Stuttgart-Randalierer: 52 Prozent der Festgenommenen sind Nichtdeutsche

(Jürgen Fritz, 26.06.2020) Ca. 500 Personen haben in Stuttgart am letzten Wochenende randaliert, Polizisten und Rettungskräfte mit Steinen und Flaschen beworfen, zwölf Polizeifahrzeuge beschädigt, teilweise völlig zerstört, 19 Polizisten verletzt, 40 Geschäfte demoliert und etliche geplündert, wahrscheinlich einen Millionenschaden angerichtet. Von diesen ca. 500 Straftätern wurden bislang ganze 25 (5 Prozent) vorläufig festgenommen und acht (1,6 Prozent) sitzen in Haft. 98 bis 99 Prozent der Randalierer sind also weiter auf freiem Fuß. Inzwischen liegen bezüglich der 25 vorläufig Festgenommenen auch detaillierte Informationen vor.

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Der Mensch: das Wesen, das handeln kann

(Jürgen Fritz, 25.06.2020) Aufgabe der Wissenschaften ist es, a) die Welt korrekt zu beschreiben und diese Deskriptionen zu systematisieren sowie b) Zustände und Ereignisse zu erklären, mithin Verbindungen zwischen den einzelnen Dingen herzustellen, kausale und sonstige Gesetzmäßigkeiten und Regularitäten zu erkennen, was uns wiederum hilft, uns in der Welt besser zurecht zu finden, je besser wir sie verstehen. Nun sind Menschen Wesen, die handeln können, die über mentale Repräsentationen verfügen und repräsentationale Zeichen produzieren, die also die Welt oder Teile von dieser in sich irgendwie abbilden, genauer: repräsentieren. Um Handlungen von Menschen zu erklären, gibt es drei Ansätze, doch nur einer davon erschließt das daran Spezifische.

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Die Stuttgarter Randalierer und ihre geistigen Brandstifter: taz und Esken

(Jürgen Fritz, 24.06.2020) Die Gewalt, die wir in Stuttgart gesehen haben, sei das Ergebnis einer immer weiter sinkenden Hemmschwelle, sagte Thomas Berbner vom NDR am Montagabend in den tagesthemen der ARD. Wenn unsere Politiker mal wieder das Gewaltmonopol des Staates beschwörten, so erreichten sie damit wachsende Teile der Gesellschaft überhaupt nicht mehr. Der rechte Rand wie auch Linksextremisten kämpften, wenn auch aus unterschiedlichen Motiven, gegen den Staat und seine Ordnungsmacht. Polizeibeamte berichteten schon länger, bei jungen Einwanderern verbreite sich eine gefährliche Haltung: „Ihr habt mir gar nichts zu verbieten“, so Berbner, der noch mehr klare und ehrliche Worte fand, wie sie gerade für die ARD äußerst selten geworden sind.

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Polizeigewerkschaftler zu Stuttgart: Diese Exzesse wird es künftig in großen Metropolen geben, dann in Kleinstädten

(Jürgen Fritz, 24.06.2020) Die Stuttgarter Gewaltexzesse haben ganz Deutschland erschüttert. Immer mehr Menschen ahnen: Was hier am letzten Wochenende geschah, war gleichsam eine Menetekel für das, was uns die nächsten Jahre und Jahrzehnte bevorsteht, war womöglich sogar nur ein zarter Vorgeschmack dessen. Von seiten der Politik kommen wie immer nach schlimmen Ereignissen viele Lippenbekenntnisse und Bürgerberuhigungspillen, doch von seiten der Verfassungsschützer und Polizisten werden die Worte und Mahnungen langsam eindringlicher.

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Bildung bedeutet dreifache Unterwerfung: unter die Realität, die Logik und die Ethik

(Jürgen Fritz, 23.06.2020) Unsere Schulen haben einen in den Landesverfassungen verankerten Erziehungs- und Bildungsauftrag. Damit ist festgelegt, was am Ende der Schulzeit herauskommen soll: gebildete Menschen. Auch der öffentlich-rechtliche Rundfunk soll nicht nur ein Unterhaltungsprogramm anbieten, sondern hat darüber hinaus einen Bildungsauftrag. Deswegen dürfen Rundfunkgebühren erhoben werden. Zu diesen Bildungsaufgaben zählt neben der Wissens- und Kulturvermittlung das Verständnis für soziale, kulturelle und geschichtliche Zusammenhänge sowie religiöse und politische Bildung. Doch was bedeutet überhaupt Bildung? Wann kann ein Mensch als ein gebildeter solcher angesehen werden? Worauf kommt es an?

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Nur 7 Prozent der SPD-Mitglieder halten Saskia Esken geeignet als Kanzlerkandidatin

(Jürgen Fritz, 23.06.2020) Ein halbes Jahr lang hatte die SPD 2019 nach dem Rücktritt von Andrea Nahles gebraucht, um in einem quälenden Prozess zwei neue Parteivorsitzende zu finden: Saskia Esken und Norbert Walter-Borjans, beide bis dahin in der Bundespolitik weitgehend unbekannt. Ein halbes Jahr später steht die SPD mit ihrer neuen Führung vor einem Scherbenhaufen. Während die Union im Zuge der Coronakrise seit März von 26 auf 38 bis 39 Prozent nach oben schoss, verharrt die SPD bei um die 15 Prozent. Noch viel schlechter aber ist die Performance der Parteispitze. Noch nicht mal ihre eigenen Parteimitglieder, selbst die vom linken Flügel, trauen den beiden SPD-Vorsitzenden die Kanzlerkandidatur zu. Dafür haben sie einen anderen klaren Favoriten.

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Polizeipräsidenten: Solche Szenen hat es in Stuttgart noch nie gegeben

(Jürgen Fritz, 22.06.2020) Nach den schweren Ausschreitungen in der Nacht zuvor fand in Stuttgart am Sonntagnachmittag eine Pressekonferenz statt unter anderem mit dem Oberbürgermeister Fritz Kuhn (Grüne), dem Polizeipräsidenten Frank Lutz und dem Polizeivizepräsidenten Thomas Berger. Inbesondere die beiden Letzteren sagten in aller Deutlichkeit, dass hier eine neue Dimension der Gewalt gegen Polizisten sowie schwere Sachbeschädigungen und Plünderungen stattgefunden haben, die es so nie zuvor gegeben habe in Stuttgart und Baden-Württemberg. Und sie sagten auch einiges über die Personen, die festgenommen werden konnten.

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Verfassungsschutz: gezielte Tötungen politischer Gegner durch Linksextremisten nicht mehr undenkbar

(Jürgen Fritz, 21.06.2020) Nicht nur der Rechtsextremismus und der Islamismus bedrohen unsere freiheitliche, aufgeklärte Demokratie immer stärker, sondern auch der Linksextremismus. Wie die WELT AM SONNTAG heute berichtet, hat das Bundesamt für Verfassungsschutz eine 22-seitige Analyse verfasst, in der die Verfassungsschützer zu der Einschätzung gelangen, dass abgeschottete linke Kleingruppen eine steigende Gewaltbereitschaft an den Tag legen und selbst der Schritt hin zur gezielten Tötung politischer Gegner inzwischen nicht mehr undenkbar sei.

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Schwere Ausschreitungen in Stuttgart: Situation zeitweise völlig außer Kontrolle

(Jürgen Fritz, 21.06.2020) In der Nacht von Samstag auf Sonntag kam es in der Stuttgarter Innenstadt über Stunden hinweg zu schweren Ausschreitungen. Auslöser war wohl eine Kontrolle aufgrund eines Drogendelikts, woraufhin sich Umstehende mit dem Kontrollierten solidarisierten. Mehrere hundert Personen, dutzende gewalttätige Kleingruppen haben sich in der Folge zusammengerottet, Polizisten attackiert und stundenlang randaliert, Geschäfte demoliert und geplündert. Polizeibeamte aus ganz Baden-Württemberg mussten anrücken, um die Situation am frühen Morgen endlich unter Kontrolle zu bringen.

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Nach Überwindung der sakrifiziellen Gewalt ist es Zeit, auch die religiöse Gewalt hinter uns zu lassen

(Jürgen Fritz, 20.06.2020) In Teil eins der dreiteiligen Reihe Monotheismus und die Sprache der Gewalt ging es um die monotheistische Revolution, welche eine neue Unterscheidung in die Welt brachte, die zwischen Rechtgläubigen, die dem wahren Gott dienen, und den „Götzendienern“. In Teil zwei zeigte Jan Assmann wie dadurch zu den bestehenden vier Formen der Gewalt eine völlig neue fünfte in die Welt kam: die religiöse Gewalt, die erstmals Menschen gegen Menschen aufbrachte im Namen des gekränkten, eifersüchtigen Gottes. In Teil drei erläutert der Friedenspreisträger des Deutschen Buchhandels, dass die Idee des eifersüchtigen Gottes nicht im Raum des Religiösen, sondern des Politischen wurzelt: Gott tritt an die Stelle des Pharaos. Nach der sakrifiziellen sollten wir nun auch die religiöse Gewalt hinter uns lassen.

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Religiöse Gewalt im Namen des eifersüchtigen Gottes

(Jürgen Fritz, 20.06.2020) In Teil eins der dreiteiligen Reihe zum Thema Monotheismus und die Sprache der Gewalt ging es darum, wie mit der monotheistischen Revolution eine völlig neue Pseudospeziation in die Welt kam, welche die Menschheit trennte in Rechtgläubige und Ketzer, Heiden bzw. Ungläubige, eine Unterscheidung, welche fortan zum wichtigsten Generator von Fremdheit und Feindschaft wurde. In Teil zwei erläutert Prof. Jan Assmann, dass mit dem Monotheismus zu den vier bestehenden Formen der Gewalt eine völlig neue fünfte hinzu kam: die religiöse Gewalt, welche erstmals im Namen des eifersüchtigen Gottes Menschen gegen Menschen aufbrachte.

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Monotheismus und die Sprache der Gewalt

(Jürgen Fritz, 20.06.2020) Religiöse Gewalt, also eine solche, die sich auf metaphysische Spekulationen beruft, mit denen sie einen absoluten Wahrheitsanspruch verbindet, neben dem sie nichts anderes gelten lässt, gehört zu den großen Bedrohungen unserer Zivilisation. Doch woher kommt diese Gewalt? Ist sie so alt wie die Religion und das hieße wie die kultivierte Menschheit? Oder ist sie eine neuere Erscheinung, die erst mit dem Monotheismus aufkam? Der Ägyptologe, Religions- und Kulturwissenschaftler Prof. Dr. Dr. Jan Assmann, mehrfacher Honorarprofessor, zusammen mit seiner Frau Aleida Assmann Friedenspreisträger des Deutschen Buchhandels, ausgezeichnet mit dem Bundesverdienstkreuz Erster Klasse, geht der Frage nach.

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Philosophie versus Religion: Vom Mythos zum Logos

(Jürgen Fritz, 19.06.2020) Wenn man vom Anfang der Philosophie – und damit auch dem wissenschaftlichen Denken – spricht, stellt sich natürlich die Frage nach dem Vorher. Auch die Menschen vor dieser Zäsur, vor dieser Wendezeit des menschlichen Geistes hatten das Bedürfnis nach Sicherheit und einer Ausrichtung in der Welt. Was gab ihnen Halt und Orientierung? Es war dies der Mythos.

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Warum Armin Laschet auf jeden Fall die nächste Kanzlerin werden sollte

(Jürgen Fritz, 18.06.2020) Immer wieder wird der amtierende Ministerpräsident des bevölkerungsreichsten Bundeslandes von allen Seiten kritisiert: Er hätte mit aller Gewalt die Corona-Lockerungen durchsetzen wollen, vor allem auch um sich gegen seinen bayerischen Kollegen Markus Wer soll mich jetzt noch stoppen? Söder zu profilieren. Er könne sich nicht einmal eine Mund-Nasen-Maske richtig aufsetzen. Nur 3,8 Prozent der Unionsanhänger würden ihn für das Kanzleramt als geeignet ansehen. Junge kluge Frauen schreiben ihm freche Briefe und sogar die Kanzlerin und der CSU-Vorsitzende würden schon öffentlich über ihn witzeln und schmunzeln. Doch das alles stimmt nicht. Armin Laschet ist in jeder Hinsicht optimal geeignet als kommende Kanzlerin, wie diese Aufnahmen eindeutig beweisen.

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Über 450.000 Corona-Tote weltweit: Diese Länder sind am schwersten betroffen

(Jürgen Fritz, 18.06.2020) Bei Deutschlands größtem Schlachtbetrieb, dem Fleischverarbeiter Tönnies, wurden gerade mehr als 650 neue Corona-Infektionen registriert. Das Gesundheitsamt stellte 7.000 Personen unter Quarantäne. Der Schlachtbetrieb muss die Arbeit am Standort Rheda-Wiedenbrück vorerst einstellen und im Kreis Gütersloh werden ab heute alle Schulen und Kitas bis zum Start der Sommerferien geschlossen, nachdem sie gerade erst vor drei Tagen geöffnet wurden. Derzeit gibt es in Deutschland zwar nur etwa 7.650 aktive Corona-Fälle und offiziell (ohne Dunkelziffer) nur knapp 9.000 Covid-19-Tote, gleichwohl ist SARS-CoV-2 weiter virulent. Wie sieht es aber weltweit aus? Hier ein Überblick.

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