Wie ungebildet und wie antiintellektuell waren Jesus und die Urchristen?

(Jürgen Fritz, 11.06.2019) Dieser Text ist nicht für Christen gedacht, die so bleiben wollen, wie sie sind, die ihre eigenen Fundamente nicht reflektieren und kritisch würdigen wollen, die sich mithin nicht für historisch-kritische Forschung interessieren, sondern mit dem ihnen in der Kindheit und/oder später vermittelten christlichen Narrativ (Geschichten, Märchen, Mythen) völlig zufrieden sind, weil ihnen das Halt und Orientierung gibt, auf welche sie nicht verzichten wollen oder können. Der Text ist vielmehr gedacht für solche, die gerne wissen wollen, welches Bild die Geschichtswissenschaft und die historisch-kritische Theologie nach fast 250 Jahren intensiver wissenschaftlicher Beschäftigung mit dem Thema herausschälen konnten.

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Greta, der neue Jesus

(Jürgen Fritz, 30.05.2019) Sie geht freitags nicht zur Schule, er hat irgendwann überhaupt nicht mehr gearbeitet, auch nicht Montag bis Donnerstag und Samstag, Sonntag. Beide sind sie besessen von einer fixen Idee, die keine andere gleichwertige Idee neben sich duldet, siehe das erste Gebot: „Ich bin JHWH, dein Gott (deine fixe Idee), der dich aus Ägypten geführt hat, aus dem Sklavenhaus. Du sollst neben mir keine anderen Götter (fixe Ideen) haben.“ Beide malen Untergangsszenarien an die Wand und weisen den einzigen Weg zur Erlösung. Doch die Parallelen gehen noch weiter.

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Jesus von Nazareth: eine sich selbst fehlinterpretierende Antithese?

(Jürgen Fritz) Jesus sei das Gegenstück eines Genies, er sei ein Idiot, schrieb Friedrich Nietzsche in seinem Nachlass. Das mag übertrieben sein, gleichwohl traf der völlig Überdrehte damit doch einen wichtigen Punkt. Mit dem Nazarener beginnt nämlich die Anbetung des Niederen statt des Höheren hier auf Erden: „So werden die Letzten die Ersten sein und die Ersten die Letzten“ (Matthäus 19,30), mithin eine Umwertung der Werte, die natürlich vor allem bei den Niederen sehr gut ankommt, unter welchen er auch seine ersten Anhänger fand. Ist der jüdische Wanderprediger damit nur eine Antithese zu dem zuvor Bestehenden, womöglich sogar eine, die sich selbst falsch interpretiert, oder stellt er schon die Synthese des Ganzen dar?

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War Jesus von Nazareth ein jüdischer Nationalist?

(Jürgen Fritz, 03.04.2018) Aus seinem Wirken entstand das Christentum, die größte aller Weltreligionen mit mehr als zwei Milliarden Anhängern. Das Christentum ist global ausgerichtet. Alle Menschen seien Geschöpfe des einen und einzigen Gottes, so heißt es. Doch war Jesus von Nazareth, der Stifter dieser Weltreligion, in Wahrheit ein jüdischer Nationalist?

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Jesus – ein radikaler Egalitarist?

(Jürgen Fritz) Aus seinem Wirken entstand das Christentum, die größte aller Weltreligionen mit mehr als zwei Milliarden Anhängern. In seiner Lehre konzentrierte sich Jesus von Nazareth primär auf die Armen und Schwachen und frönte einem radikalen Egalitarismus, der sich inzwischen zu einem wahren Gleichheitsfetisch entwickelte. War der Nazarener letztlich ein Feind jeglicher Aristokratie, was Europa nun in den Untergang zu führen droht?

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Jesus – ein Linker, der Europa eine schwere Bürde auferlegte?

(Jürgen Fritz) Aus seinem Wirken entstand das Christentum, die größte aller Weltreligionen mit mehr als zwei Milliarden Anhängern. Er wird verehrt wie kaum ein anderer, denn sein Anspruch war weit höher als der aller anderen Religionsstifter: Mensch und zugleich Gott beanspruchte er zu sein. Doch ist seine Lehre in Wahrheit nicht voll innerer Widersprüche und ist seine Moral nicht nur maßlos überzogen, sondern auch eine schwere Bürde, ja der Keim des Untergangs für Europa und die gesamte westliche Welt?

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Die Entwurzelten oder: Die Mär vom „christlichen Abendland“

(Jürgen Fritz, 03.06.2019) „Religion ist eine menschliche Erfindung, die sich schleichend ausbreitet. Man weiß sehr wohl, wie sie beginnt, wie sich schüchtern die ersten Kulte etablieren und dann entwickeln, wie die ersten Götter Gestalt annehmen und diverse Funktionen bekommen, und wie sich ihre Zahl verringert, bis es schließlich nur noch einen gibt.“ (Umberto Eco) „Religiöser Fundamentalismus ist das stärkste, massivste, allerdings meist auch attraktivste und faszinierendste, die Massen am meisten einnehmende und einfangende Motiv, weswegen jede Machtpolitik stets bedacht sein wird, eine Religion oder Konfession für ihre Ziele einzuspannen. Kein Zufall, daß der römische Kaiser Konstantin das immer stärker werdende Christentum zur Staatsreligion machte, obwohl er zu dem Zeitpunkt selbst noch kein Christ war.“ (Hubertus Mynarek)

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Gesetzung und Bewegung (III): Bewegung ist der Modus der verlorenen Menschen der Moderne

(Boris Blaha, 03.06.2019) Der Gegensatz von Gesetz ist nicht gesetzlos. Die gesamte anarchische und später anti-autoritäre Tradition bleibt an die Vorstellung von Gesetz als Vorschrift, als Gehorsamsgebot des Herrn gefesselt. Weil uns der erfahrbare räumliche Sinn von Gesetzung weitgehend abhanden gekommen ist, müssen wir den Umweg über seine Negation nehmen. Der räumliche Gegensatz im Inneren von Ge-setzung ist Zer-setzung, im Äußeren Wüste. Zersetzung holt die Wüste, die die Gesetzung draußen hält in das Innere der Gesetzung hinein. zerschneidet und entbindet, was durch Gesetzung erst entstehen kann: das unsichtbare Geflecht der vielfältigen Bindungen, die zwischen Menschen, die sich in einem geschützten Raum aufhalten können, durch die Zeit, die Wiederholung, die Gewohnheit und die Vertrautheit entstehen. Dritter und letzter Teil des Essays von Boris Blaha.

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Frans Timmermans: Der Islam gehört schon seit 2.000 Jahren zu Europa

(Axel Stöcker, 20.05.2019) Was ist der Vorteil, wenn Sie sieben Sprachen sprechen und über Dinge reden, von denen Sie keine Ahnung haben, oder aber, was wir hier nicht annehmen wollen, intellektuelle und moralische Integrität für Sie etwas ist, das Sie jenseits der korrekten Aussprache des Ausdrucks nicht mal peripher tangiert? Dann können Sie in sieben Sprachen Blödsinn erzählen, im ZDF sogar, ohne dass es jemand merkt, wie Axel Stöcker aufdeckt.

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Körper und Geist (Seele) oder: Vom Substanz- zum Eigenschaftsdualismus

(Jürgen Fritz, 16.05.2019) Viele Menschen meinen, dass es nicht nur zwei völlig unterschiedliche Klassen von Eigenschaften gäbe, nämliche physische und mentale (seelische), sondern dass es neben unserem Körper noch eine zweite immaterielle Substanz gäbe, welche fühlt, denkt und entscheidet und welche Träger aller mentalen Eigenschaften sei. Diese zweite Substanz nennen sie meist Seele und sehen diese als etwas völlig Eigenständiges. Diese Vorstellung von einem zweiten Ding, das den Menschen quasi zerteilt, nennt man Substanzdualismus und sie geht sehr weit zurück. Wir finden sie schon bei Platon, dann natürlich im von ihm stark beeinflussten Christentum, aber auch noch beim Vater der neuzeitlichen Philosophie René Descartes. Doch inwiefern ist diese Beschreibung der Natur des Menschen schlüssig und überzeugend? Sind wir wirklich zwei?

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Der große Krieg der Kulturen und Weltanschauungen

(Jürgen Fritz, 16.05.2019) „Stell dir vor, es ist Krieg, und keiner geht hin“ (Carl Sandburg) … dann kommt der Krieg zu dir. „Wer zu Hause bleibt, wenn der Kampf beginnt, und lässt andere kämpfen für seine Sache, der muss sich vorsehen: denn wer den Kampf nicht geteilt hat, der wird teilen die Niederlage. Nicht einmal den Kampf vermeidet, wer den Kampf vermeiden will: denn es wird kämpfen für die Sache des Feinds, wer für seine eigene Sache nicht gekämpft hat.“ (Bertolt Brecht) Dieser große Kultur- und Weltanschauungskrieg wird uns alle überdauern, sprich: „Nur die Toten haben das Ende des Krieges gesehen.“ (George Santayana)

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Massenmord von Sri Lanka – Islam in Deutschland: Speichen ein und desselben Rades

(Daniel Matissek, 25.04.2019) Was in Sri Lanka durch Bombenterror erreicht werden soll, Einschüchterung und Fügsamkeit, wird in Deutschland ganz geräuschlos und elegant verwirklicht. Einerseits durch stetige Provokationen, die die Toleranzschwelle immer weiter ausdehnen sollen, andererseits durch eine von journalistischen Überzeugungstätern, von Medien-Dhimmis gesteuerte Mehrheitsmeinung, die diese Toleranz auch noch positiv konnotiert und sie als freiheitliche, zivilisatorische Errungenschaft preist. Nie hat es ein Kulturvolk seinen Totengräbern so leicht gemacht. Daniel Matissek mit einer erstklassigen, gnadenlos ehrlichen Analyse.

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Kathedrale Notre-Dame de Paris in Flammen

(Jürgen Fritz, 16.04.2019) Die katholische Kirche Notre-Dame de Paris („Unsere Liebe Frau von Paris“) liegt im Herzen der französischen Hauptstadt auf einer kleinen Insel in der Seine. Sie ist die Kathedrale des Erzbistums Paris. Die der Jesus-Mutter Maria geweihte Kirche wurde 1163 bis 1345 errichtet, sie ist eines der frühesten gotischen Kirchengebäude Frankreichs und gilt neben dem Eiffelturm, dem Louvre, dem Arc de Triomphe und den Avenue des Champs-Élysées als eines der Wahrzeichen von Paris. Gestern Abend brannte Notre-Dame, brannte etwas von der Seele Europas. Doch es gab auch einige, die darüber lauthals lachten, die sich über dieses furchtbare Unglück diebisch freuten.

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Mein Gott, ist das kompliziert und wirr mit diesem einen Gott

(Jürgen Fritz, 04.04.2019) Der Gott der Juden hat keinen Sohn. Der Gott der Araber auch nicht. Der Gott der Christen hat einen. Dieser soll zugleich irgendwie zu ihm dazugehören. Der Sohn soll göttlich und zugleich eine eigenständige Person sein, irgendwie aber doch nicht, weil es ja nur einen Gott geben darf. Da ist sich der Christ mit dem Juden und dem „gläubigen“ Araber zumindest im Grundsatz einig. In vielen anderen Punkten sind sich die drei aber völlig uneins. Von dem einen Gott wird dies behauptet, von dem anderen das und von dem dritten wieder etwas anderes. Zugleich behaupten alle drei, es gebe nur einen. Wie passt das alles zusammen? Oder passt es gerade nicht zusammen? Gehen wir den Dingen doch mal auf den Grund.

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