Der Rassismusvorwurf als demagogischer Versuch, eine religiös-reaktionäre Herrschaftskultur gegen Kritik zu immunisieren

Ein Gastbeitrag von Hartmut Krauss, Mo. 30. Jul 2018

Der sonntägliche ARD-Presseclub mit seinen journalistischen Vertretern der herrschaftskonformen „Leitmedien“ überrascht immer wieder mit seinen unsystematischen, oberflächlichen und inhaltlich niveaulosen, zum Teil schlicht nur ärgerlich bornierten Diskussionsverläufen. Das war auch diesmal wieder so, konstatiert Hartmut Krauss, für den es schwer nachvollziehbar ist, wie man sich so etwas anschauen kann, wenn man keine analytisch-ideologiekritischen Absichten verfolgt.

Geredet wurde gestern zum Thema: Ein Rückzug wühlt Deutschland auf: Die Causa Özil wird zur Rassismus-Debatte. Ich erspare mir hier eine Wiedergabe der größtenteils haarsträubenden Statements und antworte stattdessen mit folgenden vier kurzen Thesen.

I. Der demagogische Versuch, eine religiös-reaktionäre Herrschaftskultur gegen reflektierende Betrachtung zu immunisieren

Es gibt eine Vielzahl von guten und triftigen Gründen das Verhalten und die Einstellungen türkischer und arabischer muslimischer Zuwanderer zu kritisieren. Diese Kritik als „Rassismus“ zu verleumden, ist nichts weiter als der demagogische Versuch, eine reaktionäre, religiöse Herrschaftskultur und ihre immigrierten Anhänger gegenüber reflektierender Betrachtung zu immunisieren.

Diese „antirassistische“ Demagogie ist alltagskulturell mittlerweile so weit durchgedrungen, dass fast jeder Ordnungsruf an unflätige muslimische „Mitbürger“ in Schule, Behörde, Nachbarschaft etc. mit „Du Nazi“ beantwortet wird – soweit es nicht gleich zu Handgreiflichkeiten kommt.

II. Die herrenmenschliche islamische Gewaltagenda ist kein irrationales Hirngespinst, sondern ein Faktum

Wütende, empörte und verbalaggressive Artikulationen von Deutschen gegenüber türkischstämmigen und anderen muslimischen Zuwanderern sind in den allermeisten Fällen nicht etwa Ausdruck von „rassistischen Vor-Urteilen“, sondern nachvollziehbare Re-Aktionen auf a) kognizierte reale Verhaltensweisen und Einstellungen von muslimischen Zuwanderern (nicht zuletzt im Hinblick auf deren Verachtung von „Ungläubigen“) sowie b) auf das durch die „antirassistische“ Verleumdungsdemagogie vergiftete Klima.

Hervorzuheben ist in diesem Zusammenhang auch: Im Gegensatz zu den irrationalen „Protokollen der Weisen von Zion“ ist die herrenmenschliche Gewaltagenda des Islam eben kein irrationales Hirngespinst, sondern ein aktueller und historischer Faktenkontinent. Man betrachte in diesem Kontext zudem den Gegensatz zwischen deutscher und türkischer Erinnerungskultur im Hinblick auf Holocaust und Armenozid.

III. Der antideutsche Rassismus wird vollkommen unterschlagen

Völlig unterschlagen wird in der öffentlichen Debatte der antideutsche Rassismus der türkischen (und arabischen) Muslime als Teilaspekt des islamtypischen „Kulturrassismus“ gegenüber „Ungläubigen“.

Wenn Deutsche und nichtislamische Zuwanderer damit konfrontiert werden, dass Angehörige einer rückständigen, voraufklärerisch-antisäkularen Kultur fordernd und zugleich oftmals auch noch aggressiv und herrenmenschlich auftreten, dann sind deren ablehnende Haltungen schlicht vernünftig und nicht etwa rassistisch“.

IV. MeToo-Debatte für Opfer muslimischer Gewalt vonnöten

Wir benötigen offensichtlich eine antwortende „MeToo“-Debatte, in der deutsche und nichtislamische Zuwanderer ihre Erfahrungen als Opfer von muslimischer Gewalt, Vergewaltigung, sexueller Belästigung, Beschimpfung, Demütigung etc. einbringen können.

Einen klärenden Ansatzpunkt liefert bereits schon dieser Sachverhalt: So wurden 2017 knapp 40.000 Einheimische Opfer von Straftaten allein durch vermeintlich ‚Schutzsuchende‘ und damit fast sechsmal mehr als in umgekehrter Konstellation. Das bedeutet, dass an jedem einzelnen Tag des Jahres mehr als 100 deutsche Bürger Opfer von Straftaten mit mindestens einem Zuwanderer als Tatverdächtigem wurden.

P.S.: Kritik ist nicht gleich Diskriminierung oder Rassismus

Im Gegensatz zum DFB-Chef Grindel, dessen windelweiche Erklärung seine funktionale Inkompetenz nur unterstreicht, hat der frühere Fußballprofi und jetzige DFB-Integrationsbeauftragte Cacau eine vernünftige Stellungnahme abgegeben:

„Kritik ist nicht gleich Diskriminierung oder Rassismus. Wenn ich kritisiert werde und sage dann, das passiert nur, weil ich Brasilianer und dunkelhäutig bin, dann ist das nicht korrekt und nicht erwachsen“.

Demgegenüber wehrt die überwiegende Mehrheit der türkischstämmigen Muslime in Deutschland jede Kritik an ihrer reaktionären Herkunftskultur und ihren voraufklärerischen islamischen Normen und Traditionen mit dem ebenso stereotypen wie demagogischen Rassismusvorwurf ab. Damit zeigt sie immer wieder, was sie ist: Eine Großgruppe von selbstherrlichen, de facto aber rückständigen und aggressiven Demagogen mit ausgeprägt faschistoiden Zügen, die völlig zu Recht auf breite Ablehnung von einheimischen und zugewanderten „Ungläubigen“ stößt.

Dass sie in ihrer selbstgerechten und aggressiven Demagogie auch noch von weiten Teilen des politisch-medialen Herrschaftsapparates unterstützt wird, zeigt nur, wie heruntergekommen dieses vermeintlich bunte, in Wahrheit regressive Land mittlerweile ist, sowohl in geistig-kultureller als auch politischer Hinsicht.

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Literaturhinweise:

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Zum Autor: Hartmut Krauss ist studierter Sozial- und Erziehungswissenschaftler, Autor und Verleger. Er war  in der Erwachsenenbildung tätig und in den 1990er Jahren einer der Gründer des parteienunabhängigen Arbeitskreises Kritische Marxistinnen und Marxisten. Er gilt als Subjektwissenschaftler und Postmodernismus-Kritiker mit materialistisch-dialektischer Perspektive. 2008 gehörte er als ursprünglicher  Initiator zu den Referierenden der Kritischen Islamkonferenz. Er ist Redakteur der in Osnabrück erscheinenden Zeitschrift HINTERGRUND und Vorsitzender der Gesellschaft für wissenschaftliche Aufklärung und Menschenrechte (GAM). Ganz besonders empfehlenswert sind seine Bücher Der Islam als grund- und menschenrechtswidrige Weltanschauung und als Herausgeber: Säkulare Demokratie verteidigen und ausbauen.

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Titelbild: ARD-Mediathek-Screenshot

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