Alexander Gauland: Antisemitismus darf nicht zum Kollateralschaden einer falschen Flüchtlingspolitik werden

Von Jürgen Fritz

Am 14. Mai werden es 70 Jahre, dass der Staat Israel gegründet wurde. Noch in der Gründungsnacht erklärten sechs arabische Staaten – Ägypten, Saudi-Arabien, Transjordanien, Libanon, Irak und Syrien – Israel den Krieg und griffen es sofort an. Ziel der arabischen Allianz, die das Existenzrecht Israels bestritt, war die Beseitigung des entstehenden jüdischen Staates. Viele weitere Kriege folgten. Heute leben in Israel ca. 8,4 Millionen Menschen, davon rund 75 Prozent Juden und über 20 Prozent Araber. In seiner bemerkenswerten Rede im Deutschen Bundestag betonte Alexander Gauland (AfD) die besondere Rolle Deutschlands gegenüber Israel, aus der eine besondere moralische Verantwortung erwachse.

Es war und ist moralisch richtig, das Existenzrecht Israels zum Teil unserer Staatsräson zu machen

Entstanden sei der Staat Israel, so macht Alexander Gauland gleich zu Beginn seiner Rede deutlich, aus einem einmaligen Zivilisationsbruch, der für immer mit dem deutschen Namen verbunden bleiben werde: der Shoa (der nationalsozialistische Völkermord an den Juden Europas).

Und gerade weil wir auf diese schreckliche Weise mit dem Existenzrecht Israels verbunden seien, war und sei es richtig, die Existenz Israels zu einem Teil unserer Staatsräson zu erklären. Das war und sei moralisch richtig, enthalte aber über das reine Bekenntnis eine weitergehende Verpflichtung: Im Ernstfall einer existenziellen Bedrohung Israels an dessen Seite zu kämpfen – und zu sterben.

Er sei sich nicht sicher, ob das Ausmaß dieser Verpflichtung überall in Deutschland erkannt und verstanden worden sei. Aber allein dadurch wäre es mehr als reines Lippenbekenntnis und rituelle Symbolik.

Israel ist das Land, in dem Menschen Zuflucht suchten, die im von Deutschland beherrschten Europa kein Lebensrecht hatten

Deutschland sei nach zwei Weltkriegen ein postheroisches, in gesicherten Grenzen lebendes Land. Israel aber müsse jeden Tag neu um seine Existenz und Anerkennung in einer feindlichen Umwelt ringen. Dieser Tatsache werde auch eine Zweistaatenlösung Rechnung tragen müssen.

Deshalb müsse Kritik an den Mitteln dieses Ringens immer unsere historische Verantwortung für den Staat Israel im Blick haben. Israel sei eben für uns kein Staat wie jeder andere, dessen Führung und Methoden wir nach Herzenslust kritisieren dürften. Es sei vielmehr ein Land, in dem die Menschen Zuflucht gefunden hätten, die in einem kurzzeitig von Deutschland beherrschten Europa kein Lebensrecht hatten.

Wer den Davidstern verbrennt und Kippaträger angreift, hat das Gastrecht bei uns verwirkt

Israel sei eben nicht nur deutsche Außenpolitik, es sei auch und hauptsächlich moralische Verantwortung. Und deshalb sei es unsere Pflicht, genau hinzuschauen, wenn Kritik an diesem Staat die historischen Reflexe der Judenfeindschaft bediene. Israel sei leider noch immer die einzige Demokratie im nahen Osten. Und trotz aller Benachteiligungen arabischstämmiger Israelis seien ein Viertel der Einwohner Israels Araber, während im Gazastreifen kein Jude ungeschützt überleben könnte.

Das heiße für uns aber auch, dass die Existenzsicherung Israels am Brandenburger Tor beginne. Wer den Davidstern verbrenne und Kippaträger angreife, habe das Gastrecht in diesem Lande missbraucht und dann eben auch verwirkt. Antisemitismus dürfe nicht zum Kollateralschaden einer falschen Flüchtlings- und Einwanderungspolitik werden.

Alexander Gaulands Rede in Bild und Ton

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Das Video der Rede findet sich auf bundestag.de.

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Titelbild: Videosreenshot

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30 Antworten auf „Alexander Gauland: Antisemitismus darf nicht zum Kollateralschaden einer falschen Flüchtlingspolitik werden

  1. trumpelman

    Entsetzlich bedrückend, wie selbst bei der eindeutigen Feststellung moralischer Verpflichtung der Deutschen gegenüber Israel die C-Parteien, die SPD, die LINKE und auch die Grünen nicht (durch verdienten Beifall) zustimmen.
           Das ist offenkundiges Mobbing gegenüber gewählten und gleichberechtigten Volksvertretern.

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    1. Clemens Bernhard Bartholdy

      „Mobbing“ wäre es, wenn diese „Volksvertreter“ einfach gemein aus Gedankenlosigkeit wären.

      Was Sie hier (und bei den vielen anderen, manchmal etwas ungehobelten, aber immer wenigstens im Kern richtigen und wichtigen Reden der Abgeordneten der AfD) bewundern können, ist etwas anderes. Das ist ideologische Disziplin, Engstirnigkeit, Kleingeistigkeit, Verblendung und Anmaßung in reinster Form.

      Und – bezogen auf den einzelnen Abgeordneten – es duftet noch etwas durch den linken Ideologiemief: Furcht.

      Selbst wenn der einzelne Blockflöten-Lemur klatschen wollte, er muss sich zusammenreißen, möchte er nicht Ziel des – dann tatsächlichen – Mobbings seiner Mitlemuren werden.
      (Das wunderbar passende Bild vom Lemuren stammt – soweit ich weiß – von Michael Klonovsky. An dieser Stelle auch einmal Dank an ihn.)

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      1. Heidrun Keck

        @ CBB

        Mobbing ist nicht, wie Sie fälschicherweise feststellen, dass jemand jemand anderen aus Gedankenlosigkeit anschwärzt.
        Im Gegenteil: Jemand wird bewusst und gemeinerweise denunziert, wobei es natürlich das „Mobbing“ bereits früher gab. Das war jedoch lediglich eine „Machtdemonstration“.
        Heutzutage wird regelrecht nach „Verfehlungen“ gesucht…und das ist wahrhaftig nicht akzeptabel. bzw-. hinzunehmen.

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      2. Clemens Bernhard Bartholdy

        Frau Keck, Sie haben natürlich völlig Recht.
        „Gedankenloses Mobbing“ im Sinne eines „Versehens“ – also quasi „unabsichtliches Mobbing“ – gibt es natürlich nicht. Ich wollte auf Gemeinheiten hinaus, die nur aus dem Antrieb, gemein zu sein, begangen werden. Ohne tieferen intellektuellen („gedanklichen“) Grund. Nur aus Abneigung – oder eben aus dem von Ihnen genanntem Machtgehabe.

        Das habe ich aber tatsächlich sehr missverständlich (eigentlich sogar: falsch) ausgedrückt.

        Vielen Dank für den Hinweis.

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  2. 300sel

    Es ist mehr als beschämend, dass der Fraktionsvorsitzende der größten Oppositionspartei nicht einmal für diese, alle Fraktionen angehende und ausgesprochen wenig parteipolitische Rede Applaus von Abgeordneten anderer Parteien erhält. Da stellt sich einem ernsthaft die Frage, wofür dieser aufgeblähte Kindergarten 709 Abgeordnete benötigt.

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    1. Bloggich

      Die Afd wird als eine Nazipartei verunglimpft, die hervorragenden Reden der Add werden regelmäßig gestört. Ich Frage mich schon lange, wie die Afd’ler das im Bundestag überhaupt schaffen sich zu motivieren, ausser der Gewissheit das sie das Richtige, im Sinne des Volkes, tun.

      Die Politiker der etablierten fürchten sofort WWählerstimmen zu verlieren. Interessant ist auch wie sehr die Afd Parlamentarier durch Fakten die anderen regelrecht “ verwirren“.
      Grundwissen scheint nur bei der Alternative zu sein.

      Hier sitzt echte Kompetenz meiner Meinung nach, die den anderen die Furcht eintreibt

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      1. Heidrun Keck

        Jou, Bloggich, seh ich genauso!
        Es ist unfassbar und sehr traurig, dass es keine Möglichkeit gibt (oder geben wird), dieses aktuell herrschende Dilemma wieder in „normale“ Bahnen zu führen.

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  3. Pingback: Alexander Gauland: Antisemitismus darf nicht zum Kollateralschaden einer falschen Flüchtlingspolitik werden – Leserbriefe

  4. Der Beurteiler

    „Antisemitismus dürfe nicht zum Kollateralschaden einer falschen Flüchtlings- und Einwanderungspolitik werden.“
    Das ist ein wichtiger Satz und wird die Etablierten besonders gestört haben! Die AfD ist für Merkels-Regime eben eine NAZI Partei und da klatscht man nicht, selbst wenn jedes Wort stimmt und somit auch die Aussage. Hier kann nur der Wähler zukünftig entscheiden, ob es so weitergeht oder endlich eine andere, vernünftige Politik unser Leben bestimmt.

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    1. Heidrun Keck

      Herr Gauland ist mir nicht sonderlich sympathisch. Aber ich erkenne an, dass er durchaus Missstände, Skandalöses und nicht Hinnehmbares logisch schlüssig aufzeigen und darlegen kann.
      Und an der Reaktion der „Anderen“ erkennt man ihre (völlig unangebrachte) Ignoranz gegenüber jeglicher anderer Meinung, Logik und auch der Loyalität des eigenen Volkes. Offenbar bedeutet „One World“ (wie heute von Macron beschworen), dass sich keine Bevölkerung eines Staates mehr seiner Kultur, seines „Platzes in der Welt“ sicher sein kann. (Schon gar nicht der einzelne Mensch, die einzelne Familie.) Sondern auch diejenigen, die jetzt zum Kampf für eben diese „gleiche“ Weltbevölkerung ge- oder vielleicht auch missbraucht werden, kapieren gar nicht, dass auch sie am Ende allesamt ein NICHTS sein werden.

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      1. bibinka

        Mir kommt er eher wie eine , nein, ähnlich wie meine Opagestalt vor. Vielkeicht liegt es daran , dass mein Chef ein Jäger war.
        Geht ’s Dir gut? Ist Deine Enkelin schon wieder zu Hause? Ich sprach neulich mit einer Frau aus Kasachstan, die mir bestätigte, dass es in Punkto Meinungsfreiheit besser geworden ist seit Putin!

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      2. ceterum_censeo

        Ds Benehmen der gesammelten Block-Kartell-Umvolkungsparteien ist schon unerträglich!
        ‚C’du wie fdp machen sich handgemein u.a. mit denLinks-PDSED-Kommunosten. Die sind ‚hoffähig‘ und willkommen.

        Diesen widerlichen Anti -Demokraten geht offensichtlich schon nicht mal mehr auf, wie tief sie damit moralisch sinken…

        Dabei gab es in A. Gaulands Rede wirklich vieles, was Beifall verdient hatte und sogar diese Patrteien hätten unterschreiben können.

        Aber, wenn’s nur gegen die AfD geht, muss man sich als Proleten offenbaren. ‚Kinderstube‘ sieht anders aus!
        Aber macht nur weiter so, Ihr Widerlinge!

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  5. Jodocus

    DAS MERKEL REGIME BESTEHEND AUS DEN ALTPARTEIEN MIT DEN VERBRECHERISCHEN STASI KOMMUNISTEN DEN ALT GRÜN KOMMUNISTEN IST AM ENDE SOBALS DIE WIRTSCHAFT ABKÜHLT WERDEN DIE KOSTEN FÜR DIE MILLIONEN ILLEGALER KRIMINELLER MUSLIME NICHT MEHR BEZAHLBAR SEIN ES SIND JETZT SCHON JÄHRLICH ÜBER 100 MILLIARDEN IM JAHR DER GRÖSSTE POSTEN IM BUNDESHAUSHALT EIN ABSOLUTER WAHNSINN DIE MOSLEMS WERDEN SICH ALLES HOLEN WENN DER STAAT NICHT MEHR DAFÜR SORGEN KANN

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    1. Bloggich

      Es wird nicht nur nicht mehr bezahlbar sein.
      Die „die noch nicht so lange hier leben“ werden sich nehmen bei denen „die schon länger hier leben“ da Gewalt für sie kein Problem darstellt haben wir Ihnen nichts entgegenzusetzen.

      Die Renten und Pensionen und Sozialaysteme werden sicher auch nicht mehr gezahlt.

      In meinen Augen wird D. ähnlich wie Schweden zum Schwellenland wenn nicht bald gegengesteuert wird.

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    2. Heidrun Keck

      @ Jodokus

      Diese Großschrift ist für mich unerträglich, weil keinerlei Rechtschreibung oder auch nur Kommatasetzung erkennbar ist! Das macht für meine Begriffe jegliche Aussagekräftigkeit zunichte…
      Sorry, aber überhaupt ist eine dermaßen übertriebene Schriftform völlig unnötig! 😦
      …und das meine ich generell. Sie, Jodokus, sind auch der Einzige, der in diesem Stil kommentiert.

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      1. Heidrun Keck

        @ Jodokus

        Diese Großschrift ist für mich unerträglich, weil keinerlei Rechtschreibung oder auch nur Kommatasetzung erkennbar ist! Das macht für meine Begriffe jegliche Aussagekräftigkeit zunichte…
        Sorry, aber überhaupt ist eine dermaßen übertriebene Schriftform völlig unnötig! 😦
        …und das meine ich generell. Sie, Jodokus, sind auch der Einzige, der in diesem Stil kommentiert.

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  6. bibinka

    Es ist für mich, die ich 5 Jahre zur See gefahren bin, mit ich weiß nicht wievielen Nationen zusammen gearbeitet habe, wessen Freundin eine Jüdin ist, die übrigens selbst sagt, dass die „Schuldfrage“ langsam geklärt ist, unerträglich das man sich gegenseitig bekämpft! Mir ist es egal, wer an was glaubt, solange er keinem anderen ein Leid zufügt.
    Ich kann nicht glauben, dass es wirklich Deutsche gibt, die einen Juden, um des Judenseins hasst!
    Wie dumm müssen diese Typen sein!
    Und genauso diese dämliche Moslems. Alle plappern nur nach, ohne mal ihr Gehirn in Gang zu setzen.
    Ist wirklich keiner oder kaum ein Moslem in der Lage sein Gehirn zu nutzen?
    Sind sie wirklich soooo dämlich?
    Auch unter den Juden gibt es Idioten! Das hat aber nichts mit dem Juden an sich zu tun.
    Egal aus welcher Ecke, extrem ist immer schlecht.
    Ich will in einer friedlichen, toleranten Welt leben, und jeder, der diesen Frieden stört, hat nichts in dem Leben der Menschen zu suchen, die genau danach streben.

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    1. trumpelman

      Nur VERSALIEN:
                          ==============================
                          Das ist proletenhaftes Herumgeschreie…
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    2. Letztes Aufgebot

      Liebe bibinka,

      das Hauptproblem bei vielen Muslimen ist die kranke Sozialisierung in Verbindung mit mangelden Intellekt.
      Deshalb sind die Bereiche Wissenschaft, Forschung, Kunst und Philosophie in derart geprägten Ländern praktisch nicht existent.

      Gruß

      LA

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  9. Letztes Aufgebot

    Der Antisemitismus wird vom Merkel-Regime nicht nur toleriert, sondern aktiv gefördert.
    Die Solidaritätsbekundungen mit den Juden seitens des Regimes und der Blockparteien ist m. A. n. ein durchschaubares Schmierentheater.
    Ausnahmslos alle Etablierten stehen für die Islamisierung der BRD und somit für eine Verfolgung bzw. Verdrängung des jüdischen Lebens.

    Das Judentum gehört zu Deutschland!

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  10. El Cucaracho

    Eine, wie ich meine, der weder AfD-Mitglied NOCH AfD-Wähler ist, sehr gute Rede Gaulands.
    Da Gauland aber nun mal in der falschen Partei ist, ist es nach den derzeit geltenden Gepflogenheiten der konsenssaucigen Flüchtlingsblockpartei unmöglich, das anzuerkennen, geschweige denn mit Applaus zu versehen.

    Es ist schlichtweg unmöglich geworden in Deutschland, Anerkennenswertes anzuerkennen, wenn es von falscher Seite gesagt worden ist!

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  11. Pingback: Alexander Gauland (AfD): Antisemitisme mag geen nevenschade van een verkeerde vluchtelingenpolitiek worden | E.J. Bron

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