Meine persönliche Erfahrung beim Frauenmarsch in Berlin – die Bewegung geht weiter!

Ein Gastbeitrag von Marie-Thérèse Kaiser

Eine junge Hamburgerin machte sich am Samstag auf den Weg nach Berlin, um am Marsch der Frauen aufs Kanzleramt teilzunehmen. Lesen Sie hier, was sie erlebte und authentisch zu berichten weiß. Und wundern Sie sich bitte nicht, wenn Ihnen bei dieser Schilderung zwischendurch der Atem stockt, ging mir beim Lesen genauso.

Wo sollen denn die glatzköpfigen Männer mit Springerstiefeln sein?

Gemeinsam mit meiner Fahrgemeinschaft mache ich mich von Hamburg auf den Weg nach Berlin. Auf dem Weg zum Demonstrationsort U-Bahn Haltestelle Hallesches Tor bin ich wieder einmal begeistert von der Arbeit der Polizei. Die Berliner Polizeibeamten haben den Startpunkt gut abgesichert, so mein erster Eindruck. Ich muss mich durch eine große Ansammlung von Gegendemonstranten bewegen, um zum Startpunkt zu gelangen. Gegendemonstranten werden vom Frauenmarsch durch die Polizei ferngehalten. Die Gegendemonstration besteht aus Anhängern, wie auch Politikern der Parteien Die Grünen und Die Linke, aber auch aus Personen die man im allgemeinen der sogenannten Antifa zuordnet.

Nachdem ich am Startpunkt angekommen bin, fühlte ich mich sofort wohl. Ich erblicke keine glatzköpfigen großen Männer mit Springerstiefeln, vielmehr treffe ich auf Frauen und Männer aus unterschiedlichen sozialen Schichten und Altersgruppen. Ich unterhalte mich mit einem älteren Pärchen, das mir sofort bestätigt, dass sie sich auch zunächst durch die Ansammlung von Gegendemonstranten kämpfen mussten und dass sie nach ihrer Ankunft beim Anblick der Demonstrationsgemeinde ebenso erleichtert fühlen wie ich. Dann spreche ich mit zwei Damen, die mir aus ihrer Vergangenheit berichten und mir von ihren eigenen Erfahrungen mit der Stasi aus DDR-Zeiten erzählen. Insgesamt empfinde ich die Stimmung bereits zu diesem Zeitpunkt als äußerst emotional und bewegend. Ordner rufen dazu auf, dass alle Frauen sich vorne mittig und Männer sich bitte weiter hinten positionieren sollen. Insgesamt sind wir mehrere tausend Menschen.

Die Organisatorin und Veranstalterin Leyla Bilge beginnt jetzt mit einer kurzen Ansprache. Es folgen Reden des homosexuellen Theologen, Buchautors und Bloggers David Berger und des libanesisch-deutschen Fernsehjournalisten und Regisseurs Imad Karim. Auch die AfD-Politikerin mit iranischen Wurzeln, Laleh Hadjimohamadvali, befindet sich in meinem Blickfeld stehend im Publikum. In meinen Augen alles Menschen, denen ich allein aufgrund ihrer persönlichen Lebenserfahrungen zumindest schon mal mit offenen Ohren zuhöre, anstatt sie als „Rechte“ oder „Nazis“ zu beschimpfen. Alles andere empfände ich als respektlos, wenn nicht sogar als dumm.

Zu verlieren habe ich viel mehr, wenn ich nicht auf die Straße gehe

Nach diesen ersten Reden soll der Frauenmarsch beginnen. Es werden zwei große Banner von Leyla Bilge und ihrem Organisationsteam mitgebracht. Einer davon wird mir zusammen mit ein paar anderen Frauen in die Hand gedrückt. So kommt es, dass ich in der ersten Reihe bei dieser Demonstration stehe. Ab diesem Moment verliere ich daher die Leute aus meiner Fahrgemeinschaft aus den Augen.

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Jetzt fühle ich mich irgendwie auch verpflichtet, Gesicht zu zeigen – auch wenn ich durch meine Erfahrung mit der Antifa bei den „Merkel muss weg“-Demonstrationen in Hamburg etwas unsicher bin, ob das so vernünftig ist. Ich bin noch Studentin und kann somit die Ängste vieler Bürger gut nachvollziehen, die sich davor scheuen auf die Straße zu gehen. Weit verbreitet sind die Bedenken, man könne seinen Job verlieren, soziale und gesellschaftliche Ausgrenzung erfahren. Die Angst reicht sogar noch weiter, da man inzwischen sogar mit Sachschäden und auch Körperverletzung rechnen muss, wenn man für seine Meinung einsteht. Darauf antworten, kann ich allerdings nur Eines: „Jetzt erst Recht!“. Wir werden immer mehr und das ist gut so, denn dann muss sich der Einzelne immer weniger um solche reale Gefahren sorgen.

Auch die Medien können nicht länger Schweigen. Ich bin überzeugt davon, dass ich auch nach meinem Studium einen Job finden werde und dass ich unter Gleichgesinnten neue Freunde finden kann. Sachgegenstände lassen sich versichern und ein Recht auf Selbstverteidigung habe ich auch, sollte es tatsächlich so weit kommen. Zu verlieren habe ich hingegen viel mehr, wenn ich nicht auf die Straße gehe: Die Demokratie und Meinungsfreiheit in diesem Land, meine Rechte als deutsche Bürgerin und meine Rechte als Frau.

Wir kommen keine 500 Meter weit

So marschieren wir also langsam los. Unser Ziel: Das Kanzleramt. Zu meiner rechten Seite befindet sich Leyla Bilge, die ebenfalls sichtlich angespannt ist. Bereits nach ca. 500 Metern wurden wir aufgehalten. Es gäbe eine Blockade der „Gegendemonstranten“ und die Polizei müsse zunächst einen Überblick über die Situation gewinnen. Geduldig bleiben wir stehen und warten.

Wir werden jetzt lauter und rufen unter anderem „1,2,3 – Macht die Straße frei“, „Räumen“ und „Widerstand“ bis zur Heiserkeit. Bald gibt uns die Polizei die Information, dass „polizeiliche Maßnahmen“ eingeleitet wurden und dass wir uns nur etwas gedulden sollen, damit die Polizei ihre Arbeit machen kann und damit wir unseren Marsch fortsetzen können. Einige Reporter nutzten die Zeit, um mir Fragen zu stellen. Ich unterhalte mich unter anderem mit einem Reporter der Epoch Times und mit dem englischen Journalisten Tommy Robinson. Die emotionale Aufregung und die Anspannung spiegeln sich in meiner Stimme wieder. Ich merke, dass es mir schwer fällt,  grammatikalisch korrekte englische Sätze zu bilden. Mir fehlen Vokabeln, die ich sonst sicher beherrsche und auch bei den deutschen Interviews bebt meine Stimme.

Zwei Stunden später – wir stehen noch immer an Ort und Stelle. Die Polizeibeamten haben uns in der Zwischenzeit immer wieder vertröstet. Wir sollen doch bitte „diszipliniert bleiben“ und uns „noch etwas gedulden“. Der AfG-Abgeordnete Tommy Tabor und ein paar andere fürsorgliche Unterstützer bringen uns Kekse, Tee und Kaffee. Ich trinke also meinen Tee, während ich mit einer Hand das Banner festhalte.

Essen

Die Polizei macht uns den Weg nicht frei – unser Marsch muss beendet werden

Zwischendurch kommen mir immer wieder die Tränen. Die Situation bewegt mich sehr. Ich bin generell ein emotionaler Mensch und stehe mit vollem Stolz und ganzer Liebe für mein Vaterland. Eine Frau versucht mich zu trösten. Die scheinbare Aussichtslosigkeit der Situation und die Enttäuschung über die sogenannten „polizeilichen Maßnahmen“, sind ein Stich in mein demokratisches Herz. Hier wird rechtswidrig eine friedliche Demonstration blockiert, bei der es um unser aller Zukunft und Sicherheit geht!

Ich merkt, wie die Frauen um mich herum mit der Zeit ungeduldig werden. Auch andere Demonstranten treten jetzt vor unser Banner und bewegten sich immer weiter auf die Polizeibeamten zu, die sich vor uns aufgestellt haben. Es ertönten Rufe wie „Vormarsch“ und „Wir bleiben nicht stehen“. Ich bewege mich keinen Zentimeter. Ich hoffte darauf, dass die Polizei doch noch ihren Job erledigen und die Strecke vor uns räumen wird. Außerdem warte ich auf eine Ansage von Leyla Bilge. Die Situation scheint mir mehr und mehr außer Kontrolle zu geraten, denn auch einige der anwesenden Ordner sind sich nicht einig in ihren Aussagen.

Als wir alle völlig durchgefroren sind, gibt uns die Polizei dann die Information, dass ein weiterer Vormarsch nicht möglich sei. Die „polizeilichen Maßnahmen“ sind also gescheitert. Die Strecke wird nicht geräumt und das rechtswidrige Verhalten der „Gegendemonstranten“ (rechtswidrige Störer) nicht bestraft. Die Situation droht jetzt zu eskalieren. Deshalb erklärt Leyla Bilge die Veranstaltung für beendet, ermutigt uns aber, eigenständig zum Kanzleramt vorzudringen.

Warum tun Sie nichts? Es ist auch Ihr Land!

Die Stimmung ist nun äußerst angespannt. Ich selbst bin sehr enttäuscht, zumal ich das Gefühl nicht loswerde, dass wir wissentlich und ganz strategisch von der Polizei in Berlin angelogen wurden. Einige Leute sprechen die Polizeibeamten gezielt an. Eine Frau fragt einen Polizisten: „Warum tun Sie nichts? Es ist auch Ihr Land.“

Ich fühle mich ab diesem Zeitpunkt nur noch wie eine unsichtbare Beobachterin. Ich befinde mich in einer Art Schockstarre und weiß nicht mehr, was ich sagen soll. Niemals hätte ich es für möglich gehalten, dass es so weit kommt. Die Polizeibeamten in Berlin halten sich schön brav an die Vorgaben der Führung, die rechtswidrige Gegendemonstration nicht zu räumen.

Aber eine Stimme in mir sagt mir, dass ich es irgendwie heute noch zum Kanzleramt schaffen muss. Ich kann die Gegendemonstranten (Störer) nicht gewinnen lassen! Diese Menschen rufen Parolen wie „Deutschland verrecke“ und bezeichneten uns als „Faschisten“!

Jetzt bekomme ich zum ersten Mal richtig Angst

Mehrere Gruppen machen sich jetzt auf den Weg zum Kanzleramt. Ich selbst befinde mich in einer Gruppe von ca. 150 Leuten, in der ich auch eine Frau aus meiner Fahrgemeinschaft wiedertreffe. Wir laufen zuerst auf der Straße in Richtung U-Bahn Haltestelle Hallesches Tor zurück und werden dabei immer schneller. Polizisten überholen uns und versuchten uns den Weg zu versperren. Sie bildeten eine Kette um uns auf die Gehwege zu führen, doch wir sind zu viele. Gleichzeitig fliegen Gummibälle und Tomaten seitens der Gegendemonstranten auf uns, die uns bereits von mehreren Seiten auflauerten. Die Polizei schützt uns nicht.

Polizei (2)

Ich bin recht weit vorne an der Spitze unserer Gruppe und dränge mich an den Polizeibeamten vorbei. Hinter der Kette aus Beamten stehen große kräftige Männer, die mir etwas Angst machen. Ich habe nicht vor, mich mit irgendwem zu prügeln. Gewalt liegt mir völlig fern. Mal abgesehen davon, dass ich eh nichts hätte ausrichten können mit meinen 1,72 m und 50 Kilo gegen die Kerle.

Es ist das erste Mal an diesem Tag, dass ich wirklich Angst bekomme. Ich weiß nicht, wer diese Leute sind. Sind es selbst ernannten Antifaschisten? Einen kurzen Moment denke ich sogar darüber nach, mich wieder zurückzuziehen. Doch dann erkenne ich, dass diese bedrohlich wirkenden Männer alles andere als eine Bedrohung für mich darstellen. Sie sind dazu da, um mich und meine Gruppe zu beschützen. Es sind Männer mit Kutten, die offensichtlich aus der Biker-Szene kommen. Erleichterung macht sich bei mir breit und so laufe ich gemeinsam mit den anderen Frauen und Männern Seite an Seite weiter.

Plötzlich fliegt eine Plastikflasche auf uns

Gemeinsam rufen wir lautstark „Widerstand“ durch die ganze Straße. Unsere Stimmen vereint sind lauter als der Donner. Die Gemeinschaft treibt uns an.

Auf der linken Seite sehe ich ein paar Jugendliche mit Migrationshintergrund, die sich in den Schritt greifen und mich und meine Gruppe von der Seite anpöbeln. Ich versuche, das zu ignorieren, obwohl ich den Jungs, die etwa in meinem Alter sind, wenn nicht sogar etwas jünger, gerne meine Meinung mitgeteilt hätte! Plötzlich fliegt eine Plastikflasche aus der Richtung der pöbelnden Jungen. Hinter mir rennen Männer auf die Jungs zu, scheinbar bereit, sich mit ihnen zu prügeln.

An mir vorbei stürmen nun ca. 20 bis 30 Polizeibeamte. Ich bleib stehen, schlage die Hände ins Gesicht und beginne erneut zu weinen. Auch beim Schreiben dieses Textes kommen mir abermals die Tränen. Es fällt mir schwer, meine Gefühle in Worte zu fassen, aber die Situation die sich nun abspielt, ist fernab all dem, was ich für möglich gehalten hätte.

Wie es dann weiterging konnte ich später selbst nur in einem kurzen YouTube-Video sehen. Die Polizeibeamten haben die pöbelnden und mit Plastikflaschen werfenden Jugendlichen dazu aufgefordert, sich an die Hauswand zu stellen, um ihre Personalien aufzunehmen.

Wir wollen zum Kanzleramt!

Silke, die Frau aus meiner Fahrgemeinschaft, zieht mich jetzt weiter. Unsere Gruppe ist inzwischen etwas kleiner. An der Ampel vor der U-Bahn Haltestelle Hallesches Tor bleiben wir stehen. Die U-Bahn fährt nicht beziehungsweise hältt an dieser Station während der Demonstrationen nicht mehr an. Die können wir also nicht nehmen. Uns ist klar, dass wir zu allen Seiten auf „Gegendemonstranten“ treffen können. Wir müssen auf jeden Fall einen Umweg machen, um zum Kanzleramt zu gelangen. Getrieben von unserem Patriotismus laufen wir mitten auf der Straße weiter. Das Ziel stets vor Augen: Wir wollen zum Kanzleramt!

Sirenen ertönten laut. Mittlerweile ist es schon dunkel. Ich bin durchgefroren und eingeschüchtert. Das Geräusch der Sirenen brennt sich in meinen Kopf ein. Aus den vielen Polizeibussen steigen unzählige Beamte, die uns von der Straße treiben. Ein Beamter schreit einen Mann neben mir bestimmend an: „Packen sie sofort die Deutschlandflagge weg, Ihre Demonstration wurde beendet!“. Mir erschließt sich zwar der die Intention des Beamten, der es vermutlich vermeiden will, dass „Gegendemonstranten“ sich durch uns provoziert fühlen könnten, aber durch diese Ansage wächst nur der Protest unserer Gruppe.

Keiner innerhalb der Gruppe zeigt ein aggressives Verhalten gegenüber den Beamten, doch wir werden jetzt eingekesselt und dürfen uns nicht fortbewegen. Zu diesem Zeitpunkt besteht unsere Gruppe noch aus ca. 50 Personen. Mit mir und Silke befindet sich ein weiterer junger Mann in meinem Alter, aber auch ein älteres Ehepaar und eine Mutter mit ihrem Kind in diesem Kessel. Die Polizeibeamten geben uns keine Auskunft, ob oder wann wir weiter dürfen. Anschließend werden wir gescheucht und aufgesplittet. Es fühlt sich an wie die Tiere auf dem Weg zum Schlachter.

Drei Polizisten stürmen auf einen Mann und schlagen auf ihn ein

Die Ereignisse überfordern mich. Ich fühle mich fehlplatziert und ich verstehe nicht, warum die Polizisten sich auf uns fokussieren statt auf die „Gegendemonstranten“. Hinter den Polizeibeamten tauchen erneut Störer auf. Was diese rufen, nehme ich nicht mehr bewusst wahr. Aber ich erkenne, dass die „Gegendemonstranten“ sich frei bewegen können und die Straße überqueren dürfen.

Jetzt gehen in unserem Kessel drei Beamte auf einen Mann los und schlagen auf ihn ein. Ich sehe, wie der Mann Schläge in den Bauch und gegen den Kopf bekommt. Eine Frau versucht dazwischen zu gehen und beginnt verzweifelt zu schreien und zu weinen, doch das bringt nur weitere Beamte dazu, sich auch auf die Frau zu stürzen und sie weg zu drängen. Ein anderer Mann zieht die Frau am Arm weg und nimmt sie in den Arm. Sie sackt zusammen und setzt sich auf den kalten Boden.

Ich beginne zu hyperventilieren und drehe mich weg. Die Geschehnisse sind zu verstörend. Ich befinde mich wie in einem Tunnel, höre nichts außer den Sirenen um mich herum und sehe nichts außer den schrecklichen Bildern, die sich gerade direkt vor meinen Augen abgespielt haben.

Was aus dem Mann geworden ist, weiß ich nicht. Als ich mich wieder umdrehe, ist er weg. Die Beamten lassen uns nun in Dreiergruppen aus dem Kessel raus. Sie gaben uns klar zu verstehen, dass wir heute nicht mehr zum Kanzleramt, sondern nur noch Nachhause laufen dürfen.

Die Polizei eskortiert uns zur U-Bahn – ein Mann liegt regungslos am Boden

Silke und ich können den Kessel gemeinsam verlassen. Hinter den Beamten stehen einige andere aus unserer Gruppe und warten. Wir gehen gemeinsam langsam zurück, wieder in Richtung Ampel bei der U-Bahn Haltestelle Hallesches Tor. Wir bleiben stehen, als wir sehen, dass ein Mann auf dem Boden liegt, abgedeckt mit einer Isolierdecke. Der Mann hat die Augen geschlossen. Seine Brust ist freigelegt.

Ob es derselbe Mann ist, der zuvor von den Polizisten zusammengeschlagen wurde, ich weiß es nicht genau. Vor ihm kniet ein anderer Mann mit einem Stethoskop, vermutlich ein Arzt oder Rettungssanitäter und horcht ihn ab. Der Mann bewegt sich nicht. Um die beiden herum stehen Polizisten mit Blick in unsere Richtung. Und wieder gehen die Polizeibeamten in dieser Situation sehr aggressiv vor. Ein Mann, der versucht das Geschehen aus der Ferne fotografisch festzuhalten, wird sofort geschupst und angebrüllt, er solle gefälligst verschwinden. Auch Silke und ich werden angeschrien, wir sollen gefälligst weiterlaufen, was wir dann auch gleich tun.

Im weiteren Verlauf werden wir von einigen Polizisten zur U-Bahn Haltestelle eskortiert, wo die U-Bahn mittlerweile wieder Halt macht. Gemeinsam mit den Beamten sind wir zum Hauptbahnhof gefahren, von wo aus wir uns dann wieder frei bewegen dürfen, aber nochmal die Anweisung bekommen, uns auf den Weg nach Hause zu machen.

Am Ende schaffen wir es irgendwie doch noch, zum Kanzleramt durchzukommen

Silke und ich nehmen den Vorderausgang. Wir haben mit unserer Fahrgemeinschaft beim Tiergarten geparkt und müssen auf unserem Weg dorthin sowieso am Kanzleramt vorbei. Bei der ersten Brücke angekommen verweigern uns die Beamten den Durchgang und schicken uns zur nächsten Brücke. Bei der zweiten Brücke angekommen fragen uns die Beamten mehrfach, ob wir zur „Kundgebung“ wollen. Wir verneinten beide und behaupteten, dass wir nur zu unserem Auto wollen, woraufhin uns der Durchgang gewährt wird.

Und nun schaffen wir es am Ende nach all den Stunden, nach all dem Erlebten, nach all den Zurückweisungen, nach dem Kessel, nach den Pöbeleien und der Prügelei doch noch bis zum Kanzleramt. Dort treffen wir ein paar hundert andere Demonstranten wieder und finden zu unserer Fahrgemeinschaft zurück.

Aber auch am Kanzleramt tauchen erneut „Gegendemonstranten“ auf. Die Polizei hat jedoch so weit abgeriegelt, dass es zu keinen weiteren Ausschreitungen kommt. Endlich habe ich wieder ein Gefühl von Hoffnung und ich bin stolz, dass es trotz der massiven Beeinträchtigungen und Umstände noch so viele zum Ziel des Frauenmarsches geschafft haben.

Mein Fazit

Ich befürchte, obwohl ich es niemandem wünsche, dass man solch eine Situation tatsächlich hautnah erlebt haben muss, um beurteilen zu können, wie bedrohlich und erschreckend sie ist. Ich selbst sah mich nicht nur enormen emotionalem Stress ausgesetzt, sondern fühlte mich auch vor „Gegendemonstranten“ durch die Polizei nicht geschützt. Ganz im Gegenteil, zeitweise fühlte ich mich sogar durch die Polizei selbst bedroht!

Die Polizei Berlin hat in meinen Augen keinen guten Job gemacht. Bei mir hat sich der Eindruck manifestiert, dass von vornherein eine Zermürbungstaktik angewendet wurde. Die Polizei ist dabei sehr strategisch vorgegangen und hat uns immer wieder eingekesselt und in kleinere Grüppchen aufgeteilt. Es wurde keine ausreichende Sicherung der Demonstrationsstrecke vorgenommen. Seitenstraßen blieben beispielsweise offen, so dass es den Gegendemonstranten überhaupt erst möglich wurde, uns von allen Seiten zu belagern und eine Blockade zu errichten. Die Strecke wurde nicht geräumt, die Blockade wurde nicht aufgelöst. Die Beamten haben zwar in einigen wenigen Situationen eingegriffen und auch Personalien aufgenommen, wenn es zu Ausschreitungen kam, doch insgesamt kann man sagen, dass wir nicht richtig vor den „Gegendemonstranten“ geschützt wurden.

Wir dürfen nicht aufgeben!

Nun kann man argumentieren, dass der einzelne Beamte sich nicht so einfach einer Anweisung widersetzen kann. Das mag so sein, aber die Polizeiuniform allein reicht auch nicht aus, um sie von aller Schuld freizusprechen. Schließlich sind es auch die Polizisten, die unter dem System leiden. Es waren viele Beamte im Einsatz, jeder einzelne hatte die Chance etwas zu verändern und für Recht und Ordnung einzustehen – für unsere Demokratie und unsere Meinungsfreiheit einzustehen. Wenn viele einzelne Beamte sich gemeinsam gegen die Anweisungen von oberster Führungsebene gestellt hätten oder die Anweisungen zumindest einmal offen kritisiert hätten, wäre der Abend sicherlich anders verlaufen. Leider habe ich ausschließlich Polizeibeamte gesehen, die lemmingartig pariert haben und zugesehen haben, wie Unrecht geschieht.

Abschließend möchte ich noch sagen: Wir dürfen nicht aufgeben. Demonstrationen wie der Frauenmarsch in Berlin diesen Samstag sind essentiell. Und so, wie wir stärker werden, so werden sich auch mehr Leute trauen, ihre Meinung zu äußern und sich uns anzuschließen. Es werden viele Menschen dazukommen, die neuen Mut schöpfen. Die Stimmung in Deutschland kippt und es trauen sich immer mehr Leute auf die Straße zu gehen. Zusammen sind wir stark und können viel bewegen, deshalb müssen wir uns vernetzen und diese Bewegung fortführen!

Nachbemerkung von Jürgen Fritz

Ich gehe davon aus, dass hier unzählige Straftaten gegen das Versammlungsgesetz verübt worden sind und eine angemeldete Demonstration gezielt sabotiert wurde. Mein Anwalt Dr. Christian Stahl hat bereits Strafanzeige gegen den Grünen-Politiker Hans-Christian Ströbele erstattet, der dazu aufrief, den Marsch der Frauen „zu verhindern“, mithin Mitbürger an der Wahrung ihres Grundrechtes zu hindern.

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Bilder: (c) Marie-Thérèse Kaiser

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68 Antworten auf „Meine persönliche Erfahrung beim Frauenmarsch in Berlin – die Bewegung geht weiter!

  1. udo ohneiser

    Gibt es zu den unglaublichen Vorkommnissen noch keine „You-Tube“ Videos, oder irgendwas auf Facebook? Ich glaube was Marie-Thérèse Kaiser geschrieben hat, aber es ist für mich unglaublich und verstörend. Ich erinnere an die Kölner Silvesternacht 2015 auf 16, da kam das ganze Ausmaß auch erst nach 3 oder 4 Tagen ans Licht durch die sozialen Netzwerke und es gab erst dann eine öffentliche Diskussion. Das ist Anarchie und ich frage mich, wo soll das alles hinführen. Und was sagen die Staatrechter und Verfassungsrechtler dazu?, kann nicht der Polizeipräsident wegen Strafvereitelung im Amt belangt werden?

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      1. trumpelman

        Nein, gibt es NICHT, niente, nada, nix.
              Nur diverses Gemüse, mixed pickles von hier und da…

        Ich selbst habe hier 5 Stunden lang LIVESTREAMS mitgeschnitten
        und hatte Mühe, jeweils Brauchbares zu finden.

        Die Veranstalter – gilt jetzt generell und überwiegend – vernachlässigen
        völlig, für zuverlässige Livestreams aus mindestens zwei Quellen und
        Perspektiven zu sorgen.
                              EINE ENORME und unverzeihliche NACHLÄSSIGKEIT!
        Die träumen, dass sich das alles von selbst ergibt.

        Ich mach‘ mal ein kleines Video, wie sich Quellen ergeben und abstrampeln.
        Stelle es später hier rein… – oder nee, ich schneide es mal eben zurecht…
             (Rendert gerade, muss dann hochgeladen werden:)
        __________
        Im Moment gilt: „Der Server hat die Datei abgelehnt“ – Bin gerade in der „Hilfe“ von YouTube.
        —————–
        Es könnte auch am Browser liegen. – Empfohlen wir auch Chrome, aber den habe ich in aktueller Version!
        —————– Jetzt vom iMac aus:

        Ich habe auch was, wo man den Frauen am Kanzleramt den Strom gekappt hat…

        – mlskbh –

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      2. SVEN GLAUBE

        Alle Frauen und Mädchen Welche Wiedersprechen tuen dass Sie Nicht unter die Burka gehen werden Sie Sind Laut Claudia ROTH und Angela MerkeL Böse Rechte NeoNazi-Monster, Welche von MerkeL zum Abschuss Freigegeben wurden !

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      3. SVEN GLAUBE

        Dass ist Angela MerkeL’s und Claudia Roth’s Links-Rot-Rot-Grünes Verständnis von Modernen Frauen-Rechten der Zukunft und Zukünftigen Gleichberechtung der Deutschen Frauen der Zukünftigen Gesellschaft der von Deutschland, Europa und in der ganzen Welt !

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      4. SVEN GLAUBE

        Seehofer, Sörder, MerkeL, Cem Erdogan, Roth, Kahane, Schulz, Steinmeier, EU und DGB sind Grössten Finanzierer, Fröderner und Aktive Befehlsgeber und Steuerer Der Links-Kriminellen ANTIFA-Islamisten-Stormtruppen die Menschen ERMORDEN in Politischen Morden und die Friedliche Frauen-Demonstrationen Gewaltsam weg PRÜGELN von Strassen der Städte und Dörfer !

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      5. SVEN GLAUBE

        ES gibt doch einige Wenige VIDEO-FILM-Berichte vom Guten Frauenmarsch und von den Kriminellen KriegsVerbrecherischen Vorgängen Welche Dass MERKEL-MAAS-ROTH-KAHANE-REGIME und Deren LINKE-Islamistische-ANTIFA-Verbrecher GEGEN die Friedlichen FRAUEN Gemacht haben ! ES soll sogar einen von der LINKEN-ANTIFA Getöten Mann gegeben der gar Kein Teilnehmer war weder an der Frauen-Demo und Aber auch NICHT Getöten Mann gegeben der gar Kein Teilnehmer war am der kriminellen LINKE-ANTIFA-Block

        COMPACT-TV-Report Frauenmarsch: Merkels ANTIFA und Polizisten prügelte brutal auf Frauen und Demonstranten ein – 73 Anzeigen: https://www.youtube.com/watch?v=sl6NGrlQpsY

        udo ohneiser ES GIBT DOCH EINIGE WENIGE VIDEOS VON DIESER GUTEN FRAUEN !

        COMPACT-TV-Report Frauenmarsch: Merkels ANTIFA und Polizisten prügelte brutal auf Frauen und Demonstranten ein – 73 Anzeigen

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      6. SVEN GLAUBE

        ES gibt doch einige Wenige VIDEO-FILM-Berichte vom Guten Frauenmarsch und von den Kriminellen KriegsVerbrecherischen Vorgängen Welche Dass MERKEL-MAAS-ROTH-KAHANE-REGIME und Deren LINKE-Islamistische-ANTIFA-Verbrecher GEGEN die Friedlichen FRAUEN Gemacht haben ! ES soll sogar einen von der LINKEN-ANTIFA Getöten Mann gegeben der gar Kein Teilnehmer war weder an der Frauen-Demo und Aber auch NICHT gar Kein Teilnehmer war an der kriminellen LINKE-ANTIFA-Blockade der bis jetzt noch Vertuscht wird von LINKES-KRIMINELLEN-STAATSREGIME um Sich zu Über legen wie diese Blut-Tat der AfD Fälschlich Anhängen können !

        COMPACT-TV-Report Frauenmarsch: Merkels ANTIFA und Polizisten prügelte brutal auf Frauen und Demonstranten ein – 73 Anzeigen: https://www.youtube.com/watch?v=sl6NGrlQpsY

        udo ohneiser ES GIBT DOCH EINIGE WENIGE VIDEOS VON DIESER GUTEN FRAUEN !

        COMPACT-TV-Report Frauenmarsch: Merkels ANTIFA und Polizisten prügelte brutal auf Frauen und Demonstranten ein – 73 Anzeigen

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    1. Carsten (@carsten2018)

      Der Staat hat seine Kontrolle schon längst verloren, weil es nur nicht eingestehen. Das ist das Problem. Ich denke, den meisten Polizisten geht es genauso wie uns. Viele haben gewiss Angst zu Ihrer Meinung zu stehen. Aber das wird kommen, auch diese Polizisten werden zeitnah anders agieren. Da bin ich mi sicher. Polizisten haben einen Eid geschworen, das normale Volk zu beschützen und Straftäter der Justiz zu übergeben. Daran werden die sich halten. da bin ich mir ganz sicher. Zudem denke ich aber auch, dass der Einsatz in Berlin ausser Kontrolle geraten ist und die Polizei Berlin nicht mehr wirklich wusste, was sie tun soll. Man darf aber auch nicht vergessen, dass bei der Polizei natürlich inzwischen auch viele Mirganten sind, die vielleicht noch etw brauchen, um zu merken, dass die Menschen nichts gegen Ausländer haben, sondern einfach nur gegen diese wahnsinnige Politik.

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      1. Uwe Splitt

        Migranten aus muslimischen Ländern sind bei der Polizei sind m.E. Verbrechen am Deutschen Volk !!! ströbele und andere Grüne sind in meinen Augen Nazis der schlimmsten Sirteml

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  2. Helmut Schmidt

    Soviel dazu, die Polizisten in Berlin wählen alle Afd. Was für eine korrupte Bande. Man sollte sie alle privat zur Rede stellen und ihnen klar machen, was für jämmerliche Gestalten sie sind. Nicht nur die Schläger der Antifa oder senile weltfremde Trottel wie Ströbele. Alle, die das unterstützen gehören angesprochen. Was für ein Drecksland ist Deutschland geworden?

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    1. Surgeon100

      Die Polizei hat sich klar insgesamt strafbar gemacht !
      Wegen des Nichtdurchsetzen des Demorechts gegen Straftäter !
      Straftaten also gewähren lassen !
      Für mich sind Polizisten genauso korrupt wie genügend Richter und Staatsanwälte.
      Und ich kenne das aus dem Bereich Menschenleben.

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    2. Carsten (@carsten2018)

      Wie ich bereits oben geschrieben habe, hat es nichts damit zu tun, wen sie wählen. Die meisten wählen in der Tattre AFD.

      Viele haben aber Angst zu Ihrer Meinung zu stehen. Aber das wird kommen, auch diese Polizisten werden zeitnah anders agieren. Da bin ich mir sicher. Polizisten haben einen Eid geschworen, das normale Volk zu beschützen und Straftäter der Justiz zu übergeben. Daran werden die sich halten.

      Geben wir Ihnen etwas Zeit. Das es funktioniert, hat man heute in Hamburg gesehen.

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  4. oldman_2

    Liebe Frau Kaiser, vielen Dank für Ihre Schilderung , die zusammen mit anderen einen bedrückenden Eindruck von der Lage gibt. In den Standardmedien für den Normalverbraucher wird über den tatsächlichen Verlauf mit Sicherheit nicht oder wenn, dann mit gröbsten Verfälschungen „berichtet“, beginnend mit falschen Angaben über Initiatoren und und und. Nochmals : Danke !

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  6. bibinka

    Es ist ein Schande was hier abgeht!
    Am Freitag waren Michael Stürzenberger und Lutz Bachmann in Schwerin.
    Allein dorthin zu fahren, hat meinen Angstpegel nach oben getrieben. Schließlich sind zerstochene Autoreifen, kaputte Fenster, oder ausgebrannte Autogerippe keine Hirngespinste!
    Da wir sehr zeitig da waren, bekamen wir einen Parkplatz, quasi neben dem Polizeiwagen.
    Es war nicht viel Polizei, aber allein, dass es nötig war, bzw ist, ist eine Schande für Deutschland. Und falls ein AfD MdB das hier liest, bitte mal im BT sagen:Was bilden sich die anderen Parteien eigentlich ein, dass sie meinen uns unsere Gedanken und Gefühle vorschreiben zu können. Was bildet ihr euch ein, zu bestimmen, was wir zu denken haben?
    Dieses Verhalten ist so widerlich und asozial!
    Ja wir müssen weiter machen! Und die Ausführungen von Michael Stürzenberger machen einem Mut!
    Und die vielen Menschen auch!
    Redet mit den Menschen in eurer Umgebung, ihr werdet erstaunt sein, wieviele es ähnlich sehen!
    So und jetzt auf nach Hamburg!
    Gott segne uns!

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  7. Letztes Aufgebot

    Liebe Marie-Thérèse,

    willkommen im Totalitarismus.
    Die Exekutive ist direkt dem Regime unterstellt und verhält sich selbstverständlich konform.
    Im 3. Reich hat sich auch kein deutscher Polizist vor einen jüdischen Mitbürger gestellt, um ihn zu schützen.
    Die BRD ist schon länger kein Rechtsstaat mehr, der Michel hat es nur noch nicht gemerkt.
    Die wahren Faschisten sitzen im Kanzleramt und die SA(ntifa) beherrscht die Straße!
    Nichts desto trotz:
    Vor deinem Mut, ziehe ich den Hut.

    Liebe Grüße

    LA

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    1. Alfred Paul (@ChiefAlfred)

      Wer nicht einmal den Mut hat – einen Kommentar mit seinem Namen zu versehen, ist fast ebenso ein armer Wicht, wie die die Frauen angreifen. Mich würde interessieren, was die Mütter von diesen Arschlöchern … zu ihnen wohl sagen würden – wüssten sie von deren perversem Vergehen gegen Frauen !!! Aber ein Marsch hilft absolut NICHT.
      Härte Strafen gegen die Täter wäre angebrachter … Dazu muß man aber das System der Gerichtsbarkeit ändern … Was nützt es – wenn Polizei und Staatsanwälte sich den Arsch aufreissen, und Richter die Drecksbrut anschließend laufen lassen !!!

      Alfred Paul – Essen / NRW

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      1. Fakten

        Ich wohne auf dem Land. Die Probleme sind hier noch nicht so schlimm, aber durchsaus auch sichtbar. Heute abend lief beim gemeinsamen Abendbrot die Lokalzeit im Fernsehen, mit einem Rückblick auf den Radikalenerlass. Der Moderator (eher Propagandapapagei) behauptete: „Zum Glück gibt es das heute nicht mehr“. Ich habe sofort „Bullshit!“ gesagt und daran erinnert, dass zig Leute in den letzten Jahren ihre Arbeit wegen politischer Äußerungen verloren haben. Meine Mutter wollte davon nichts wissen. Sie erinnert sich nicht an den Porsche-Azubi, an DB-Mitarbeiter, an Mitarbeiter im öffentlichen Dienst z.B. in Meck.-Pomm., nicht an die freie Journalisten die dummerweise im Interview die Wahrheit über die politische Arbeitsweise beim WDR gesagt hat, nicht an einen einzigen der vielen „Einzelfälle“. Sie sagte, da hätte es bestimmt auch andere Gründe gegeben.
        Der öffentliche Druck ist enorm, durch simple Propaganda und durch gezielte Zersetzung, und ich finde, dass man deswegen anonyme Kommentare zulassen muss. Und ich sehe es genauso wie Sie und „Letztes Aufgebot“: Wir sind bereits in einem totalitären System angekommen, die Polizei/der Staat arbeiten mit der (S)A ntifa zusammen, doch dies nicht erst seit gestern. Schon bei den frühen Pegida-Märschen, Hogesa oder in Leipzig war dies auffäliig. Teilweise wurde die Wahrheit selbst in den Berichten in der Tagesschau deutlich, wenn das Bild dem gesprochenen (systempropaganda-) Wort doch zu deutlich widersprach. Die Aktionen der Antifa pro Merkel bei „Merkel-muss-weg“ Demos wie in Berlin und Hamburg zeigt, dass diese neuen alten Schlägertruppen keinen Prinzipien folgen, sondern bezahlte Berufsdemonstranten sind (siehe Finanzierung durch Bundesministerien, Gewerkschaften, Parteien wie SPD, etc.)
        Wenn das Recht nicht mehr gilt und die Konsequenzen für das Aussprechen der Wahrheit Körperverletzung oder Tod aber zumindest die wirtschaftliche und soziale Vernichtung sind, sind die sinnvollen Alternativen nur Anonymität oder Stille. Deshalb ist meine Anerkennung und Respekt für Frau Kaiser nur umso größer.

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  8. Nadja Stafl

    Hallo, mein Name ist Nadja Stafl, ich habe die Demo moderiert. Auf dem Demo-Bild bin ich die grosse Frau mit den grauen Haaren neben der Autorin des Beitrags. Bitte stellen sie einen Kontakt mi mir und der jingen Frau her. Ggf. Möchte sie solche Aussagen auch zu einem polozeilichen Protokoll geben. Danke!

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  10. Detlef

    Ich war am Samstag mit einer Kollegin zur Demo. Wir sind aber nicht durchgekommen. Es gab keine Möglichkeit vorzudringen. Wir haben versucht, über verschiedene Seitenstrassen uns einzureihen. Keine Möglichkeit. Wir landeten am Ende genau dort, wo wir nicht hinwollten, bei der Blockade. Viele sehr junge Menschen, sehr aggressiv. Schilder wie „vergewaltigt wird auch woanders“ … Ich kann den Bericht nur bestätigen. Die Polizei wirkte bei uns sehr passiv. Nach den Aufrufen „die Blockade zu beenden“ dachte ich, dass es Zeit wird zu gehen. Aber keine Reaktionen vonseiten der Polizei, nun zur Tat zu schreiten. Als Berliner mit viel Demoerfahrung hatte ich eigentlich etwas ganz anderes erwartet. Selbst in den Seitenstrassen keine Verstärkungen, nur leere Wannen. Normalerweise geht es dann ja zur Sache. Ich denke, einige Menschen sind ebenfalls steckengeblieben …

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    1. Surgeon100

      Genau so war es !
      Man hat bewusst die Straftat der Demobehinderung zugelassen !
      Es wäre ein Leichtes gewesen, die gesamte Strecke zu sichern
      und Zusammenrottungen der gesellschaftlichen Zersetzer namens Antifa zu verhindern !

      Das ist insofern mehr als brisant, dass es keine allgemeine Demo war,
      sondern eine Demo von Frauen gegen Straftaten an Frauen !

      Und die Polizei hat nichts Besseres zu tun,
      als eine Demo für ! den Rechtsstaat strafbar behindern zu lassen von denen, die gegen ! den Rechtsstaat sind !

      Die Polizei hat sich also selbst GEGEN den Rechtsstaat gestellt und das in DOPPELTER Form !

      Das ist so brisant, das Kandt angezeigt, angeklagt und umgehend entlassen werden müßte !

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  11. Heidi Preiss

    Kaum zu fassen. Da wird man von links-grünen Nazifaschisten in die Knie gezwungen und die Polizei schaut zu und unternimmt nichts. Ist diese flatterhafte Demokratie noch zu retten? Es wird doch wohl nicht aus dem Freund und Helfer – dein Freund und Peiniger werden?

    Hier ist auch ein m.M. nach passendes Video

    Die AfD wird immer mehr unentbehrlich.

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  12. Armes Migrant in böööse Naziland

    Tja, liebe Frau Kaiser: Willkommen in der Wirklichkeit! Wenn ich solche Berichte lese … und dann natürlich immer wieder die von den Berichtenden geäußerte Erschütterung darüber, daß die Wirklichkeit so ganz anders aussieht als ihre Vorstellungen … dann erstaunt mich das schon ein wenig. Ich habe ja – als heute Älterer – als Kind (natürlich nur in den Nachrichten) die Berichte von den praktisch an jedem Wochenende stattfindenen Studentendemos erlebt, und da gab es praktisch immer, wenn irgendwo eine Demo stattfand (auf alle Fälle in den größeren Städten mit den größeren Studentenkonzentrationen) Wasserwerfereinsatz satt, Pflastersteinhagel und alles, was halt sonst noch so zu so einer ‚zünftigen Gaudi‘ dazugehört hat.

    Verglichen damit war dieser Bericht absolut harmlos. Für die ‚Erlebenden‘ (glücklicherweise anders als dieser Begriff auch schon Verwendung gefunden hat) ist es natürlich eine ganz andere Erfahrung. ABER: Lassen Sie sich versichert sein: Das Regime könnte ganz anders … wenn es denn wollte! Man muß einfach begreifen, daß jedes System, das im Prinzip schon sein Ende nahen fühlt, aber deshalb noch keineswegs bereit ist einfach so zu sterben, ähnlich reagiert wie Sie es hier erlebt haben. Nichtsdestotrotz: Das war noch gar nicht!! Es kommt Ihnen nur so vor, weil Sie eben, wenn ich Sie da richtig verstanden habe, praktisch das erste Mal auf einer ‚richtigen Demonstration‘ waren.

    Aber: The first cut is the deepest! Danach … wächst mit der Routine natürlich auch die Sicherheit. Und die Art der Einschätzung. Sie, liebe Frau Kaiser, werden auf ihrem nun begonnen Weg für ihre Rechte zu kämpfen noch viele ähnliche Situationen erleben müssen – so ist nun mal die Lage. Und Sie werden noch viele Dinge hören und verstehen müssen, die Ihnen, ihrem Text nach, derzeit noch nicht bewußt sind. Beispielsweise, daß das Land, das sie ‚Deutschland‘ nennen … weder ‚Deutschland‘ noch ‚ein Staat‘ ist. Aber das nur mal so am Rande. Sie sind jung. Sie sind mutig(er als Sie selbst wahrscheinlich glauben) … und Sie sind aktiv! Und seien Sie gewiss: Wenn Sie mutig und aktiv bleiben … wird die Zukunft Ihnen gehören … und nicht denen, die auf der Demo gegen Sie und ihre Mitstreiterinnen standen…

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  15. Öko-Theosoph

    Nach der neuesten Umfrage ist die AfD mit 16 % erstmals vor der SPD. Es könnte im Jahr 2021 eine Regierungskoalition aus CDU und AfD geben. So etwas ist in Österreich schon erreicht. Man muss aber auch kritisch sein. Es ist z. B. falsch, dass die FPÖ an der Wehrpflicht festhält. Wir brauchen eigentlich ein Dreier-Bündnis aus ÖDP, CDU und AfD. Zudem ist eine Reform des Christentums nötig. Wir brauchen Traumyoga (bitte googeln). Dies ist allerdings gefährlich, wenn man die nötige Reife nicht hat.

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    1. Armes Migrant in böööse Naziland

      Es ist z. B. falsch, dass die FPÖ an der Wehrpflicht festhält.

      Wieso ist das falsch? Die Fähigkeit sein Revier verteidigen zu können … ist die Grundlage einer eigenen – kollektiven – Existenz! Also sollten auch alle, die sich zu dem Inhalt bekennen, der in diesem Revier gelebt wird, dazu beitragen, daß dieses Revier verteidigt werden kann. Wo das Bewußtsein für den Wert eines eigenen – kollektiven – Lebens verloren geht (hierzulande ist es ja schon längst verloren gegangen), was sich unter anderem in solchen Auffassungen ausdrückt, daß ‚Wehrpflicht falsch sei‘, da ist über kurz oder lang eben auch das Revier verloren.

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  17. Bert

    Ich betrachte dies unter dem Gesetz des (gerechten) Ausgleichs.

    „Was du nicht willst, dass man dir tut, das füge…“

    Frauen wollen einerseits kein Freiwild sein, rufen den Staat an, weil sie geschützt werden wollen (WER soll das tun, und WARUM sollten diejenigen das tun, warum sollte man Frauen überhaupt schützen?) und gleichzeitig treiben sie das Freiwild Abtreibung institutionalisiert-massenhaft in den Tod.
    Dabei Akzeptieren sie keinerlei Aspekt rechtsstaatlicher Mitverantwortung.

    Was Frauen mit Abtreibung tun – schlägt Ihnen nun in verminderter Form an Gewalt entgegen:
    = So fühlt sich das an, wenn der Staat und der Schutz auf Leben verneint werden!

    „Was du nicht willst, dass man dir tut, das füge…“

    Im übrigen bin ich der Meinung, dass Abtreiungsmörderinnen sich vor Gericht vor lebenslänglicher Haft verteidigen können sollten, wobei „Notlagen“ (Ich war geil, und unverantwortlich, kein Geld und kein Bock, Männer sind eh Schweine, Bin Vergewaltigt worden=3%) entsprechend um ein paar Wochen haftverkürzend abgewogen werden sollten.

    Wenn dann wieder jedem freiwild-Abgetriebene Menschenleben der Schutzstatus zukommt, wie es sich für eine moralische Gesellschaft gehört, ja dann sollte man auch darüber diskutieren, ob man Frauen ebenfalls schützen sollte.

    Solange sich Frauen aber als Übermenschen aufführen wird ihnen die Gewalt im kosmischen Gesetz des Ausgleich entgegenschlagen.

    Und aus _Ideologischen Gründen_ wird man sie nicht schützen, sondern _institutionell_ den Grapschern und Mördern ausliefern.

    „Was du nicht willst, dass man dir tut, das füge…“

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  18. Leon

    Diese Angst, die Marie-Thérèse Kaiser beschreibt, die habe ich auch oft empfunden bei Demonstrationen. Ich habe bis heute nicht verstanden, was in den Köpfen der Antifa vorgeht. Da stehen dir Dutzende von denen gegenüber und brüllen dich an, z.B. mit der Parole „Wir kriegen Euch alle!“ und die Gesichter -soweit sie nicht vermummt sind- voller Haß, voll von dem Wunsch, zu töten. Ja, ich hatte den Eindruck, diese Typen wollen mich töten, und das, obwohl sie mich gar nicht kennen, sie wissen nichts von mir, sie kennen meine Lebensgeschichte nicht, sie wissen nicht, was ich früher dachte und warum ich heute anders denke, ich war für diese Leute ein Unbekannter, und trotzdem wünschten sie meinen Tod. Es ist schwer, diesen entsetzlichen Haß irgendwie zu verstehen. Früher habe ich immer geglaubt, daß man auch noch so verschiedener Meinung sein kann, aber man ist doch trotzdem ein Mensch, und man kann doch nach einer Debatte, in der man festgestellt hat, daß man in bestimmten Fragen anderer Meinung ist, trotzdem den anderen als Mensch respektieren und friedlich seiner Wege gehen. Wie ist es nur möglich, daß diese Leute jegliche Menschlichkeit verloren haben und zum Werkzeug des Bösen wurden? Was haben die Eltern getan, die Familie, die Freunde, die Nachbarn, die Kollegen, was geschah mit diesen Leuten, daß sie so wurden, wie sie sind? Oder findet sich in der Antifa ganz einfach nur der gewaltgeile Bodensatz der Gesellschaft zusammen, und deren Verhalten hat gar nichts mit der Sozialisation zu tun? Sind diese Leute von Natur aus so geil auf Gewalt, voller Haß und der Gier nach Blut? Egal, irgendwann ist man abgehärtet und legt sich ein dickes Fell zu. Immerhin habe ich den Vorteil, daß ich äußerlich nicht dem Bild des „Rechtspopulisten“ entspreche und auch oft wie einer vom Schwarzen Block rumlaufe. Trotzdem: In dem Moment, in dem man sich auf die Seite der Opposition stellt, wird man fotografiert und in die linke „Verbrecherkartei“ eingetragen. Wird man erkannt, muß man rennen, schnell rennen, so schnell man kann. Aber irgendwann werde ich nicht mehr rennen, sondern stehenbleiben und kämpfen. Und viele andere um mich herum werden das selbe tun. Dann wird die Herrschaft des Bösen enden.

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  19. Christian Schwochert

    Ein guter und wichtiger Bericht. Ich selbst war am Samstag auch beim Frauenmarsch dabei und habe darüber hier einen Bericht verfasst: https://preussischer-anzeiger.de/2018/02/19/kurzer-bericht-demo-gegen-radikalen-islamismus-17-02-2018-berlin-frauen-gegen-gewalt/
    Dieser deckt sich natürlich stellenweise mit dem von der guten Marie-Thérèse Kaiser, allerdings eben nur stellenweise, weil ich mich in einem anderen Teil der Demo befand und offenbar auch etwas später als sie zum Mehringdamm aufgebrochen bin. Das lag daran, dass ich noch mit ein paar freundlichen Frauen aus Schleswig-Holstein gesprochen habe.
    Gewalt von Seiten der Beamten oder von rot-grüner Seite blieb meiner Gruppe glücklicherweise erspart. Allerdings schienen die uns begleitenden Beamte uns teilweise eher wohlgesonnen zu sein. Es ist eine Sauerei und ein Verstoß gegen das Versammlungsrecht, dass die Beamten Frau Kaiser nur „in Dreiergruppen aus dem Kessel raus“ ließen. Und wenn sie schreibt: „Sie gaben uns klar zu verstehen, dass wir heute nicht mehr zum Kanzleramt, sondern nur noch Nachhause laufen dürfen.“, dann ist das wirklich ein unglaublich schändliches Verhalten der Polizisten; zumal diese unsere Rechte eigentlich schützen sollten!!!
    Zum Kanzleramt sind meine Gruppe und ich jedenfalls trotzdem gelaufen, aber uns hat diesbezüglich kein Polizist angesprochen.
    Frau Kaiser hat völlig recht: „Wir dürfen nicht aufgeben.“!!!!

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  21. Nagiri

    Ich habe in Hamburg ähnliche Erfahrungen gemacht. Die Poliez reagierte mit Misstrauen, wenn man durch wollte und wollte wissen, weshalb. Als ich dann sagte dass ich zur Demo möchte, wollte er wissen, welche. Als ich sagte, die Gegendemo (also gegen Merkel) wollte er wissen, worum es dabei ginge bevor er mich durchließ
    Keine Ahnung, aber ich habe bei der Polizei den Eindruck, dass die einfach nur staatliche Erfüllungsgehilfen-Drohnen sind und nicht zögern würden, Ihnen wegen hres Blogs oder mir wegen dieses Beitrags hier die Tür einzutreten und Handschellen anzulegen, einfach weil sie es gesagt bekommen.

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