Wo die liberale, säkulare Gesellschaft eine resolute Grenzlinie ziehen muss

(Jürgen Fritz, 14.10.2019) Menschen können gegenüber der Weltanschauung anderer intolerant sein, einfach weil diese ihnen fremd ist, weil sie anders ist als die eigene (Intoleranz ersten Grades). Sie können eine Weltanschauung aber auch deswegen ablehnen, weil diese selbst intolerant und gefährlich ist (Intoleranz zweiten Grades). Wer den rationalen Diskurs verweigert und zu Gewalt gegen Andersdenkende aufruft oder Gewalt anwendet, nur weil jemand eine andere Weltanschauung hat, die er anderen aber gar nicht oktroyieren will, der darf von den Toleranten nicht geduldet werden. Denn ansonsten schaufelt sich die liberale Gesellschaft ihr eigenes Grab. Jeglicher Liberalismus muss also, so er überleben möchte, wehrhaft sein gegen seine Feinde.

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Wo ich politisch stehe

(Jürgen Fritz, 13.10.2019) Ich merke, dass einige in letzter Zeit Probleme haben, mich innerhalb ihrer eigenen Kategorisierung politisch einzuordnen. Teilweise werde ich wohl für einen Konservativen oder gar einen Rechten gehalten, weil ich die Neuen Linken seit Jahren so vehement und scharf kritisiere. Nun, das hängt eher damit zusammen, dass ich immer die am meisten kritisiere, die gerade den größten Schaden anrichten oder die in meinen Augen für Fehlentwicklungen verantwortlich sind. Ein Konservativer war ich mein ganzes Leben noch nie. Ich bin viel eher ein Progressiver (Fortschrittsgläubiger und -orientierter), ein Kind der Aufklärung, aber auf keinen Fall ein Sozialist oder Neuer Linker, sondern ein Liberaler, der die Errungenschaften der Aufklärung als etwas sieht, das unbedingt verteidigt werden muss.

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David Berger löscht nach zehn Jahren sein Facebookprofil

(David Berger, 11.10.2019) Vor genau zehn Jahren legte sich David Berger, der Betreiber von Philosophia perennis, einen Facebookaccount zu. Gestern hat er ihn endgültig gelöscht und diesen drastischen Schritt auch begründet. Ich persönlich bedaure das sehr. Aber lesen Sie selbst, warum er sich dazu entschied. Ich kann nur sagen: David, du wirst auf Facebook fehlen!

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Jörg Meuthen: Unser Nationalfeiertag steht für Freiheit!

(Dokumentation, 03.10.2019) Heute jährt sich zum 29. Mal der Tag der Deutschen Einheit. Unser Nationalfeiertag erinnert an die deutsche Wiedervereinigung, die mit dem Wirksamwerden des Beitritts der Deutschen Demokratischen Republik zur Bundesrepublik Deutschland am 3. Oktober 1990 vollendet wurde. Lesen, hören und sehen Sie dazu die Rede von Prof. Dr. Jörg Meuthen, einem der zwei Bundessprecher der AfD, der führenden Oppositionspartei im Deutschen Bundestag oder wie viele sagen: der einzig echten Oppositionspartei, der ein Plädoyer für die Freiheit, für den Liberalismus hielt.

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Ist es gut oder schlecht, Haltung zu zeigen?

(Jürgen Fritz, 15.07.2019) Haltung zeigen ist a priori sicherlich nichts Schlechtes, jedoch kommt es offensichtlich auf die jeweilige konkrete Ausformung derselben an. Viele Menschen haben die Haltung: „Zuerst sich möglichst in Übereinstimmung mit der jeweiligen Mehrheit festlegen, dann Fakten und Argumente zusammentragen, welche die eigene Haltung stützen, und alles ausblenden (ignorieren), was die eigene Position widerlegt oder schwächt, notfalls jeden, der so etwas vorträgt, mundtot machen, um nicht hören zu müssen, was der andere sagt, und auch kein anderer es hören oder lesen kann.“ Wie könnte dagegen eine redliche Haltung aussehen, die jenseits des Opportunismus und der Konformität angesiedelt ist?

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Zuerst Liberalismus, dann Demokratie

(Jürgen Fritz, 24.05.2019) „Wenn der Liberalismus daher die Demokratie fordert, so unter der Voraussetzung, daß sie mit Begrenzungen und Sicherungen ausgestattet wird, die dafür sorgen, daß der Liberalismus nicht von der Demokratie verschlungen wird“, formulierte 1933 der Ökonom und Sozialphilosoph Wilhelm Röpke, der den aufziehenden Nationalsozialismus heftig kritisierte und als einer der geistigen Väter der Sozialen Marktwirtschaft gilt. Nun bedeutet Liberalismus nicht, dass jeder machen kann, was er will, schon gar nicht, dass jeder in jedes fremde Territorium eindringen kann, wie er gerade möchte. Nein, Liberalismus bedeutet viel mehr, eine entschlossene Kampfansage an jeglichen freiheits- und menschenrechtsfeindlichen Totalitarismus. An jeglichen!

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Warum die freie Gesellschaft langfristig wohl scheitern wird

(Jürgen Fritz, 20.05.2019) Wenn meine Analyse stimmt, dass wir uns in einem gigantischen Weltanschauungs- und Kulturkrieg befinden zwischen 1. Liberalismus, 2. Sozialismus und 3. Ultra-Konservatismus in Form des Islam, so stellt sich die Frage, warum der Liberalismus so schwach ist, wo er doch ohne Zweifel den mit Abstand höchsten Lebensstandard und die am besten funktionierenden Gesellschaften erzeugt überall, wo er umgesetzt wird. Ich meine, die Schwäche des Liberalismus, warum er bei so wenig Menschen in ihrem Herzen verfängt, man schaue sich nur die Wahlergebnisse der FDP über 70 Jahre an, ist eine strukturelle. Denn er hat gegenüber den beiden anderen großen Weltanschauungssystemen, die sich bei uns in a) CDU/CSU sowie b) SPD und Linkspartei niederschlagen, einen entscheidenden, essenziellen Nachteil.

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Der große Krieg der Kulturen und Weltanschauungen

(Jürgen Fritz, 16.05.2019) „Stell dir vor, es ist Krieg, und keiner geht hin“ (Carl Sandburg) … dann kommt der Krieg zu dir. „Wer zu Hause bleibt, wenn der Kampf beginnt, und lässt andere kämpfen für seine Sache, der muss sich vorsehen: denn wer den Kampf nicht geteilt hat, der wird teilen die Niederlage. Nicht einmal den Kampf vermeidet, wer den Kampf vermeiden will: denn es wird kämpfen für die Sache des Feinds, wer für seine eigene Sache nicht gekämpft hat.“ (Bertolt Brecht) Dieser große Kultur- und Weltanschauungskrieg wird uns alle überdauern, sprich: „Nur die Toten haben das Ende des Krieges gesehen.“ (George Santayana)

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Wohnungsenteignungen als nächster Baustein der totalitären Ideologie: das Geschäftsmodell der Grünen

(Ramin Peymani, 09.04.2019) Wohnungsgesellschaften droht die Enteignung. Nach der gescheiterten „Mietpreisbremse“ treibt die Politik eine neue Sau durchs Dorf, besser gesagt: durch Deutschlands Städte. Und sie hat leichtes Spiel bei einer Bevölkerung, die nach jahrelanger Indoktrinierung den Sozialismus für die Lösung aller Probleme hält. Ramin Peymani mit einem Plädoyer für mehr Liberalismus und Kapitalismus.

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Das Grundproblem der liberalen Gesellschaft, die ihre Liberalität nicht absichert gegen ihre Feinde

(Jürgen Fritz, 19.01.2019) Wenn die liberale Zivilisation überleben, mithin ihre Variationsfreundlichkeit nicht einer fremden strikten Variationsfeindlichkeit kampflos preisgeben möchte, welche diese Offenheit und Freundlichkeit ausnutzt, dergestalt sie die liberale Gesellschaft mit ihrer Feindlichkeit infiltriert, um diese so gleichsam von innen zu zersetzen, so wird ein sich selbst erhalten-wollender Liberalismus nicht umhin kommen, das zu tun, was er ohnehin immer tun muss, wenn er sich selbst erhalten will: die Breite der geduldeten Varianz so begrenzen, dass sie das unterschiedlich Freundliche zulässt, nicht aber das ihm und überhaupt jeder Varianz Feindliche.

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Nationaler und internationaler Sozialismus: Legalisierung des Raubs

(Jürgen Fritz, 04.11.2018) Um zu verstehen, was in unserem Land und in einem Großteil der westlichen Welt abläuft, muss man sich folgendes bewusst machen: Über 60, wahrscheinlich eher über 80 Prozent der Deutschen – in Schweden und Frankreich dürfte es noch schlimmer sein – sind Sozialisten. Der Sozialist sieht den Sinn des Staates primär darin, andere Menschen auszurauben und diesen Raub gleichsam zu legalisieren, indem er gesetzlich verankert wird. Der Sozialist wählt mithin immer nur Parteien, die die Staatsgewalten dazu einsetzen, anderen mit Gewalt noch mehr wegzunehmen als bisher und davon nicht nur Polizei und Militär, Infrastruktur, Schulen, Hochschulen, Verwaltung etc. zu bezahlen, sondern vor allem all die anderen, die weniger haben, entweder ganz oder zum Teil zu alimentieren. Der Unterscheid zwischen nationalen und internationalen Sozialisten ist nun folgender.

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Eine liberale, offene Gesellschaft gibt es nur mit Zäunen, nicht ohne!

(Jürgen Fritz, 22.10.2018) Das Grundproblem unserer Gesellschaft dürfte darin bestehen, dass sie einerseits eine einmalige Höhe erreicht hat – daher wollen ja hunderte Millionen aus der halben Welt ausgerechnet zu uns kommen und nicht nach Saudi Arabien oder Tunesien -, zugleich aber die Mehrheit die eigenen Grundlagen, die diese einmalige Höhe überhaupt erst entstehen ließen, gar nicht mehr kennen und verstehen, sowohl in historischer als auch ökonomischer und philosophisch-ideengeschichtlicher Hinsicht. Dies gilt insbesondere für die Begriffe Liberalismus und offene Gesellschaft. Offene Gesellschaft, so meint der Ungebildete, der Barbar (Stammler), bedeute offene Grenzen. In Wahrheit kommt dieser Terminus von dem Philosophen Karl Popper und bezeichnet natürlich eine geistig offene Gesellschaft, die sich nach außen schützen muss. Ähnlich verhält es sich auch in ökonomischer Hinsicht, wie Prof. Sinn eindrucksvoll darlegt.

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2077: Ein Blick zurück aus der Zukunft

(Jürgen Fritz, 22.08.2018) Wir schreiben das Jahr 2077. In nur wenigen Jahrzehnten hat Europa sein Antlitz vollkommen verändert. Ganze Staaten zerfielen, sind vom Erdboden verschwunden, andere neu entstanden. In den Genfer Verträgen versucht man nun erstmals seit der zweiten großen Völkerwanderung, die gemeinsamen Geschicke Europas auf ein neues Fundament zu stellen, in der Hoffnung den Frieden so sichern zu können. Doch wie kam es überhaupt zu dieser ganzen Entwicklung, die in atemberaubender Geschwindigkeit den ganzen Kontinent so sehr veränderte? Ein Blick zurück aus der Zukunft.

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Diskriminierung des Schlechteren ist nichts Schlechtes, sondern etwas Gutes

(Naomi Seibt) Jede Entscheidung basiert auf einer Bevorzugung. Wer A vorzieht, hat eine geringere Wertschätzung für B und C. Doch die westliche Welt, ganz besonders die neuen Linken neigen zu einer undifferenzierten Hypersensibilität gegenüber jeder Wertschätzung des Eigenen, ja entwickeln regelrecht eine Paranoia vor der Ausgrenzung fremder Kulturen, was nicht nur irrational ist, wie Naomi Seibt aufzeigt, sondern auch schädlich.

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