Nachruf auf Robert Spaemann, den Philosophen der Katholiken

(Stefan Groß und Jürgen Fritz, 13.12.2018) Robert Spaemann ist im Alter von 91 Jahren in seinem Haus in Stuttgart verstorben. Der Philosoph war tief geprägt vom christlichen Glauben und zwar in seiner katholischen Ausprägung. Er war ein ganz und gar unzeitgemäßer Denker und genau das machte ihn so interessant. Ein Nachruf von Jürgen Fritz und Stefan Groß.

Read More…

Die Anfänge der Hochkultur: Wie alles begann

(Jürgen Fritz, 05.10.2018) Mit dem Entstehen der ersten Hochkulturen wird der Übergang vollzogen von der Ur- zur Weltgeschichte. Die ersten Hochkulturen entwickelten sich an Flüssen. Vor ca. 10.000 Jahren werden erstmals nomadisierende Sammler und Wildbeuter zu sesshaften Fischern, Viehzüchtern, Ackerbauern und schließlich seit rund 5.000 Jahren zu Hochkulturschaffenden. Wie alles anfing.

Read More…

Das archaische Hirn und der Ameisenmensch

(Jürgen Fritz, 01.10.2018) Das archaische Hirn will immer einen, in den es alles Böse hineinprojizieren kann, um so seiner habhaft zu werden, will eine Hexe und einen Scheiterhaufen, in der Hoffnung, dass, wenn die Hexe auf diesem verbrannt wurde, das Böse dann gleichsam aus der Welt verschwinden würde.

Read More…

Der große Krieg

(Jürgen Fritz, 30.09.2018) Der große Krieg hat längst begonnen. Und Deutschland, das Land der Dichter und Denker, ist das Schlüsselland. Weshalb ausgerechnet Deutschland? Weil hier der Geist der Menschheit sich verdichtet wie nirgends sonst. Und genau dem gilt die Attacke.

Read More…

Sind die Grünen wirklich anderen moralisch überlegen?

(Jürgen Fritz, 14.09.2018) Linke fühlen sich fast immer anderen moralisch überlegen. Doch inwieweit ist dies tatsächlich gerechtfertigt? Könnte es sogar sein, dass wir es hier in Wahrheit mit einer Form der moralischen Minderwertigkeit zu tun haben, dass Linke um einer in der Zukunft antizipierten in höchstem Maße fragwürdigen Vorstellung von Gerechtigkeit willen im Hier und Jetzt unzählige Ungerechtigkeiten begehen, so dass letztlich die Ungerechtigkeit selbst mehr und mehr zu ihrem inneren Wesen wird?

Read More…

Der Spiegel muss weg!

(Jürgen Fritz, 18.08.2018) Blickst du nicht auf, sondern in den Spiegel, siehst du nicht den Spiegel, sondern dich selbst. Was aber, wenn dir nicht gefällt, was du siehst? Und was, wenn der andere dir ein Spiegel ist?

Read More…

Wahrheit und Vernunft lassen sich nie dauerhaft unterdrücken

(Jürgen Fritz, 01.08.2018) Wir schreiben den 8. November des Jahres 1723. Ein berühmter Professor der Philosophie, der wahrscheinlich größte Geist der Zeit, macht sich in Halle auf den Weg in seine Vorlesung. Da kommt ein Eilbote der Universität und händigt ihm ein Schreiben aus. Der Mann liest es und wird kreidebleich. Zeugen werden später behaupten, er habe sich erbrochen. Der Schreck fährt ihm in sämtliche Glieder. Kein Gedanke mehr an die Vorlesung, kein Gedanke mehr an seine Studenten. Sofort dreht er um und läuft wieder nach Hause. Der Inhalt des Briefes: eine Ungeheuerlichkeit, eine Schicksalsfrage für Europa.

Read More…

Was ist der Mensch?

(Jürgen Fritz, 25.07.2018) Im Grunde sei dem Menschen nur der Zustand gemäß, worin und wofür er geboren worden, meinte Johann Wolfgang von Goethe (1749 – 1832). Doch worin und wofür ist der Mensch geboren?

Read More…

Aphorismen und Gedankensplitter

(Jürgen Fritz, 22.07.2018) Der Mensch ist dazu verurteilt, frei zu sein. Doch fürchtet er die Freiheit bisweilen und flüchtet vor ihr. Damit jedoch flieht er gleichsam vor sich selbst. – Hier weitere Aphorismen und Gedankensplitter von Jürgen Fritz.

Read More…

Wie der Mensch auf die Idee eines Lebens nach dem Tode kam

(Jürgen Fritz, 21.07.2018) Leben nach dem Tode, das sei wie süßes Salz, meinte die Aphoristikerin Waltraud Puzicha (1925 – 2013). Und der Dichter und Schriftsteller Erich Limpach (1899 – 1965) konstatierte: „Nichts hat das Leben so sehr entwertet wie der Gedanke an ein Weiterleben nach dem Tode“. Was steckt in Wahrheit hinter der Vorstellung, es gäbe ein Jenseits, in welches unsere Seele – die nicht als vergänglich, sondern als unsterblich vorgestellt wird, sondern als unsterblich – bei unserem Tode hinübergehen und dort weiter existieren würde?

Read More…

Was ist dein tiefster Glaubenssatz, der dein Weltbild im Innersten zusammenhält?

(Jürgen Fritz, 12.07.2018) Heute, lieber Leser, sind Sie mal dran mit schreiben und ich mit lesen. Ich möchte also zur Abwechslung die Rollen mit Ihnen tauschen. Zu diesem Zweck werde ich ausnahmsweise die Kommentarfunktion, die ich seit Inkrafttreten unserer famosen Datenschutz-Grundverordnung – ein Herzensanliegen unserer lieben Grünen – geschlossen habe, wieder öffnen, so dass Sie schreiben können. Ich bin gespannt auf Ihre Antworten.

Read More…

Deutsch-sein ist nicht essentiell, korreliert aber positiv mit essentiellen Eigenschaften

(Jürgen Fritz, 09.07.2018) „Frag nur vernünftig, und du hörst Vernünftiges“, sagte schon der griechische Tragödiendichter Euripides (480 – 407 v. Chr.). Dabei wusste bereits Francis Bacon (1561 – 1626), der englische Philosoph, Essayist und Staatsmann, der die Methodologie der Wissenschaften entwarf und als Wegbereiter des Empirismus gilt: „Klug fragen können, ist die halbe Weisheit“. Denn: „Die Frage ist ein Urteil, von dessen drei Stücken eines offen gelassen ist“ (Arthur Schopenhauer, 1788 – 1860, deutscher Philosoph). Fragen wir also, was es in Wahrheit auf sich hat mit dem Deutsch-sein und dem Multikulturalismuswahn.

Read More…

Gnothi seauton – Erkenne dich selbst!

(Jürgen Fritz, 06.07.2018) Gnothi seauton, Erkenne dich selbst!, ist eine vielzitierte Inschrift am Apollotempel von Delphi, als deren Urheber Chilon von Sparta, einer der Sieben Weisen der griechischen Antike, angesehen wird. Der erste Beleg für diesen Gedanken findet sich in einem Fragment des Philosophen Heraklit von Ephesos (um 520 – 460 v. Chr.): „Allen Menschen ist zuteil, sich selbst zu erkennen und verständig zu denken.“ Doch wie steht es zweieinhalb Jahrtausende später um die menschliche Selbsterkenntnis? Wie weit sind wir seither gekommen?

Read More…

Warum man sich nicht als Atheist (oder Agnostiker) bezeichnen sollte

(Jürgen Fritz, 02.07.2018) Der Götterzentriker neigt dazu, die ganze Menschengattung in Theisten, Agnostiker und Atheisten einzuteilen. Aus seiner Perspektive, die von außen zu betrachten er nicht selten völlig unfähig ist, mag das verständlich sein, sollte aber aus philosophischer Sicht nicht nachvollzogen werden. Wer die Herrschaft über die Worte und die Sprache ausübt, der übt sie auch über das Denken und die Mitmenschen aus. Oder wie schon Schopenhauer formulierte: „Was für eine schlaue Erschleichung und hinterlistige Insinuation in dem Wort Atheismus liegt! – als verstände der Theismus sich von selbst.“

Read More…