Nach Lindner fällt auch FDP-Vize Kubicki Seehofer in den Rücken

Von Jürgen Fritz, Sa. 30. Jun 2018

Söder nehme für seinen Wahlkampf „ein ganzes Land, einen ganzen Kontinent in Geiselhaft“ hatte FDP-Lindner bereits hinter einem Baum hervor getönt. Der bayerische Ministerpräsident führe sich auf „wie ein pubertierender Schulhofschläger“. Doch damit nicht genug. Nun traute sich auch FDP-Vize Wolfgang Kubicki aus der Deckung und fuhr ebenfalls ganz schwere Geschütze auf – natürlich immer nur gegen die, gegen die sich bereits eine Mehrheit gebildet hat. Aus den hinteren Reihen schießt die FDP, deren Grundsatz lautet: „Lieber gar nichts machen als etwas machen und dann wieder unter fünf Prozent fallen“, ja besonders gerne. Was Kubicki Seehofer nun vorwirft, wenn dieser sich weiter weigere, die Migranten vom Flüchtlingsschiff „Lifeline“ in Deutschland aufzunehmen, spottet allerdings jeder Beschreibung.

Lieber gar nicht kämpfen als kämpfen und jedes Mal verlieren

Zuerst war der FDP-Vorsitzende Christian Lindner der CSU in ihren Bemühungen in den Rücken gefallen, endlich wieder geordnete, rechtsstaatliche Verhältnisse in Deutschland herzustellen und die Flutung mit immer neuen kulturfremden Immigranten zumindest einmal einzudämmen – von einem völligen Stopp oder gar einer Reduzierung der Zahl derer, die bereits im Lande sind, ist ja nicht einmal die Rede. Dem bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder warf Lindner allen Ernstes vor, er nehme für seinen Wahlkampf „ein ganzes Land, einen ganzen Kontinent in Geiselhaft“.  Ja, ja, Sie haben richtig gelesen. Das hat der FDP-Guru, der andernorts von „verloren gegangener Ritterlichkeit“ im Deutschen Bundestag lamentiert, tatsächlich gesagt. Doch nicht nur das.

Söder führe sich auf, legte Lindner sogar noch nach, „wie ein pubertierender Schulhofschläger“. Die CSU breche in der Flüchtlingspolitik den Koalitionsvertrag mit der SPD und mache mit ihren Ultimaten „die Kanzlerin und unser Land in Europa erpressbar“. Im Oktober sei in Bayern Landtagswahl. Der CSU drohe der Verlust der absoluten Mehrheit.

Von einem „historisch beispiellosen Irrsinn, sollte sich die Regierung über einen ‚Masterplan‘ zerlegen, den keiner kennt“, sprach der Ritterliche, der seine Ritterlichkeit immer besonders gerne dann an den Tag legt, wenn fast alle auf einen eindreschen, wo er dann immer gerne dabei ist, bei Größeren und Mächtigeren es aber meist vorzieht, den geordneten Rückzug anzutreten und das möglichst dann, noch bevor der andere überhaupt auch nur sein Schwert zückt. Lieber gar nicht kämpfen als kämpfen und jedes Mal verlieren“ oder so. Doch Lindner, der stets einen Meter nach vorn und dann gleich wieder zwei Meter Zurückreitende ist kein Einzelfall in der FDP und ist wohl nicht ungefähr deren Popidol, ääähhh Parteivorsitzender.

FDP: Deutschland muss noch mehr kulturfremde Immigranten aufnehmen – es muss!

Inzwischen hat nämlich auch FDP-Vize Wolfgang Kubicki, noch so ein ritterlicher Held, der mit Lindner zusammen die Jamaika-Verhandlungen für seine Partei führte, Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) aufgefordert, umgehend die Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass einzelne Bundesländer Einwanderer des Flüchtlingsschiffs „Lifeline“ aufnehmen können. Gegenüber n-tv sagte Kubicki:

„Wenn wir Bundesländer haben wie Schleswig-Holstein – das Land aus dem ich komme und in dem wir eine funktionierende Jamaika-Koalition haben – und der dortige Innenminister, ein CDU-Mann, erklärt, wir haben Kapazitäten, die Menschen aufzunehmen, die in Not sind, dann verstehe ich nicht, warum das Bundesinnenministerium seine Zustimmung verweigert.“

Diese sei nach § 23 Asylgesetz aber notwendig, um eine solche Flüchtlingsaufnahme zu ermöglichen. Die Verweigerungshaltung des Innenministeriums sei „inhuman und unmenschlich“, außerdem rechtlich bedenklich, findet Kubicki.

„Wenn Länder im Rahmen der Nothilfe sich bereit erklären, Verantwortung zu übernehmen, dann muss dieser formale Akt der Zustimmung schlicht und ergreifend erteilt werden.“ Es reiche also nicht, die Leute zu retten, Seehofer müsse vielmehr anordnen, dass Deutschland einen Teil von allen, die derart im Mittelmeer aufgefischt und nach Europa geholt werden, zu uns holen lässt. Er müsse einfach, meint Kubicki.

Die FDP Seite an Seite mit der SED und den Grünen

Bundesinnenminister und CSU-Chef Horst Seehofer hatte es am Mittwoch aber abgelehnt, dass Deutschland Afrikaner von der Lifeline aufnimmt. Aus deutscher Sicht gebe es hierfür keine Notwendigkeit, da andere europäische Länder bereits signalisiert hätten, sich um die Einwanderer zu kümmern. Das Schiff war am Mittwochabend in den Hafen von Valetta auf Malta eingelaufen.

Kubicki und die FDP sind also dafür, dass wir noch mehr kulturfremde Immigranten ins Land lassen, ja sogar ins Land holen. Kubicki und die FDP wollen Deutschland noch mehr erpressbar machen. Sobald irgendwo in Nordafrika oder sonstwo Leute sich in ein Boot setzen und in Seenot geraten, sollen Europäer sie nicht nur retten, sondern nach Europa bringen, selbst wenn das in der Nähe des afrikanischen und nicht des europäischen Ufers ist. Diese Migranten setzen natürlich das Gefühl der Europäer, moralisch verpflichtet zu sein, Menschen, die in Not sind zu helfen und sie bei sich aufzunehmen, gezielt gegen die Europäer gezielt ein – wenn sie genau wüssten, kein Europäer hilft ihnen, würde sich kaum noch jemand aufs Boot begeben und die ganze Schlepperei würde in Windeseile in sich zusammenbrechen. Sie erpressen uns quasi mit unserer Güte.

Und einen Teil dieser Geretteten wollen Lindner, Kubicki und die FDP zusammen mit der Linkspartei (SED, PDS, Die Linke), den Grünen, der SPD und dem linken Flügel der CDU, der inzwischen über 90 Prozent dieser ausmacht, immer weiter und weiter nach Deutschland holen. Ja, Sie haben richtig gelesen, die FDP, unsere tapferen Ritter, die am liebsten im Rudel kämpfen und dort immer in der letzten Reihe bis der Gegner am Boden liegt – aber dann sind sie voll da! -, stehen hier Seite an Seite mit der SED und den Grünen. Wer hätte das gedacht?

„Jeder Mensch, der jetzt stirbt, geht auf das Konto von Horst Seehofer“

Schließlich dürfe Deutschland da nicht zurückstehen, obschon wir bereits mehr kulturfremde Immigranten aufgenommen und nicht integriert haben als alle anderen zusammen. Und dann setzte Kubicki, jetzt immer mutiger werdend, wenn es gegen die kleine 6-Prozent-CSU geht, zum krönenden Abschluss noch einen drauf. Den Satz, liebe Leser, sollten Sie mehrfach lesen und ich versichere Ihnen, das hat Kubicki, die Nr. 2 der FDP, wirklich gesagt. Also jetzt gut festhalten.

„Jeder Tag, an dem das nicht geschieht, und jeder Mensch, der jetzt stirbt, geht auf das Konto von Horst Seehofer.“

Haben Sie da noch Worte? Seehofer ist schuld am Tod derer, die im Mittelmeer ertrinken, weil er sich weigert, Woche für Woche, Monat für Monat, Jahr für Jahr, Dekade für Dekade immer noch mehr Migranten in Deutschland aufzunehmen, wo ja die meisten hinwollen. Warum wohl? Wegen unserer schönen Landschaften, des guten Wetters wegen oder weil uns die Afrikaner und asiatischen Muslime so sympathisch finden?

Nicht diejenige ist schuld, die im September 2015 das Signal in die ganze Welt sendete: „Ihr könnte alle kommen, wir lassen jeden rein – Jeden!“ und damit eine nie endende, sich über positive Rückkopplung sogar stets noch weiter verstärkende Magnetwirkung über tausende von Kilometern hinweg in mehrere Kontinente erzeugte respektive nochmals dramatisch verstärkte – inklusive ihrem ganzen Gefolge und ihren ständigen Antreibern von links (SED, Grüne und SPD) sowie unsere tapferen Rittern der FDP, die dem Trupp immer brav in der letzten Reihe folgen, egal in welche Richtung es geht. Die sind alle unschuldig. Schuldig ist nun Seehofer! Und zwar an jedem einzelnen, der im Mittelmeer ertrinkt. Sofern er sich weigert zu machen, was Kubicki, Lindner und die FDP wollen. Und die wollen, was die CDU will. Und diese will, was die SPD will. Und diese wollen, was die SED und die Grünen wollen.

Lieber sich für gar nichts einsetzen als sich für etwas einsetzen und verlieren

Ich habe jetzt nur noch eine Frage: Wann lassen die FDP, die CDU, die SPD, die Grünen und die SED Seehofer abholen und machen ihm den Prozess? Menschen einfach so sterben zu lassen, obschon man helfen könnte, ist doch ein Straftatbestand, nicht wahr, Herr Jurist Wolfgang Kubicki? Aber vielleicht verteidigen Sie als Strafrechtsstaranwalt dann ja Seehofer und verdienen sich dabei ein paar Euro dazu. Oder gilt auch hier: Lieber sich für gar nichts einsetzen als sich für etwas einsetzen und verlieren?

*

Titelbild: n-tv-Screenshot

**

Aktive Unterstützung: Jürgen Fritz Blog ist vollkommen unabhängig, werbe- und kostenfrei (keine Bezahlschranke). Es kostet allerdings Geld, Zeit und viel Arbeit, Artikel auf diesem Niveau regelmäßig und dauerhaft anbieten zu können. Wenn Sie meine Arbeit entsprechend würdigen wollen, so können Sie dies tun per klassischer Überweisung auf:

Jürgen Fritz, IBAN: DE44 5001 0060 0170 9226 04, BIC: PBNKDEFF, Verwendungszweck: Jürgen Fritz Blog. Oder über PayPal  5 EUR – 10 EUR – 20 EUR – 30 EUR – 50 EUR – 100 EUR

Advertisements

Eine Antwort auf „Nach Lindner fällt auch FDP-Vize Kubicki Seehofer in den Rücken

  1. Pingback: Nach Lindner fällt auch FDP-Vize Kubicki Seehofer in den Rücken – Leserbriefe

Comments are closed