Trägt die SPD in ihrem Innersten nicht nur einen latenten Deutschen-, sondern auch einen latenten Judenhass?

Ein Gastbeitrag von Collin McMahon

Sigmar Gabriel (SPD) ist seit Januar 2017 Bundesaußenminister. Im April besuchte er erstmals in dieser Funktion Israel. Doch dies geriet zum Eklat. Gabriel machte so schwere diplomatische Fehler, dass Benjamin Netanyahu das geplante Treffen mit Gabriel absagte. Der israelische Präsident weigerte sich, den deutschen Außenminister zu empfangen. Was für ein Fauxpas des SPD-Politikers! Es stellt sich die Frage, inwieweit dieser als Chefdiplomat geeignet ist, noch mehr aber, was hinter dem Agieren Gabriels und dem der SPD steckt. Collin McMahon hat recherchiert und Jouwatch hat dem Auswärtigen Amt einige Fragen gestellt.

Der diplomatische Eklat und wie es dazu kam

Im April besuchte Außenminister Sigmar Gabriel (SPD) Israel. Doch bevor er den israelische Präsident aufsuchte, traf er sich unter anderem mit den regierungskritischen NGOs Breaking the Silence und B’Tselem. Der Besuch geriet zum Eklat. Präsident Benjamin Netanyahu sagte seinen Termin mit Gabriel ab. Jouwatch wollte von Gabriel wissen, warum ihm die Soros-nahen NGOs wichtiger waren als der gewählte Präsident.

Was für NGOs (Nichtregierungsorganisationen) sind das?

Die regierungskritischen NGOs werden in Deutschland gerne als engagierte Israelis präsentiert, die „für Frieden“ seien. Dabei erhalten sie den allergrößten Teil ihrer Finanzierung aus dem Ausland, vor allem aus Europa, speziell aus Deutschland und von der EU, sowie der Open Society Foundation und der linken US-Stiftung New Israel Fund, die ebenfalls von Soros finanziert wird, wie die Website DC Leaks enthüllte.

Breaking the Silence hat Israel als „Brunnenvergifter“ bezeichnet (!) und Geld an radikale palästinensische Aktivisten weitergeleitet. „Wer Soldaten umbringt, ist kein Terrorist“, sagte Aktivistenkoordinator Nadav Weiman im Sommer 2015. Amos Harel von der linken, regierungskritischen Tageszeitung Ha’aretz hat festgestellt, „Breaking the Silence hat eine ganz klare politische Agenda, und kann nicht länger als Menschenrechtsorganisation gelten.“

B’Tselem nennt Israel einen „Apartheidsstaat“ der „Nazi-Werte“ vertrete. Seine vielzitierten Opferzahlen zum Gaza-Konflikt übernahm B’Tselem ungeprüft von der Hamas (sunnitisch-islamistische, palästinensische Terrororganisation). Autor Tuvia Tenenbom hat 2015 einen Mitarbeiter interviewt, der den Holocaust leugnete. Zunächst dementierte B’Tselem, Holocaust-Leugner zu beschäftigen – erst nachdem Tenenbom ein Video des Interviews veröffentlichte, wurde der Mitarbeiter entlassen. B’Tselem wird ebenfalls von George Soros’ Open Society und New Israel Fund finanziert.

Gabriels antiisraelisches Agieren

Sigmar Gabriel sprach am 26.6.2017 beim European Council on Foreign Relations, das jährlich etwa 2,8 Millionen Euro von Soros‘ Open Society Foundation erhält und sich für Sanktionen gegen Israel einsetzt (BDS).

Warum besucht Gabriel ausgerechnet derart umstrittene Gruppen, die auch noch zum israelfeindlichen Netzwerk von George Soros gehören? Das ist ungefähr so, als würde sich Donald Trump auf Staatsbesuch in Deutschland vor Kanzlerin Merkel erstmal mit Lutz Bachmann von Pegida und Robert Timm von den Identitären treffen. Oder Emmanuel Macron mit der Antifa und ehemaligen RAF-Terroristen. Ist Gabriel wirklich so eine krasse Fehlbesetzung als Chefdiplomat, oder steckt eine andere Agenda dahinter?

Wir stellten folgende Fragen an das Auswärtige Amt:

Warum wurden diese beiden Gruppen ausgewählt? Wer traf diese Entscheidung? War die Verbindung zur Open Society Foundation und dem New Israel Fund bekannt?

Welche Verbindungen bestehen zwischen Außenminister Sigmar Gabriel sowie Mitarbeitern des Auswärtigen Amtes und George Soros, den Open Society Stiftungen und anverwandten Gruppen?

Was war das Ergebnis des Besuches? Hat der Außenminister auch kritische Fragen an die NGOs bezüglich ihrer Verbindungen zur Open Society Foundation und der Hamas gestellt? Wenn nicht, warum nicht?

Der Besuch hat die deutschen Beziehungen zum Staat Israel erheblich beschädigt. Was hat das Außenministerium seitdem unternommen, um diesen Schaden wieder gutzumachen? Würden Sie diese Entscheidung wieder so treffen?“

Keine (inhaltliche) Antwort ist auch eine Antwort

Das Auswärtige Amt hat nun inzwischen reagiert, zieht es aber vor, die Fragen nicht zu beantworten. Es verweist vielmehr auf die Äußerungen des Außenministers im April. Ein Dementi der Soros-Verbindung wäre sehr einfach zu formulieren gewesen, wenn es denn zuträfe.

Demnächst: Hat George Soros den Nazis geholfen?

*

Dieser Artikel erschien zuerst auf Journalistenwatch, eines der führenden alternativen Medien, und erscheint hier mit freundlicher Genehmigung des Autors und von Jouwatch.

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Zum Autor: Collin McMahon ist Autor („Lukas und Skotti“) und Übersetzer („Gregs Tagebuch“). Er schreibt gerade an einem Buch über Donald Trump. Hier können Sie den Autor finanziell unterstützen.

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Bild: Youtube-Screenshot von Gabriels Israelbesuch im April 2017

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6 Antworten auf „Trägt die SPD in ihrem Innersten nicht nur einen latenten Deutschen-, sondern auch einen latenten Judenhass?

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  3. anvo1059

    Die SPD haßt sich in erster Linie selbst. Dafür, das sie den Spät zwischen Wollen und Können nicht so gut hinbekommt wie die Merkel-CDU und sich jedes Mal mehr unglaubwürdig macht…

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  4. gilbert808

    Leider wird völlig undifferenziert und damit auch völlig unqualifiziert Zionismuskritik, Kritik an der israelischen Politik und Antisemitismus durcheinander geworfen. Der Autor vertritt die These „Kontakt mit Gruppen, die kritisch zur Politik des Staates Israel stehe = Judenhasser“, was ungefähr so sinnvoll ist wie Lutheraner mit Satanisten gleichzusetzen, weil die den Papst nicht als ihren religiösen Chef anerkennen. Solche Artikel sind so hilfreich wie ein Furunkel am Arsch – und auch genauso peinlich. Soros ist übrigens selbst Jude, nur mal so als Nebensatz.

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  5. Wolfgang Scharff

    Vielen Dank, Jürgen Fritz, für diesen lesenswerten Artikel! Sie haben den von Lügnern und Dummköpfen geleugneten linken Antisemitismus sachlich und gut beschrieben.
    Es waren linke Parteibonzen, deren Niedertracht ausreichte: an Arafats Grab einen Kranz niederzulegen, Mahmud Abbas zu umarmen oder auf einer „Mavi Marmara“ ihren primitiven Antisemitismus über das Mittelmeer zu tragen.
    Widerlich!

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