sei die Fragmentierung der Energiemärkte.

In Südeuropa ist die Situation außerordentlich problematisch

Unter dem Schutz der Haftungsvergemeinschaftung, der Frau Merkel im Jahr 2012 zugestimmt habe und die dazu führte, dass die Zinsen, zu denen sich die Länder verschulden konnten, fielen, haben sich diese Ländern massiv zusätzlich verschuldet. Damit sei die Gefahr einer Schuldenlawine entstanden, die Prof. Sinn für außerordentlich problematisch hält.

In Italien lägen die faulen Kredite der Banken bei etwa 90 Prozent des gesamten Eigenkapitals des italienischen Bankensystems. Würde Deutschland als größter Garantiegeber durch Rettungsfonds und EZB-Politik die italienischen Staatspapiere nicht garantieren, dann käme Italien in enorme Schwierigkeiten und könnte sich wahrscheinlich nicht mehr im Euro halten.

Über 60 Prozent der Stimmen im EZB-Rat lägen aber bei Ländern, die netto im Ausland verschuldet seien. Wir hätten hier also ein System, in dem die Schuldnerländer selbst über die Zinsen bestimmen, zu denen sie die Kredite bekommen. (Anmerkung von mir: Das wäre in etwa so, wie wenn völlig überschuldete Privathaushalte, die unfähig sind, solide zu wirtschaften, ihrer Bank vorschreiben könnten, zu welchen Konditionen die Bank sie dauerhaft weiter versorgen müsse. Das wäre alsbald das Ende jeder Bank.)

Macrons Sozialunion müsste Deutschland bezahlen

Den Vorschlag des neuen französischen Präsidenten Macron einer gemeinsamen Verteidigung begrüßt Sinn. Aber nicht dessen Vorschlag eine Sozialunion in Europa zu schaffen, indem er alle Mindestlöhne auf das französische Niveau anheben und zum Ausgleich für die entstehende Arbeitslosigkeit ein Transfersystem einrichten wolle. Das würde Europa dramatisch schwächen und insbesondere den, der das dann bezahlen müsse. Und das wäre Deutschland. Dies würde auch dazu führen, dass jene Länder, die wir dann aufgrund ihrer viel höheren Arbeitslosgkeits- und Geringverdiener-Anteile unterstützen müssten, nie wieder auf die Beine kämen.

In Deutschland müssten die Schulden abgebaut werden und man müsse zugleich mehr in die Infrastruktur investieren. Denn wir müssten die zukünftigen Generationen entlasten und das heiße, dass die Last von der heutigen Generation getragen werden muss, indem die Großzügigkeit des Sozialstaats eingeschränkt werde. Auf keinen Fall dürften aber mehr Schulden gemacht werden, da mit den Schulden die zukünftigen Generationen nicht ent-, sondern belastet würden. Mit Zukunftsinvestitionen bekämen sie zwar auch etwas geschenkt, aber wegen der sich anbahnenden demographischen Katastrophe seien sie ohnehin schon über Gebühr belastet. Die Baby-Boomer, die heute Anfang fünfzig seien und selbst nicht genug Kinder hätten, müssten die Suppe, die sie sich eingebrockt haben, schon selbst auslöffeln.

Der Lebensstandard in Deutschland ist zu gering, relativ zu dem, was wir leisten

So wie eine Firma zu billig oder zu teuer sein kann, könne dies auch eine ganze Volkswirtschaft sein. Wenn man zu teuer sei, laufen die Kunden weg. Sei man zu billig, mache man keine Gewinne. Deutschland braucht ein Preisniveau relativ zum Ausland, das so hoch sei, dass man noch ganz ordentlich verkaufen kann, aber eben nicht Exportweltmeister werde. Wir seien zu billig und hätten einen viel zu niedrigen Lebensstandard relativ zu dem, was wir leisten.

Exportüberschüsse seien nicht a priori falsch. Aber wenn sie so exzessiv seien, wie das in Deutschland der Fall ist, müsse man sich fragen, was das soll. Zumal wir für diese Überschüsse häufig ja auch nur bloße unverzinsliche Buchforderungen gegen das Eurosystem bekämen, die wir nicht fällig stellen können. Was sollen also Exporte, für die man eine nicht realisierbare Buch-Forderung als Austausch erhält? (Siehe dazu hier den Abschnitt „Leben auf Pump“.)

Die Sozialisierung der Schulden muss beendet werden

Ein Mindestlohn gehört nach Ansicht von Prof. Sinn nicht in die Marktwirtschaft. Der Staat habe ganz einfach nicht die Aufgabe, Güterpreise oder Löhne festzusetzen. Er könne für Einkommensumverteilung von oben nach unten über einen Steuertarif sorgen, aber nicht die Marktpreise verändern. Das war Ludwig Erhard schon klar und sei eine Grunderkenntnis der Volkswirtschaftslehre. Sobald wir wieder in normalem Fahrwasser wären, Deutschland also nicht mehr so drastisch unterbewertet sei, würden wir auf Grund des Mindestlohns wieder hohe Arbeitslosenzahlen bei den gering Qualifizierten haben.

Die Schulden könne und müsse man auch nicht zurückzahlen, aber die Zinsen auf die Schulden müsse man schon bedienen können. Selbst das könne man jedoch leider nicht mehr. Das sei das Problem. Wie nahe wir einer Katastrophe seien, wisse kein Mensch. Aber wenn die Schuldenquoten laufend wachsen, dann bewegen wir uns in die falsche Richtung, das sei sicher.

Wir müssten in Europa eine restriktivere Geldpolitik einführen und damit aufhören Schulden zu sozialisieren. Ansonsten verschuldeten sich die schwachen Länder immer weiter. So könne das nicht weiter gehen. Wir bräuchten eine automatische Schuldenbremse. Die Geldgeber müssten Angst haben, dass sie ihr Geld nicht wieder bekommen. Nur diese Angst führe dazu, dass sie damit aufhören, immer noch mehr Geld an nicht solide Schuldner zu vergeben.

Schlussbemerkung von mir

Auf die Eingangsfrage, ob die Politiker mehr auf die Wirtschaft hören sollten, antwortete Prof. Sinn, sie sollten mehr auf die Volkswirte hören. Das nicht zu tun, die Mathematik und die Realität immer mehr auszublenden, sich von Letzterer zu lösen, Gesetzmäßigkeiten einfach zu ignorieren und Probleme immer weiter in die Zukunft zu verschieben, was dazu führt, dass sie immer größer werden, genau das ist die Krankheit unserer Zeit: der zunehmende Verlust der Fähigkeit, über den Tag hinaus in langen Bahnen zu denken, die langfristigen Konsequenzen abzuschätzen und Verantwortung für die Zukunft zu übernehmen.

Filmische Umsetzung des Artikels

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Dieser Artikel erschien zudem auf Epoch Times, welches auch den ansprechenden Film produzierte. Hier kann das vollständige Interview nachgelesen werden: The European.

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Bild: Youtube-Screenshot

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30 thoughts on “Ein Flüchtling wird uns langfristig 450.000 Euro kosten

  1. lynx

    Werner Sinn analysiert wie immer scharf und zugespitzt, legt den Finger berechtigterweise in manche Wunde. Seine Argumentation hakt aber daran, dass er von der falschen Voraussetzung ausgeht. Er denkt, die Welt sei immer noch so leicht gestaltbar wie vor 20, 30 Jahren. Mit der Globalisierung und den zugehörigen Technologien hat sich doch sehr viel verändert.

    Wir können den Fluss nicht aufhalten, sonst überflutet er alles mit zerstörerischer Kraft. Wir können ihn nur versuchen zu meistern.
    Beispiel Migration: wenn die ökonomische Bilanz eines Migranten tatsächlich so schlecht ist, dann müssen wir an den Stellschrauben drehen: Migration entschiedener steuern und angekommene Migranten ganz schnell viel besser in den Arbeitsmarkt bringen. Die müssen viel zu lange sinnlos herumgammeln.

    Abschottung hilft jedenfalls nicht, weil die Technologien der Globalisierung längst in der Welt sind und keine Technik die jemals erfunden wurde, wird aus freien Stücken wieder verschwinden, es sei denn es gibt Besseres.
    So schnell und mühelos, wie JF seine Gedanken in die Welt husten kann, so schnell spricht sich herum, wie gut und friedlich man in Europa leben kann und wie man es schafft, dorthin zu kommen. Sollen wir deshalb das Internet, die sozialen Netzwerke usw. wieder abschaffen? Illusorisch. Und wie heißt es so schön: was des einen Freud, ist des andern Leid.

    Also ist Besonnenheit gefragt und das Arbeiten in der mühevollen Ebene, intelligenter Flussbau. Ist was für hochqualifizierte Ingenieure. Vielleicht kann sich Herr Sinn darauf „beSinnen“?

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    1. inja35

      Falsch! Sie vergessen, oder wollen wie viele auch, die waren Gründe nicht nennen.
      Obwohl, glaube ich, Sie die genau kennen.
      Das sind die Willkommensaufrufe
      In den Herkunftsländern aller hier Ankommenden.
      Die derzeitige Deutsche Regierung hat den Auftrag und wird dafür bezahlt.
      Ausgiebig für jeden.

      Nur eine totale Änderung im unserem politischen Systhem, dh.
      Vor allem die soziale Hängematte abschaffen.
      Das war, ist und bleibt der Dreh und Angelpunkt.
      So einfach wäre das.

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      1. Butterblume

        lynx, sie sind ein Träunmer, wachen sie doch endlich auf. Diese Invasoren haben gar nicht vor zu arbeiten und sind auch gar nicht dazu in der Lage. Es fehlt fast allen an Schulbildung und viele Dokumente sind gefälscht. Sie glauben doch nicht das diese Islamisten in Altersheimen oder bei der Müllabfuhr arbeiten wollen.
        Eine Grossgärtnerei in Offenbach hat werlche eingestellt, nach zwei Wochen wurde zu hause geblieben.Grund: Menschenverachtende Tätigkeit.
        Jeder Hartz 4 Empfänger wären die Zuwendungen für Monate gestrichen worden, die bekommen weiter die deutsche Kohle, egal welche Schandtaten man in unserem Lande vollbringt. Man hortet alle Verbrecher hier und alimentiert sie dafür grosszügig.
        Es gibt in der Welt kein blöderes Land wie Deutschland und deshalb werden wir untergehen.,, Allesammt““

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      2. lynx

        Ja, solche Beispiele von Drückebergerei kenne ich auch, viele sogar, teils aus meinem persönlichen Umfeld. Da wird man wütend. Genauso viele Beispiele kenne ich auch, wo die Leute überglücklich sind, über die Chancen, die sie haben können, und sie gehen das mit enormer Motivation an: auf die setze ich. Diese „Invasoren“ werden gute Landsleute werden. Die anderen? Weiß nicht. Die sitzen auf einem dürren Ast. Vielleicht begreifen sie das ja irgendwann.

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      3. maru

        Das würde bedeuten, den Sozialstaat abzuschaffen. Dies genau ist das Ziel der neoliberalen Globalisierer. Und genau aus dem Grund haben sie sich die Massenmigration ausgedacht, die eine Art Abrißbirne gegen den Sozialstaat ist.

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    2. nouseforislam

      Auf der einen Seite wird von einer zunehmend technologisierten Arbeitswelt geredet, die immer höhere Anforderungen an die Arbeitnehmer mit sich bringt und dafür sorgt, dass „niedere“ Tätigkeiten nicht mehr gefragt sind, aber wir holen uns hunderttausende von schlecht ausgebildeten Migranten nach Europa, die mit mit den eigenen schlecht Ausgebildeten konkurrieren, verkaufen uns die aber als Fachkräfte. Wie soll das funktionieren? Die Antwort wäre ein knallharter Ausleseprozeß. Was sollen die anderes machen als „gammeln“? Wer von denen hat denn bei sich zu Hause anspruchsvollere Tätigkeiten ausgeübt? Und die Zahl wächst, weil die Entwicklungsländer fleissig Nachschub produzieren. So viele Arbeitskräfte kann man gar nicht unterbringen. Alternative wäre eine Sklavenhaltergesellschaft. Also: knallharte Einwanderungskontrollen, Änderung des Asylrechts, ggf. militärischer Schutz der Grenzen, Druck aufbauen bzgl. der Bevölkerungskontrolle durch weniger Entwicklungshilfe, nur Kleinprojekte vor Ort fördern, den Pulleffekt durch NGOs unterbinden.

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    1. fibeamter

      Der Anfang meines rebloggs fehlt: Laut Mitteilung des Flüchtlingskommissars der UNO waren 2016 ca. 60 Millionen Menschen auf der Flucht. Das kleine Libanon mit 6 Millionen Einwohnern hat ca. 2 Millionen aufgenommen.

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      1. maru

        @fibeamter: Es ist inhuman KEINE wirtschaftlichen Überlegungen anzustellen. Weil am Ende kein Geld mehr für diejenigen bleibt, die es eingezahlt haben. Weil es zuvor sinnlos an Leute verschleudert wurde, die der Solidargemeinschaft gar nicht angehören und nix in die Sozialkassen einbezahlt haben. Das ist zutiefst inhuman. Und überdies ist es betrügerische Enteignung des Steuerzahlers.
        Ich wette, Sie sind auch kein Steuerzahler; der Name deutet auf einen Beamten hin.

        Ich und andere Steuerzahler zahlen einzig und allein nur deswegen Steuern, weil diese Gelder zu uns oder zu unseren Kindern über Bildung, Gesundheit, Straßenbau etc. wieder zurückfließen sollen. Nicht dafür, das Prekariat aus Afrika und Arabien zu verköstigen. Für das eigene einheimische Prekariat aufzukommen, sehe ich grad noch ein (zumal sie mal was eingezahlt haben könnten), aber doch nicht für importiertes Prekariat.

        Sie können aber gerne einen oder mehrere illegal Zugewanderte „adoptieren“ und sie auf eigene Kosten durchfüttern. Wenn Sie Beamter sind, müßte das locker drin sein. Aber mich lassen Sie damit gefälligst in Ruhe, ich will für andere grundsätzlich NICHT arbeiten.

        Ihr Beispiel Libanon hinkt, weil es dort keinerlei staatliche Transferleistungen gibt – schon gar nicht für Leute, die AUSSERHALB der Solidargemeinschaft stehen. Ich wünschte, das wäre bei uns auch so.

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      2. fibeamter

        Ich zahle Steuern wie jeder andere Bürger auch. Aber ich bin auch gläubiger Christ, für den Nachstenliebe gegenüber allen kein Fremdwort ist. Noch ein Hinweis : Die Erklärung der Menschenrechte erfolgte auf Grund des Völkermords an den Juden im Dritten Reich. Millionen hätengerettet werdenkönne, wenn Art. 33 der Genfer Flühtlingskonvention damals schon praktiziert wordne wäre. Übrigen, dei Gelder für Asylanten und Flüchtlinge kommenaus derStaatskasse. Bezüge aus der Rentenversicheurng erhalten nur Aussiedler und frühere DDR-Flüchtlinge. Bitte nicht sinnloses nachplappern, sondern sich genau erkundigen.

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  2. Pingback: Ein Flüchtling wird uns langfristig 450.000 Euro kosten – Alternativnews

  3. Cornelia Ehreiser-schmidt

    @fibeamter:Ach, die Gelder für die Migranten kommen aus „der Staatskasse“? Das beruhigt ungemein , denn die ist vermutlich unerschöpflich, wird sie doch ständig vom Steuerzahler nachgefüllt, der deshalb den Boden seiner eigenen Kasse viel besser im Auge behalten kann.
    Stimme@maru vollkommen zu. Es ist absolut übergriffig, die eigene Vorstellung von humanitärer Hilfe anderen Menschen zwangsweise überzustülpen . Zumal wenn die Begriffsdefinitionen so subjektiv und irrational sind wie vom Ersteren angeführt. Damit ist niemandem gedient, den Migranten langfristig auch nicht. Lemminge verhalten sich auch sozial und migrieren Seit‘ an Seit‘ über die Klippe.

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  4. maru

    Apropos nachplappern @fibeamter: Von Rentenversicherung hatte ich in meinem Kommentar gar nix gesagt. Also nichts hinzuspinnen, was da nicht steht.
    Und Geschichte können Sie auch nicht – die Menschenrechte wurden bereits in der französischen Revolution verkündet und haben mit der Judenverfolgung aber so rein gar nix zu tun.

    Ihre „Nächstenliebe“ (wo bleibt die eigentlich gegenüber den zahlreichen von illegal Zugewanderten ermordeten oder vergewaltigten Einheimischen?) bleibt Ihnen unbenommen (auf die Möglichkeit einer Adoption wurden Sie hingewiesen) – solange Sie sie mit Ihrem eigenen Geld bezahlen können. Wenn daraus aber der Zugriff auf MEINE oder anderer Leute Ressourcen wird, gibt´s was auf die Pfoten. Was macht ihr Linke und Christen bloß ohne das Geld der anderen Leute?
    Wer bezahlt euch dann euren scheinheiligen Heiligenschein?

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    1. lynx

      Hochmut und Geiz gelten (nicht nur in der christlichen Tradition) als Hauptlaster, die Selbstgerechtigkeit könnte man aus heutiger Sicht dem Hochmut zugesellen. Die Folgen der Hingabe an solche Laster wurden in den alttestamentarischen Mythen am Beispiel der Auslöschung Sodoms und Gomorras wunderbar illustriert.

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      1. maru

        Der Hochmut-Vorwurf gilt meines Wissens nach besonders für Leute, die anderen ungefragt ein „Wort zum Sonntag“ halten wollen.
        Die Folgen dieses Lasters wurden in einigen Revolutionen (z.B. der französischen) überaus hart mit der Guillotine vollstreckt – meist von genervten Zeitgenossen, denen angesichts des moralinsauren Gesülzes der Geduldsfaden gerissen war.

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  5. fibeamter

    Zählen eigentlich die allgemeinen Menschenrechte heutzutage nicht mehr?.Kein Wunder, dass dann Gewalt und Anarchie herrscht, wenn allgemein Solidarität keinen Wert mehr darstellt. Wir Menschen sind Gemeinschaftswesen und keine Gruppe von Egoisten oder doch?? Bei einer Gemeinschaft hilft normalerweise der Stärkere dem Schwächeren. Alles andere ist Egoismus!

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  6. maru

    @fibeamter: Sie sind mir zu totalitär und intolerant.
    Ihre Definition von „Solidarität“ gilt nur für Sie persönlich. Sie auf andere auszudehnen, ist schlicht übergriffig. Das hatte Ihnen bereits @Cornelia erklärt.#

    Es ist das gute RECHT jedes Einzelnen, zu bestimmen, welche Art von Gemeinschaft er oder sie fördern will und wem gegenüber er sich solidarisch fühlt – und wem gegenüber NICHT. Bei einem ist es die Familie, der er sich verpflichtet fühlt; bei anderen der Freundeskreis oder das Heimatdorf. Bei anderen die eigene Nation oder sogar alle Europäer. Bei Ihnen umschließt Solidarität offenbar alle 7,5 Milliarden Menschen weltweit.

    Das Problem ist, daß Ihre persönlichen Ressourcen nicht ausreichen, um für die alle zu sorgen. Und jetzt erheben Sie einfach Anspruch auf die Ressourcen Ihrer deutschen Mitbürger, von denen Sie verlangen, Sie hätten sich gefälligst Ihren erlauchten Bauchgefühlen zu unterwerfen und Ihnen Ihre schöne heile Welt zu ermöglichen.

    DAS IST EGOISTISCH! Und narzistisch. Sie kommen mir vor wie ein großes Kind, dem man erklären muß, daß es nicht der Nabel der Welt ist, um den sich alles dreht. Daß es noch andere Menschen gibt, die andere Vorstellungen haben, die genauso legitim sind. Moralisten braucht kein Mensch!

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    1. lynx

      Klar, Moralisten braucht kein Mensch, weil sie ein Ärgernis sind, weil sie den Finger dorthin legen, wo es weh tut. Weil sie einen aufscheuchen aus der netten Ruhe, wo man es sich doch gerade so schön gemütlich gemacht hat. Dann kommt so ein Depp daher, und erinnert einen daran – woran? Sie kennen das ja, Kants moralischer Imperativ und so, ist ja sicher auch ihre persönliche Devise: Sie wollen ja schließlich nicht so schlecht behandelt werden, wie irgend so ein dahergelaufener Migrant. Also vielleicht mal bei Kant nachlesen, kann man schnell hergoogeln.
      Find ich übrigens super, jemanden als totalitär und intolerant zu beschimpfen, der versucht, Mitgefühl zu erwecken, nur leider ihre persönliche Befindlichkeit stört: Sie müssen ja wahnsinnig wichtig sein!

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    2. fibeamter

      Soll das heißen, dass Gesetze,die in einer Gemeinschaft beschlossen sind,, für die einzelne Person keine Bedeutung haben! Das ist typisch für Egoisten. Sie halten isch für den Nabel der Welt, der nach seinen eigenen Gesetzen leben will! Auch wenn sie wahrscheinlich kein Christ sind, empfehle ich Ihnen trotzdem die Gerichtsrede aus Mätthäus 25,31-46. Zudem: Hilfsbereitschaft und Rücksichtnahme sind wesentliche Grundlagen unserer Menschheit., Wie schon die goldene Regel aller Religionen zeigt. Was du nicht willst, das man Dir tu, das füg auch keinem andern zu.
      Oder noch ein Hinweis: Hören Sie sich einmal die Arie des Sarastro aus der Zauberflöte. “ In diesen heiligen Hallen“ , vor allem den Schluss der 2. Strophe an.

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    3. lexy

      Liebe maru, ich mag Ihre pointierten und treffenden Kommentare. Sie haben absolut Recht, niemand braucht Moralisten. Das wusste auch schon G.Maecenas (politischer Berater v. Kaiser Augustus), der formulierte in kristallklarer Härte: „Und in meinen Augen gibt es keine nutzlosere, verachtenswertere Kreatur als ein Moralist. Er ist nutzlos, weil er all seine Energie damit vergeudet, Urteile zu fällen, statt sein Wissen zu mehren, und dies nur, weil Urteile leicht zu fällen sind, Wissen aber nur schwer zu erlangen ist. Und verachtenswert ist er, weil sein Urteil ein Selbstverständnis spiegelt, das er in seinem Stolz und in seiner Ignoranz der ganzen Welt überstülpt „.

      Natürlich sieht sich ein Moralist selbst gern als Aufklärer, jemand der „den Finger (… ähm …) dorthin legt, wo es weh tut“. Aus diesem Grund lohnt es sich nicht mit ihm zu diskutieren, schließlich verfügt er bereits über die allumfassende Wahrheit und die richtigen Antworten, welche nur noch (von den Anderen) umgesetzt werden müssen.

      Unser @fibeamter beispielsweise beruft sich auf Gesetze, die nicht existieren – oder habe ich da den Teil überlesen, der festlegt, das eine unbegrenzte Aufnahme illegaler Migranten bis zum Kollaps des Landes verpflichtend ist. Ebenso leidet dieser Christ unter dem NGO-Syndrom, dessen Hauptkennzeichen es ist, einzelne Menschenrechte so zu verabsolutieren, dass die Rechte anderer Menschen dabei völlig ausblendet werden. Jedes vernünftige Argument perlt an solchen Leuten vollständig ab. Politische Vernunft, wie sie aus Ihren Kommentarbeiträgen ersichtlich ist, scheinen in der Realität zwar nicht selten zu sein, doch die Meinungsführer werden zunehmend schriller, seit dem sich eine Gegenfront bildet.

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      1. maru

        Danke @lexy für den Zuspruch. Ja, ich zweifle auch ernsthaft am Diskussions-„Ertrag“ mit Leuten wie fibeamter und lynx.

        Danke auch für das Zitat von G.Maecenas, das kannte ich noch nicht. Für mich war Sigmund Freud eine Erleuchtung, der damals schon erkannte, daß Moralismus eine Form der AGGRESSION ist, die sich eine rationale Maske aufsetzt – um dann anderen Leuten nicht nur gehörig auf den Geist zu gehen, sondern ihnen auch „gepflegt“ eine reinzuhauen.

        Dabei fiel mir auch auf, daß ich Moralisten schon immer als hochgradig aggressiv erlebt hatte. Da es im Kern um Aggression geht, ist es auch völlig falsch, sich auf eine Diskussion mit denen einzulassen; denn die vermeintlich „rationale“ Ebene ist ja nur vorgeschoben und Teil der Tarnung (von Aggressionen).

        Besonders für Frauen scheint Moralismus eine gesellschaftlich akzeptierte Form des Aggressionsabbaus zu sein. Bei Männern gibt´s das zwar auch, aber ich hatte insgesamt wesentlich mehr mit moralistischen Frauen zu tun – Frauen werden offene Aggressionen gesellschaftlich ja auch weniger zugestanden als Männern. Daher kommen die dann hypermoralisch daher und belehren oder maßregeln einen penetrant.

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  7. maru

    Weder sind Leute, die sich 3.000 bis 12.000 Euro Schleppergeld leisten können, als arme, zu bemitleidende Menschen anzusehen, noch all diejenigen, die hier marodierend, vergewaltigend und mordend durch unsere Großstädte ziehen.
    (Sie leben wahrscheinlich beide in der Provinz und bekommen von der Umwandlung Deutschlands in eine Dritte-Welt-Kloake – noch! – nicht soviel mit. Wir hier in den Großstädten hingegen können nur noch bewaffnet aus dem Haus gehen).

    Da sind mir nämlich – apropos „Nächstenliebe“ – meine eigenen Leute tatsächlich die Nächsten. Sie jedoch haben nicht nur keinerlei Mitgefühl und „Nächstenliebe“ für Ihre Landsleute – insbesondere nicht für die Hauptbetroffenen, Frauen und Homosexuelle – sondern nehmen das alles als Kollateralschaden für Ihre weltfremde „Fernstenliebe“ hin. Sie sind bereit, uns dafür zu opfern, daß Sie sich als „guter Mensch“ fühlen können. Das mitzumachen – dazu sind wir jedoch nicht bereit.

    Apropos Moralismus: Ich empfehle Ihnen Freud als Lektüre. Er erkannte schon vor 100 Jahren, daß „MORALISMUS eine (rationalisierte) Form der AGGRESSION“ ist.
    Wenn Sie hier also permanent mit Ihrer Moralismus-Keule anderen Foristen verbal in die Fres*** hauen, müssen Sie sich nicht wundern, wenn diese Ladung wie ein Bumerang zu Ihnen zurückkommt. Wie man in den Wald ruft….

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  8. maru

    P.S. Es gibt KEINERLEI Rechtsanspruch auf Einwanderung oder gar darauf, daß einen das Land, wo man hin möchte, aufnimmt. Nirgendwo weltweit – also auch in Dtschld. nicht.

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