Russische Geschichtspolitik und ukrainische Leidensgeschichte

(Herwig Schafberg, 27.03.2022) Geschichte ist nicht das, was entstand, sondern was erzählt wird. Soll sie der Aufklärung dienen, darf Entstandenes nicht verklärt werden, wie es im Kontext der Entstehung von Nationen häufig geschieht. Das ist besonders verhängnisvoll, wenn dadurch nationale Besitzansprüche legitimiert werden sollen, wie etwa russische Ansprüche auf die Ukraine. Kurzer Beitrag zur Aufklärung von Herwig Schafberg.

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Russischer Revisionismus – Gedanken zum Einmarsch der Russen in die Ukraine

(Herwig Schafberg, 12.03.2022) Am 24. Februar 2022 begann der Angriff Russlands auf die Ukraine und mit ihm eine Leidensgeschichte, die längst nicht zu Ende ist. So schwer es emotional sein mag, den kriegerischen Ereignissen auf den Grund zu gehen, soll hier doch versucht werden, rational zu erfassen, was den russischen Präsidenten Putin zum Krieg bewogen haben und was es bewirken könnte. Ein Versuch von Herwig Schafberg.

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80. Jahrestag der Wannsee-Konferenz

(Herwig Schafberg, 19.01.2022) Am 20. Januar 1942 fand in einer Villa am Berliner Wannsee eine Konferenz von Staats- und Parteivertretern des nationalsozialistischen Deutschlands statt. Anders als manchmal zu lesen ist, wurde dort nicht die Vernichtung des Judentums beschlossen, sondern deren Effizienzsteigerung; denn mit der Vernichtung hatte man schon zu Beginn des Krieges gegen die Sowjetunion im Sommer 1941 begonnen. Am Ende stand die Ermordung von nahezu sechs Millionen Juden, was indirekt zur Gründung des Staates Israel beitrug. Der Historiker Herwig Schafberg blickt zurück.

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Sturm aufs Kapitol 2021: ein unvergleichlicher Anschlag auf die Demokratie?

(Herwig Schafberg, 01.01.2022) Es war vor einem Jahr, als Anhänger des abgewählten US-Präsidenten Donald Trump mit dem Sturm aufs Kapitol in Washington D.C. die Bestätigung des Wahlergebnisses mit Gewalt verhindern wollten. Damit wurde nicht zum ersten Mal in der Geschichte des Landes ein Gesetzgebungsorgan unter gewaltigen Druck gesetzt, wie der Historiker Herwig Schafberg zu bedenken gibt.

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20 Jahre 9/11: Verschwörungs-Verirrungen und Wirrungen amerikanischer Bündnispolitik

(Herwig Schafberg, 11.09.2021) Heute vor zwanzig Jahren wurden die Twin Towers des World Trade Center in New York zum Einsturz gebracht. Urheber waren augenscheinlich Flugzeugentführer, die ihre Maschinen in die Türme gelenkt hatten. Oder lag die Ursache für der Einsturz  woanders, wie mancher bis heute glaubt? Zu diesem Irrglauben hat die Bündnispolitik der US-Amerikaner in Afghanistan sowie anderswo möglicherweise beigetragen, wie Herwig Schafberg verdeutlicht.

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Herr, lass Hirn regnen! Gedanken zu Pfingsten über Gemeintes und Gefühltes

(Herwig Schafberg, 22.05.2021) In der Apostelgeschichte ist zu lesen, der Heilige Geist habe einst zu Pfingsten dafür gesorgt, dass Menschen unterschiedlicher Herkunft  jeweils in ihrer Sprache hören konnten, was die Apostel ihnen erzählten. Die Frage ist, ob sie auch begriffen, was gemeint war – und es begreifen wollten. Diese Frage lässt heute umso dringender auf Antwort warten, als der momentan waltende Zeitgeist es nicht für so wichtig erachtet, was jemand mit seinen Worten meint, sondern für weit wichtiger, was diese Worte bei Zuhörern für Gefühle auslösen.

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Mütter gegen Krieg

(Herwig Schafberg, 08.05.2021) Es war ein weiter Weg von der göttlichen Thetis zur menschlichen Mutter Alvins und Milovans. Achilleus, der mehr als jeder andere in der Antike für Kraft und Schönheit stand, wurde von dem Pfeil getroffen, den der göttliche Apollo in die Achillesferse gelenkt hatte, und starb, wie von den überirdischen Mächten vorher bestimmt. Alvin und Milovan dagegen überlebten den Krieg, weil ihre Mutter nicht hinnehmen wollte, was irdische Mächte über ihre Köpfe hinweg beschlossen hatten.

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Zum 1. Mai ein Streifzug durch die Protestgeschichte

(Herwig Schafberg, 28.04.2021) Wo einst die Rote Fahne im Kampf für Arbeiterrechte vorangetragen wurde, wird heute eher die Regenbogenfahne gezeigt, mit der für Vielfalt und damit verknüpfte Gruppenrechte demonstriert wird. Doch wer tritt noch für die Rechte weißer heterosexueller Männer ein, die vom sozialen Abstieg bedroht oder schon arbeitslos oder prekär beschäftigt sind?

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Ostern, ein Fest des Lebens in vorchristlicher Tradition

(Herwig Schafberg, 28.03.2021) Ostern naht, das Fest, das nach der keltischen Göttin Ostara benannt ist. Diese steht mit Ei und Hase als Zeichen für die Wiedergeburt der Erde im Frühling – also für die Jahreszeit, in der Pflanzen wieder zum Wachsen und Blühen kommen, Hasen als erste im Tierreich nach dem Winter zahlreichen Nachwuchs zur Welt bringen und sich auf der Suche nach Grünfutter bis in unsere Gärten wagen. Der Historiker Herwig Schafberg nimmt uns mit auf eine Reise durch die Zeiten und Kulturen.

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Vor 150 Jahren: Gründung des Deutschen Reiches 1871

(Herwig Schafberg, 18.01.2021) Das Deutsche Reich wurde 1871 von den Fürsten gegründet, nicht vom Volk. Dieses war allerdings damit mehrheitlich ebenso einverstanden wie ein halbes Jahrhundert später die Mehrheit des Volkes mit der Gründung der Bundesrepublik Deutschland. Die wäre zwar ohne Zustimmung der westlichen Siegermächte nicht möglich gewesen, erfolgte aber anders als die Reichsgründung auf demokratischem Wege.

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Wie der Weihnachtsmythos wirklich entstand: Chanukka und Mysterienkulte

(Herwig Schafberg, 11.12.2020) Alle Jahre wieder zünden Juden an den Chanukkafesttagen Kerzen an, wie es Christen traditionsgemäß an den Adventssonntagen und am Heiligen Abend tun. Wie diese Traditionen entstanden und inwieweit die Geschichte Jesu Christi von nichtchristlichen Kulten beeinflusst wurde, diese oftmals übernommen und einfach umgedeutet wurden, beleuchtet der Historiker Herwig Schafberg.

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240. Todestag von Maria Theresia: Eine Frau steht ihren Mann – konservativ und progressiv

(Herwig Schafberg, 29.11.2020) Heute vor 240 Jahren, am 29. November 1780 starb Maria Theresia nach vierzigjähriger Herrschaft über die Erbländer des Hauses Habsburg. Es war eine Verlegenheitslösung gewesen, dass sie als Frau die Thronfolge angetreten hatte – und es bereitete ihr große Mühe, sich durchzusetzen. Doch sie sollte zu einer prägenden Monarchin des aufgeklärten Absolutismus werden, wie der Historiker Herwig Schafberg aufzeigt.

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