Seehofer setzt Keuschheitsgürtelpflicht für alle durch

Von Jürgen Fritz, Sa. 28. Jul 2018

Horst Seehofer hat es wieder einmal allen gezeigt. Um sich rechtzeitig vor der bayerischen Landtagswahl noch deutlicher von Merkel abzusetzen, will der zuletzt so arg Gescholtene Stärke demonstrieren und zumindest das Gefühl von Sicherheit vermitteln, welches zig Millionen Bundesbürger seit langem so sehr vermissen. Daher hat der CSU-Vorsitzende und Bundesinnenminister sich zu einer sehr ungewöhnlichen Maßnahme entschlossen.

Keuschheitsgürtelpflicht für alle kommt

Nachdem es in den letzten drei Jahren vermehrt zu Übergriffen gekommen ist, hat man sich im Bundesinnenministerium unter seiner neuen Führung und, wie man munkeln hört, auch in der CSU-Zentrale in München, Gedanken gemacht, wie man der zum Teil tief verunsicherten Bevölkerung ein Gefühl der Sicherheit vermitteln könnte. Gestern am späten Abend wurde nun vom neuen Bundesinnenminister Seehofer verkündet, CSU, CDU und SPD hätten gemeinsam beschlossen, dass ab dem 01.08.2018 alle Mädchen und Frauen einen abschließbaren Keuschheitsgürtel zu tragen haben, sobald sie das Haus verlassen. Von dieser Maßnahme verspricht sich die neue Bundesregierung auch eine Ankurbelung der Wirtschaft, so Seehofer. Aber auch Saudi Arabien und die Türkei, mit denen entsprechende Deals vereinbart werden sollen, könnten davon profitieren.

Die Regelung wird so aussehen, dass Mädchen und Frauen zwischen 9 und 90 Jahren auf Grund der häufigen Übergriffe seit dem Sommer 2015 – selbst 82-Jährige sind nicht mehr sicher und müssen damit rechnen, zuhause überfallen und fünffach vergewaltigt zu werden – das Haus ab sofort nur noch mit einem abschließbaren Keuschheitsgürtel umgeschnallt verlassen dürfen.

Gürtel sollen steuerlich stark subventioniert werden

Um dem Vorwurf zu begegnen, die Bundesregierung würde sich nicht um die Sicherheit der eigenen Bevölkerung kümmern, ließe diese gar im Stich, liefere insbesondere deren weiblichen Teil geradezu aus, wie es die unverschämte #120db-Kampagne insinuiere, will das Kabinett die Anschaffung steuerlich stark subventionieren.

Politische Beobachter und Wirtschaftsexperten meinen zwar, dass bei dieser Subvention weniger ein Sich-um-die-eigene-Bevölkerung-Kümmern im Vordergrund stünde als vielmehr ein ökonomisches Motiv, doch das bestreitet Seehofer entschieden. Durch die  Maßnahme würde man vielmehr die Einigkeit und Handlungsfähigkeit der neuen Regierung eindrucksvoll demonstrieren. Der Vorwurf, längst wäre die eigene Bevölkerung Schwarz-Rot, abgesehen von dem Zeitraum kurz vor den Wahlen, weitgehend egal, man würde vielmehr völlig andere Interessen verfolgen, sei damit eindeutig widerlegt. Außerdem, so war aus dem Wirtschaftsministerium unter seiner neuen Führung Peter Altmaier zu hören, erhoffe man sich, einen zusätzlichen Wirtschaftsaufschwung evozieren zu können, wodurch die Brexit-Einbußen voll kompensiert würden.

Türkei und Saudi Arabien sind mit im Boot

Da die Produktion in Deutschland anfangs den Bedarf noch nicht voll decken können wird, sollen Keuschheitsgürtel zunächst aus Saudi Arabien und aus der Türkei, wo sie schon länger ein Renner sind, importiert werden. Entsprechende Handelsvereinbarungen seien bereits in Vorbereitung. Dafür wurden den beiden Ländern umfangreiche Versprechungen gemacht, zukünftig (noch) stärker auf innerdeutsche Angelegenheiten Einfluss nehmen zu können. Insbesondere soll Saudi-Arabien zugesagt worden sein, weitere zehntausend Moscheen in Deutschland bauen zu dürfen und zwar wo sie wollen, die zudem allein der saudi-arabischen Kontrolle unterliegen und von Deutschen, auch den Sicherheitsbehörden (!), nicht betreten werden dürfen.

In den neuen von den Saudis finanzierten Moscheen sei es auf jeden Fall streng verboten, Deutsch zu sprechen, da nach den neuesten islamwissenschaftlichen Erkenntnissen Allah ausschließlich arabisch spreche und niemals einen Deutsch- oder Integrationskurs belegt hätte, was er im Übrigen, in diesem Punkt stimmten die Religionsgelehrten sämtlicher islamischer Rechtsschulen ausnahmsweise alle überein, auch nicht nötig habe. Diese Sprache werde es ohnehin nicht mehr lange geben, war aus Saudi-Arabien und auch anderen Ländern des islamischen Kulturkreises zu vernehmen.

Türkei bekommt im Gegenzug Özil völlig ablösefrei

Der Türkei soll dagegen versprochen worden sein, dass man öffentlich zwar so tun würde, als ob man die Wiedereinführung der Folter und der Todesstrafe aufs Schärfste verurteile, dass darüber hinaus aber nichts passieren würde, die Türkei also keinerlei Nachteile zu befürchten hätte. Die EU-Beitrittsverhandlungen würde man zwar zum Schein kurzfristig abbrechen, aber nur für ein paar Monate, bis bei der nächsten Krise, die sicherlich bald schon kommen werde, alle abgelenkt seien respektive die Bilder und Berichte der letzten ein, zwei Jahre bereits vergessen hätten.

Außerdem wurde der Türkei zugesagt, dass Mesut Özil sofort ablösefrei an die Türkei verschenkt wird und ab August für die türkische Nationalmannschaft spielen könne. Ferner dass Özil in Ankara seinen deutschen Pass öffentlich verbrennen würde, was weltweit live übertragen werden soll, und dass die Bundesrepublik dafür zwar zum Schein den türkischen Botschafter einbestellen werde, darüber hinaus aber nichts geschehen werde.

Wie aus gut unterrichteten Kreisen zu hören ist, war das Rücktrittsschreiben von Özil von Erdogan persönlich verfasst worden. Einige hatten sich ja schon gewundert, wie eine Person, die noch nie zwei korrekte Sätze formulieren konnte, plötzlich vier Din-A4-Seiten fast fehlerfrei verfassen kann. Diese Abrechnung mit dem DFB und das Schwingen der Rassismuskeule war eine weitere Bedingung des türkischen Präsidenten, dass er dem Keuschheitsgürtel-Deal zustimmen würde, der insbesondere Seehofer so wichtig war, um der Bevölkerung Stärke zu demonstrieren, und auf den er bestand, wofür er im Gegenzug Merkel in seinem Masterplan sehr entgegenkam, die ihm 63 der 64 Punkte wegstrich und den 64. komplett umformulierte, die Überschrift – „Seehofers Masterplan“ – aber gänzlich unangetastet ließ.

Bekleidungsindustrie rechnet mit gewaltigem Aufschwung

Die Gürtel-Anschaffungskosten werden, so die offizielle Stellungnahme des Bundesfinanzministeriums, zu 50 Prozent, gestreckt über 5 Jahre, steuerlich absetzbar sein. Geringverdienerinnen, Hausfrauen und Arbeitslosen soll – hier hat sich die SPD durchgesetzt – gegen einen Eigenbeitrag von 10 EUR ein Kassenmodell, das dann allerdings etwas zwicken kann, zur Verfügung gestellt werden.

Die Bekleidungsindustrie zeigte sich über diese Maßnahme sehr erfreut, verspricht sie sich doch ebenfalls einen dringend notwendigen konjunkturellen Aufschwung und ist schon dabei, spezielle Bikinis zu entwerfen, die mühelos über dem Keuschheitsgürtel getragen werden können und ausgesprochen sexy sein sollen. In wenigen Tagen schon werden diese in den Geschäften erhältlich sein. Somit können die Deutschen den weiteren heißen Tagen dieses Sommer völlig entspannt entgegensehen und die Unbeschwertheit kann wieder nach Deutschland zurückkehren.

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Titelbild: YouTube-Screenshot von Horst Seehofer

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