AfD steigt in Rheinland-Pfalz auf neues Rekordhoch – SPD verliert jeden fünften Wähler!

Von Jürgen Fritz, Do. 21. Jun 2018

In nicht einmal dreieinhalb Monaten ein Plus von 5 Punkten, das ist mehr als beachtlich. Die AfD ist nicht nur gekommen, um zu bleiben, sie kommt offensichtlich auch immer mehr. Diesem massiven Anstieg der Alternative für Deutschland steht ein mindestens ebenso massiver Verfall einer ehemaligen Volkspartei gegenüber, der der SPD, die in Rheinland-Pfalz um sage und schreibe 8 Punkte einbricht.

In Rheinland-Pfalz regiert seit 1991 die SPD

Rheinland-Pfalz, im sonnigen Südwesten Deutschlands gelegen und mit Wäldern und Weinbergen übersät, gehört mit über 4 Millionen Einwohnern zu den mittelgroßen Bundesländern, liegt nach NRW, Bayern, Baden-Württemberg, Niedersachsen, Hessen und Sachsen auf Platz 7, fast gleichauf mit Sachsen.

Seit 1991 ist die SPD dort die führende Partei, holte bei jeder Landtagswahl über 35 Prozent, dreimal sogar um die 45 Prozent und darüber. Bei der letzten Landtagswahl im März 2016 reichte es immerhin nochmals zu über 36 Prozent, 4,4 Punkte vor der CDU. Da die Grünen 2016 über 10 Punkte einbüßen mussten und mit 5,3 Prozent gerade noch so den Wiedereinzug in den Landtag schafften, war eine Fortsetzung der rot-grünen Koalition nicht möglich und die amtierende Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) musste die FDP mit ins Boot holen. Seither sehen wir in Rheinland-Pfalz eine sogenannte Ampel-Koalition aus SPD, FDP und Grünen.

SPD verliert jeden vierten bis fünften Wähler, AfD steigt um 5 Punkte und erreicht neues Rekordhoch

Bei der letzten von Infratest dimap für den SWR durchgeführten Umfrage Anfang März diesen Jahres lag die SPD noch bei 37 Prozent, sogar ein paar Zehntel besser als bei der Wahl zwei Jahre zuvor. Doch in den letzten knapp dreieinhalb Monaten sehen wir nun ein wahren Erdrutsch. Die SPD fällt in der heute veröffentlichten neuen Umfrage von Infratest dimap von 37 auf 29 Prozent, verliert in einem viertel Jahr 8 Punkte beziehungsweise jeden vierten bis fünften Wähler und fällt damit hinter die CDU zurück, obschon diese auch verliert, allerdings nur zwei Punkte, von 33 auf 31 Prozent.

Wie fast immer gilt, wenn die SPD deutlich sinkt, steigen die Grünen, so auch hier. Von den 8 Prozentpunkten der SPD-Verluste gehen aber „nur“ 3 zu dem kleinen Koalitionspartner. Die Grünen steigen seit Anfang März von 8 auf 11 Prozent. Ein weiterer kleiner Teil dürfte von der SPD zu den Linken (SED, PDS, Die Linkspartei) abgewandert sein. Diese steigt von 3 auf 5 Prozent.

Überhaupt nicht profitieren kann von den massiven Verlusten der SPD und denen der CDU die FDP, die ja mit SPD und Grünen zusammen regiert und bei 7 Prozent verharrt. Die mit Abstand größten Zugewinne sehen wir dagegen wieder einmal bei der AfD, welche um 5 Punkte zulegen kann, von 8 auf 13 Prozent und damit nun auch in Rheinland-Pfalz auf den höchsten jemals ausgewiesenen Wert (der tatsächliche könnte durchaus noch etwas höher liegen).

Landtagswahltrend Rheinland-Pfalz

Hier die aktuellen Ergebnisse von Infratest dimap (heute veröffentlicht) im Überblick:

  1. CDU: 31 %
  2. SPD: 29 %
  3. AfD: 13 %
  4. GRÜNE: 11 %
  5. FDP: 7 %
  6. LINKE: 5 %
  7. Sonstige: 4 %

Rhld-Pf. 2018-06-21

Gewinne und Verluste seit Anfang März 2018

  1. AfD: + 5 %
  2. GRÜNE: + 3 %
  3. LINKE: + 2 %
  4. FDP: +- 0
  5. Sonstige: +- 0
  6. CDU: – 2 %
  7. SPD: – 8 %

Da die Grünen nur einen Teil der Verluste der SPD abfedern können – nicht einmal die Hälfte – und die FDP gar nichts, wäre somit die Mehrheit von Rot-Gelb-Grün mit nur noch 47 Prozent bei diesem Stand dahin. Sie SPD-lerin Malu Dreyer könnte also selbst mit zwei kleineren Partnern keine Mehrheit mehr zustande bringen.

Womit dieser wahre Erdrutsch zusammenhängen könnte, darauf gibt vielleicht der folgende kurze Epoch Times-Film (72 Sek.) einen Hinweis:

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Titelbild: YouTube-Screenshot

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