Die zehn Gebote der postmodernen Sozialisten

Von Jürgen Fritz, Fr. 06. Aug 2021, Titelbild: Tagesspiegel-Screenshot

Merke: 1. Frau = gut, divers/nicht-binär/genderqueer = sehr gut, Mann = nicht so gut, es sei denn, er ist ein Feminist und zwar ein moderner Feminist (dritte Welle), kein klassischer (erste und zweite Welle) oder er ist homosexuell, wenigstens aber bi und genderqueer-affin und zeigt das auch täglich in seinem Verhalten. 2. Heterosexuell = …

Zehn Grundsätze, an die sich alle halten sollten

1. Frau = gut, divers/nicht-binär/genderqueer = sehr gut, Mann = nicht so gut, es sei denn, er ist ein Feminist und zwar ein moderner Feminist (dritte Welle), kein klassischer (erste und zweite Welle) oder er ist homosexuell, wenigstens aber bi und genderqueer-affin und zeigt das auch täglich in seinem Verhalten.

2. Heterosexuell = langweilig, homosexuell und bi = in, ist hip, ist interessant, ist angesagt, ist up to date. Reflexionen, was dies für eine Gesellschaft langfristig bedeuten würde, wenn alle oder die Mehrheit nicht heterosexuell wären, ist subversiv und böse.

3. Dunkle Hautfarbe = gut, ostasiatisch („gelb“) = na ja, weiße Hautfarbe = ganz schlecht, vor allem in Verbindung mit männlich, alt und heterosexuell, dann wird es richtig widerlich, das Böse schlechthin. Aus der Ecke kann nie etwas Gutes kommen.

4. Eigene Migrationsgeschichte = grundsätzlich gut, sofern in Verbindung mit dem Guten aus (3: dunkle Hautfarbe), Nachfahre von Personen mit Migrationsgeschichte, bevorzugt aus Regionen, die laut (3) gut sind = ebenfalls gut. Keine Migrationsgeschichte = schlecht, sofern es ein Europäer (oder Ostasiate) ist. Im Falle von keine Migrationsgeschichte, aber wenn es sich um die Bewohner des Erdteils weiter unten im Süden oder weiter rechtsunten im Südosten handelt, dann ist es natürlich voll okay. Das ist ja etwas völlig anderes.

Migrationsgeschichte aus den von Weißen dominierten Gegenden in Gegenden von Personen mit vornehmlich dunkler Hautfarbe = Imperialismus und damit ebenfalls schlecht. Bei Weißen, vor allem natürlich weißen Männern ist es also letztlich egal, ob sie immer bleiben, wo sie geboren wurden auf aufgewachsen sind, oder ob sie emigrieren. Beides ist schlecht. Einmal bleibt das Schlechte dann eben dort, wo es zur Welt kam, das andere Mal wird es dahin eingeschleppt, wohin immigriert wird. Am besten wäre, die Weißen wären gar nicht existent. Na ja, jetzt sind sie aber halt da. Gut wäre, wenn die weißen Frauen sich hauptsächlich mit dunkelhäutigen Männern fortpflanzen, dann sterben die Weißen nämlich recht schnell aus und die Erde ist dann von ihnen erlöst. (Daher müssen wir die jungen Mädchen entsprechend ermuntern und ihre Vorstellungswelt entsprechend formen, die richtigen Affinitäten in sie einpflanzen und immer weiter pflegen.)

5. Jung = gut (auch weil noch besser formbar), alt = schlecht, sofern weiß, da dann oft dickköpfig und nicht mehr lernwillig. Die alten Weißen wollen oft nicht annehmen, was die Guten ihnen sagen, werden dann bockig. Schwierige Gruppe.

6. Das Beste ist also: junge, dunkelhäutige, lesbische oder Bi-Frau mit Migrationsgeschichte. Das Schlechteste überhaupt ist: alter, weißer Hetero-Mann, der keine Migrationsgeschichte aus den guten Regionen laut (3) nachweisen kann, weder für sich persönlich noch für seine unmittelbaren Vorfahren, was ja aber gar nicht geht, denn sonst wäre er ja nicht weiß. Das heißt, wenn du einen Mann siehst, der weiß ist, weißt du eigentlich sofort, was los ist, vor allem wenn er nicht unterwürfig ist und durch sein ganzes Verhalten seine tiefe Verstrickung in die grundsätzliche Schuld der Weißen nicht zu erkennen gibt oder gar anfängt, diesen unumstößlichen Wahrheiten zu widersprechen.

7. Das alles hat nichts mit Rassismus und Diskriminierung oder gar mit Menschenrechts-Feindlichkeit zu tun! Es gibt keinen Rassismus, keine Diskriminierung, keine Menschenrechtsfeindlichkeit von gut nach schlecht, sondern immer nur von schlecht nach gut. Was der Gute gegenüber dem Schlechten macht, kann – auch wenn es manchmal vielleicht ein bisschen herzlos, brutal oder gemein wirkt – niemals schlecht sein, genauso wie umgekehrt das, was der Schlechte gegenüber dem Guten tut, nie gut sein kann. Manchmal wirkt es auf den ersten Blick freilich so, aber davon darf man sich nie täuschen lassen. Wenn der Schlechte etwas scheinbar Gutes tut, dann tut er dies nur aus strategischen Gründen, weil er in Wahrheit etwas Böses im Schilde führt. Bisweilen gibt er sich zum Beispiel gerne als den Gütigen aus, will damit aber Frauen, Homosexuelle, Nicht-Binäre oder Dunkelhäutige nur beschämen und noch mehr erniedrigen, indem er ihnen demonstriert, dass sie auf seine Hilfe angewiesen sind, wodurch er sie noch kleiner zu machen trachtet. Auf solche Dinge bitte nicht hereinfallen! Ihr dürft nicht naiv sein.

8. Wer anderes als das hier Niedergeschriebene behauptet, ist per definitionem ein Rassist und ein Menschenrechtsfeind, ergo böse.

9. Was gut und was schlecht, was Rassismus, Diskriminierung und Menschenrechtsfeindlichkeit, somit auch wie die Verfassung auszulegen ist, bestimmen – ganz unabhängig von den Gedanken der Verfassungsväter, die ja zum Teil selbst fragwürdige Gestalten waren – ausschließlich die heutigen Guten. Wer denn sonst?! Deren Gutheit ist a priori gegeben, liegt vor aller Reflexion und ist vor jeder kritischen Prüfung schon da und kann niemals verloren gehen, egal was sie im Einzelfall auch tun. Ihre Verfehlungen darf man also nicht so eng sehen. Wir sind ja alle nur Menschen.

Ganz wichtig aber: Auf sie, die als gut Definierten, sind objektive, kritische Kriterien nicht anwendbar. Sie selbst wenden vielmehr aus ihren originären Gutheit die Kriterien des Guten und des Bösen auf andere an. Sie sind immer Subjekt der Beurteilung, niemals aber Objekt. Bitte diese Richtung immer beachten, nicht zum Geisterfahrer werden und nie von diesem klaren, eindeutigen Pfad abkommen. Nicht auf die Bösen hören, die bisweilen versuchen, diese Kriterien auf die Guten selbst anzuwenden und sie dadurch zum Objekt degradieren wollen. Fangt bitte gar nicht erst an, euch auf hinterfragende Gedanken oder gar logische, formale Argumente einzulassen. Das führt zu nichts Gutem. Lasst euch nicht zum Nachdenken verführen! Nehmt vielmehr diese zehn unwiderruflichen Wahrheiten ganz tief in Euer Herz auf und lasst da niemals etwas ran kommen. Es gibt wie auf der Autobahn nur eine richtige Richtung und die ist vorgegeben. Stellt das niemals in Frage, sondern fahrt immer in die eine Richtung, denkt gar nicht darüber nach, dass es überhaupt anders sein könnte. Das gibt Halt und Orientierung und wenn du das immer beherzigst, dann gehörst du auch dauerhaft zur großen Mehrheit dazu.

10. Es gilt also: Du sollst keine andere Vorstellung von „gut“ haben als die, welche von denen, die als „die Guten“ definiert wurden, stammt. Es steht dir nicht zu, diese Definition, diese primäre Festlegung zu reflektieren oder gar zu hinterfragen und kritisch zu beleuchten. Der Baum der Erkenntnis von gut und böse ist mithin tabu. Finger weg davon! Wagt es nicht, euch diesem zu nähern! Wer solches tut, ist böse und führt Böses im Schilde. Das wird ihm nicht gut bekommen!

Wehe dem, der es wagt, diese zehn Grundsätze auch nur in einem einzigen Punkt in Frage zu stellen. Tut es nicht, in Eurem eigenen Interesse!

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