Der Justizskandal um den mutmaßlichen doppelten Kindervergewaltiger Zubyr S.

Von Jürgen Fritz, Do. 30. Jul 2020, Titelbild: BILD-Screenshot von Zubyr S.

Dieser Fall wirft viele Fragen auf und er zeigt vielleicht auch, was mit diesem Land und nicht nur mit diesem los ist, was hier seit vielen Jahren vollkommen verkehrt läuft. Ein elfjähriges Kind wird in Dortmund vergewaltigt, der mutmaßliche Täter auch schnell geschnappt. Aber man lässt ihn auf Betreiben seines Anwalts wieder frei, obschon das Verfahren wegen der Vergewaltigung des Kindes noch läuft. Richter, Staatsanwaltschaft und Verteidiger sind sich einig, dass man den Mann auf freien Fuß setzen sollte. Nur drei Wochen später wird das nächste Kind vergewaltigt, nun ein 13-jähriges Mädchen, das den Täter genau beschreiben kann. Zubyr S. wird nun wieder verhaftet.

Verdächtig, ein elfjähriges Mädchen vergewaltigt zu haben, und wird nach zwölf Tag frei gelassen

JFB hat gestern schon ausführlich über den Fall berichtet. Eine Person, die wohl schon seit Jahren immer wieder straffällig geworden ist, die immer wieder mit Drogendelikten auffällig wurde, in Dortmund wahrscheinlich als Dealer tätig war, und nach BILD-Informationen Drogen dort auch an Jugendliche und sogar Kinder verkaufte, gegen den es zudem bereits mehrere Ermittlungen wegen Körperverletzungen gab, wird beschuldigt, ein elfjähriges Mädchen vergewaltigt zu haben.

Der Mann wird geschnappt und festgenommen, doch glaubt dem Kind nicht so recht, meint, es bestünde ja auch keine Fluchtgefahr und lässt den mutmaßlichen Kindervergewaltiger auf freien Fuß. Nur drei Wochen später kommt es zur nächsten Vergewaltigung eines Kindes, dieses Mal ein 13-jähriges Mädchen, welches den Täter sehr detailliert beschreiben kann. Und wieder scheint der Vergewaltiger der 23-jährige Afghane Zubyr S. zu sein. Wie konnte es dazu nur kommen?

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In diesen Hausflur soll Zubyr S. das 13-jährige Kind gelockt und dort vergewaltigt haben, BILD-Screenshot

Staatsanwalt und Richter hatten zunächst „noch erhebliche Zweifel“, ob die Elfjährige wirklich vergewaltigt wurde

Zwölf Tage nach seiner Festnahme fand auf Betreiben des Anwalts von Zubyr S. ein Haftprüfungstermin statt. „Da der Beschuldigte über einen festen Wohnsitz verfügte“, so der Justizsprecher, seien sich der Richter, die Staatsanwaltschaft als auch der Verteidiger darüber einig gewesen, ihn wieder freizulassen. „Der Haftgrund der Fluchtgefahr war nicht mehr gegeben, bisher hat sich der Mann stets den Verfahren gestellt“heißt es seitens der Dortmunder Staatsanwaltschaft. Wiederholungsgefahr wäre als weiterer Haftgrund angeblich nicht in Frage gekommen, weil der 23-Jährige bislang ja nicht wegen Sexualdelikten in Erscheinung getreten wäre, versuchte man sich zu rechtfertigen.

Nach FOCUS-Online-Recherchen hegte man bei dem Haftprüfungstermin Anfang Juli „noch erhebliche Zweifel“ an den Vorwürfen des elfjährigen Mädchens, ob es wirklich vergewaltigt worden sei. Das beziehungsweisen inzwischen die beiden Kapitalverbrechen wurden auf Geheiß der Dortmunder Staatsanwaltschaft bisher nicht über eine Pressemitteilung veröffentlicht, wie sonst bei Kapitaldelikten meist üblich. Dies wäre aus Opferschutzgründen geschehen, betont Staatsanwalt Klepping. Das Schweigen habe nichts damit zu tun, dass man um eine Stigmatisierung des afghanischen Beschuldigten gefürchtet habe.

Die üblichen Politiker-Lippenbekenntnisse nach solchen Verbrechen

Joachim Stamp (FDP), der stellvertretende Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, hat jetzt harte Maßnahmen gegen den Täter gefordert. Gegenüber der BILD sagte Stamp:

„Dieser widerwärtige Täter muss nicht nur verurteilt, sondern nach der Haft direkt nach Afghanistan abgeschoben werden. Er darf in Deutschland nie mehr frei herumlaufen.“

Auch der CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak möchte das Vorgehen bei Triebtätern angeblich deutlich verschärfen. Er erklärte gestern gegenüber der BILD:

„Der aktuelle Fall der Vergewaltigung zweier Mädchen im Alter von 11 und 13 Jahren in Dortmund im Abstand von einem Monat zeigt einmal mehr, dass Kinder in unserem Land besser geschützt werden müssen.“

Und verlangt konkret:

„Wir könnten viel Leid und großen Schmerz verhindern, wenn in solchen Fällen unter erleichterten Voraussetzungen Untersuchungshaft angeordnet werden kann. Dann können schwere Folgetaten verhindert werden.“

Auch Jan-Marco Luczak (CDU), der rechtspolitische Sprecher der Union, pflichtete Ziemiak bei:

„Das ist ein wirklich abscheuliches Verbrechen, bei dem deutlich wird, dass wir die Voraussetzungen für Untersuchungshaft dringend nachschärfen müssen. Sexualstraftäter müssen zum Schutze weiterer Opfer leichter in Untersuchungshaft genommen und dort festgehalten werden können. Das ist schon lange eine Forderung der Union. Im von uns eingeforderten Kinderschutzpaket der Justizministerin muss dieser Aspekt zwingend enthalten sein.“

War wir uns fragen sollten?

All diese Lippenbekenntnisse kennen wir seit Jahren und Jahrzehnten. (Aus der linken, linkspopulistischen, linksradikalen und linksextremistischen Ecke, sprich aus der SPD, von den Grünen und der Linkspartei, ist natürlich noch viel weniger zu hören.) Fakt ist, dass insbesondere kriminelle Migranten, besonders die Schwerverbrecher unter ihnen, sich über die deutsche Justiz teilweise sogar lustig machen, auf jeden Fall aber allgemein eher wenig Achtung vor der deutschen Staats- und Rechtsgewalt, auch vor den Ermittlungsbehörden haben, um es sehr vorsichtig zu formulieren.

Fall es wirklich stimmen sollte, dass Zubyr S. jahrelang eine Straftat nach der anderen hier beging seit er in Deutschland ist, zunächst im Bereich von Rauschgift und dem Handel damit, nun sogar mit sexuellen Straftaten und hier den schlimmst möglichen, nämlich der Vergewaltigung und das sogar von einem Kind, einem elfjährigen Mädchen, falls dies tatsächlich stimmen sollte, noch ist ja nichts bewiesen und es soll auf keinen Fall ein Urteil vorweggenommen werden, aber falls es so sein sollte, was muss dann in diesem Mann wohl vorgehen, wenn er so ein Verbrechen wirklich begangen hat, nach all den kleineren Straftaten zuvor schon, und er dann nach nicht einmal zwei Wochen wieder auf freiem Fuß ist und das nächste Kind vergewaltigen kann? Falls das wirklich so war, was wird er wohl über Deutschland, über unsere Gesellschaft, über unsere Gerichte, über unsere Staatsanwälte, über unsere Polizei, ja über uns alle denken?

Wir dürfen dieses Thema nicht den Rechtspopulisten und -extremisten überlassen

Und nochmals mein Appell: Dieses Thema darf nicht den Rechtspopulisten und -extremisten überlassen werden, welche es benutzen wollen, um unsere liberale Demokratie in etwas ganz anderes zu verwandeln. Dieses Thema muss in der Mitte der Gesellschaft ankommen, hier ernst genommen und aufgegriffen, diese Missstände abgestellt werden. Das entzieht zugleich den Rechtsradikalen und -extremisten den Boden. Eine liberale, freiheitliche Demokratie muss wehrhaft sein gegen ihre Feinde und gegen Verbrecher, vor allem Gewaltverbrecher und ganz besonders Gewaltverbrecher, die sich an unseren Kindern vergehen.

Bericht der BILD über den Fall

Die Details und Hintergründe

Lesen Sie hier alle Details und weitere Hintergründe zu den beiden schrecklichen Verbrechen: Furchtbarer Verdacht: Afghane vergewaltige womöglich zwei Kinder, Polizei ließ ihn frei

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