AfD steigt im Osten auf 21 bis 25 Prozent

Von Jürgen Fritz, Fr. 31. Aug. 2018

21 – 23 – 25, das sind nicht die heutigen Temperaturwerte in Sachsen-Anhalt, Thüringen und Sachsen, sondern die AfD-Werte in diesen Bundesländern unmittelbar vor dem Totschlag (Mord) an Daniel Hillig in Chemnitz. Im Osten des Landes kletterte die AfD laut Infratest dimap schon zuvor um teilweise 5 bis 6 Punkte und erreicht in Sachsen den höchsten jemals gemessenen Wert in Deutschland.

In Sachsen-Anhalt rückt die AfD immer näher an die CDU heran

In Sachsen-Anhalt, knapp 2,3 Millionen Einwohner, Landeshauptstadt: Magdeburg kann die AfD in den letzten drei Monaten seit der letzten Umfrage um 6 Punkte zulegen und steigt in der aktuellen Infratest dimap-Umfrage für den MDR von 15 auf 21 Prozent. Die CDU, die dort vor gut einem Jahr sogar bei 40 Prozent stand, bricht regelrecht ein, fällt seit Mai nochmals von 35 auf jetzt 28 Prozent. Die Linke und die SPD verlieren einen bzw. zwei Punkte, FDP und Grüne können jeweils leicht zulegen um zwei bzw. einen Punkt.

Bei der Infratest dimap-Umfrage vor 14 Monaten war die CDU noch mehr als dreimal so stark wie die AfD (40 – 13), inzwischen hat sie nur noch 7 Punkte Vorsprung.

2018-08-28

In Thüringen überholt die AfD erstmals die Linkspartei

In Thüringen, ca. 2,2 Millionen Einwohner, Landeshauptstadt: Erfurt, kann die AfD seit der letzten Umfrage vor knapp drei Monaten (Anfang Juni) 5 Punkte zulegen auf jetzt 23 Prozent. Damit überholt die AfD erstmals die Linkspartei, die SED-Nachfolgerin, die in Thüringen traditionell extrem stark ist und die 4 Punkte verliert. Vor drei Jahren hatte Die Linke noch drei- bis viermal so viele Anhänger wie die AfD.

Die SPD ist in Thüringen noch schwächer als in Sachsen-Anhalt, käme bei der Landtagswahlen wohl gerade noch so in den zweistelligen Bereich bzw. müsste fürchten, in den einstelligen Bereich abzurutschen.

2018-08-28

Am stärksten ist die AfD in Sachsen

Die wenigsten Veränderungen sehen wir im Freistaat Sachsen, ca. 4,1 Millionen Einwohner, Landeshauptstadt: Dresden. Seit der letzten Umfrage vor zweieinhalb Monaten verliert die CDU hier 2 Punkte, die AfD kann einen zulegen auf jetzt 25 Prozent, die Linkspartei verliert einen, die SPD kann zwei zulegen und erreicht damit wieder ein zweistelliges Ergebnis. Grüne bleiben unverändert bei 6 Prozent und die FDP verliert einen Punkt, fällt auf 5 Prozent.

2018-08-28

Infratest dimap befragte im Auftrag des MDR im Zeitraum 20. (Mo.) bzw. 21. (Di.) bis 25.08.2018 (Sa.), also noch vor den Vorfällen in Chemnitz!, in jedem der drei Bundesländer mindestens 1.000 Personen, veröffentlichte die Auswertungen aber erst am Dienstagabend und zwar alle drei auf einmal, so dass es keine drei Meldungen, sondern nur eine gab.

Jeder Vierte bis Fünfte im Osten will die AfD wählen, bundesweit schon mehr als jeder Sechste

25 Prozent ist der höchste Wert, der bei Umfragen zu Landtagswahlen jemals gemessen wurde für die AfD. Insgesamt lässt sich feststellen, dass in Osten des Landes bereits jeder Vierte bis Fünfte die AfD nicht nur für gut und notwendig hält, sondern auch wählen möchte – Tendenz steigend.

Bundesweit liegt die AfD übrigens laut INSA vor drei Tagen bei 16,5 Prozent, laut YouGov gestern bei 17 Prozent und bei Forschungsgruppe Wahlen (ZDF-Politbarometer) steigt sie heute von 16 auf 17 Prozent, während Grüne und Linkspartei um jeweils einen Punkt fallen.

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Titelbild: YouTube-Screenshot von Welt

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