Nationaler und internationaler Sozialismus: Legalisierung des Raubs

Von Jürgen Fritz, So. 4. Nov 2018

Um zu verstehen, was in unserem Land und in einem Großteil der westlichen Welt abläuft, muss man sich folgendes bewusst machen: Über 60, wahrscheinlich eher über 80 Prozent der Deutschen – in Schweden und Frankreich dürfte es noch schlimmer sein – sind Sozialisten. Der Sozialist sieht den Sinn des Staates primär darin, andere Menschen auszurauben und diesen Raub gleichsam zu legalisieren, indem er gesetzlich verankert wird. Der Sozialist wählt mithin immer nur Parteien, die die Staatsgewalten dazu einsetzen, anderen mit Gewalt noch mehr wegzunehmen als bisher und davon nicht nur Polizei und Militär, Infrastruktur, Schulen, Hochschulen, Verwaltung etc. zu bezahlen, sondern vor allem all die anderen, die weniger haben, entweder ganz oder zum Teil zu alimentieren. Der Unterscheid zwischen nationalen und internationalen Sozialisten ist nun folgender.

Der nationale Sozialist

Die nationalen Sozialisten (Björn Höcke, Wagenknecht und Lafontaine hopsen hin und her zwischen national und international) sagen: „Mir steht es zu, von dieser mit staatlicher Gewalt geraubten Beute zu bekommen, weil ich Deutscher bin.“ Das reicht dem nationalen Sozialisten als Begründung, um von dem Erarbeiteten anderer Menschen zu leben, die er gar nicht kennt und die ihn nicht kennen. Aus seiner Zugehörigkeit zum deutschen Volk leitet er ab: Andere Deutsche müssen mich versorgen, ernähren, informieren, pflegen, bilden, unterhalten usw. usf.

Er sagt aber nicht „andere Deutsche“, sondern er sagt „der Staat“, ohne selbst zu wissen, was er damit eigentlich meint. Seine Vorstellungswelt bleibt meist eher im Diffusen, Ungenauen. So weit denk der nationale Sozialist also meist gar nicht, wo das, was man ihm gibt, herkommt. Im Grunde interessiert es ihn auch nicht. Wer ihm mehr verspricht – die Wagenknechterinnen sind hier Weltmeister im Noch-mehr-Versprechen -, den wählt er. Mehr Rente, mehr Mindestlohn, mehr Krankenversorgung, mehr Arbeitslosengeld, mehr Sozialhilfe …, der Sozialist will immer von allem noch mehr.

Und die S-Parteien versprechen ihm das auch. Das müssen sie tun, denn sonst wählt der Sozialist sie nicht. Er denkt, der Staat müsst ihn versorgen, das wäre seine Aufgabe. Wenn man ihn aber fragen würde: „Was meinst du mit Staat? Zeig mal mit dem Finger auf das, was du meinst!“, würde er meist große Probleme bekommen. Solche Fragen mag der nationale Sozialist gar nicht.

Der internationale Sozialist

Der internationale Sozialist (SPD, Grüne, Die Linke, CDU, CSU) dagegen rekurriert nicht auf die Nation, sondern auf das Mensch-sein. Das reicht ihm als Begründung, um andere legal auszurauben. Er sagt: „Weil dieser hier ja auch ein Mensch ist wie du, nehme ich dir jetzt einen Teil von deinem Eigentum mit Gewalt weg und gebe es jenem, weil er viel weniger hat als du. Das ist nämlich ungerecht, wenn der Eine viel mehr hat als der Andere.“ Dabei steckt er sich ein wenig von dem Geraubten in die eigene Tasche und lebt davon meist nicht schlecht. Manche greifen auch kräftiger zu und verteilen etwas mehr in die eigene Tasche, z.B. Schulz, Juncker etc. Eine Ausbildung, Qualifikation, Bildung, Intellekt etc. sind hier nur bedingt vonnöten. Wichtig ist als Funktionär, dass man „die Leute“, gemeint sind die Sozialisten,  „erreicht“, also ihre Bedürfnisse und diffusen Vorstellungen bedient.

Weil der internationale Sozialist aber keine Nation mehr kennt, will er dieses gigantische Zwangs-Umverteilungssystem auf die ganze Erde ausweiten. Warum sollte ein Nigerianer weniger von diesem staatlich organisierten Raub profitieren als ein Deutscher? Nur weil er zufällig in Afrika geboren wurde. Auch das empfindet der I-Nazi als ungerecht. Deswegen freut er sich auch, wenn ganz viele nach Deutschland (oder Schweden) kommen. Denn nun ist diese Umverteilung ja viel leichter. Man muss das Geld nicht nach Nigeria oder Syrien tragen, wo man nicht mal genau weiß, ob es dort bei den Richtigen ankommt. Besser, die kommen alle her, dann kann man es ihnen direkt in die Hand drücken. Und wenn einer dann gleich fünffach absahnt, weil er sich fünf Ausweise ausstellen lässt und auf fünf Ämter geht und „sein Geld“ abzuholen, so what? Auch das ist doch im Grunde nur gerecht, weil er und seine Vorfahren doch früher so lange so wenig hatte. Das wird jetzt halt überkompensiert und damit die große Waage wieder ein klein wenig ins Geleichgewicht gebracht.

Warum der legal Ausgeraubte gerne diese Sicherheitsprämie zahlt

Die derart ständig Ausgeraubten – 15 Millionen ernähren ca. 68 Millionen längst ganz oder teilweise mit, jene werden immer wenige, diese immer mehr – lassen sich das alles gefallen, weil sie denken: „Wenn wir uns dagegen wehren oder wenn es dieses System des staatlich legalisierten Raubs gar nicht gäbe, dann wären wir nicht mehr sicher. Dann würden uns die Armen überall auflauern und ständig überfallen, zusammenschlagen, ausrauben oder womöglich umbringen (siehe Brasilien oder Südafrika).“

Dabei werden inzwischen ca. tausend Milliarden Euro jährlich für Soziales ausgegeben. Zum Vergleich: 1970 waren es noch 73 Milliarden, siehe die Grafik unten. Der staatlich organisierte und legalisierte Raub ist quasi ihre Sicherheitsprämie, die sie bis zu einem gewissen Punkt gerne zahlen, um in Sicherheit und in Frieden leben zu können.

Einige sind dabei raffiniert und leben dort, wo es sicher ist oder wo sie sich wohl fühlen, schaffen aber ihre Steuern woanders hin (zum Beispiel griechische Milliardäre) oder hinterziehen sie, zahlen also ihre Sicherheitsprämie (zum Teil) nicht, siehe Hoeneß, was dann die Räuber auf die Palme bringt, nach dem Motto: „Den müsste man eigentlich ausrauben, wenn er seine Prämie nicht vollständig zahlt!“ Solche Leute, die sich weigern, ihre Sicherheitsprämie zu zahlen, steckt man bei größeren Summen durchaus für einige Jahre ins Gefängnis und ächtet sie gesellschaftlich zur Abschreckung für alle anderen, damit jedem klar ist, was ihm blüht, wenn er nicht zahlt.

Der falsch verstandene respektive gezielt verdrehte Liberalismus

Was wir derzeit nun hauptsächlich erleben, ist eher ein Streit zwischen nationalen und internationalen Sozialisten, weniger zwischen Sozialisten und Liberalen. Liberale sind nicht, wie das inzwischen in orwellscher Manier sprachlich verdreht wird Luschen – alle Schlüsselbegriffe wurden längst verdreht, das ist Teil der sozialistischen Kriegsführung. Liberal sein heißt, freiheitsliebend, freiheitsannehmend, freiheitsbejahend zu sein und die Menschenwürde, also die Fähigkeit zur Selbstbestimmung, ernst zu nehmen.

Liberal heißt nicht, nicht wehrhaft zu sein oder für völlig offene Grenzen zu sein. Ganz im Gegenteil, denn wenn nämlich hauptsächlich solche reinströmen, die nur an dem staatlich perfekt organisierten Raub teilhaben wollen, dann womöglich zusätzlich sogar noch auf private Beutezüge gehen und sogar noch die freiheitliche Gesellschaft selbst zerstören wollen, welche sie gar nicht verstehen und der sie geistig-seelisch gar nicht gewachsen sind, dann müssen die Zäune sogar hochgezogen werden, um die freiheitliche, die echte liberale Gesellschaft zu schützen.

Die Wurzeln des Sozialismus

Wo kommt nun aber diese ganze sozialistische Denke her und warum kriegt man das aus den Menschen kaum jemals wieder raus? Das dürfte zwei Gründe haben. Das ist nämlich erstens für die, die von dem legalisierten Raub profitieren – und das ist fast immer die Mehrheit -, ungemein bequem. Deshalb, das ist der tiefste Grund, wollen zig oder hunderte Millionen ausgerechnet nach Deutschland kommen, weil es hier für sie am bequemsten ist. Schweden war bisher auch toll für die neu Dazukommenden, die sich von der staatlich gemachten Beute mitversorgen lassen, liegt aber so weit im Norden. Vor allem nach Nordschweden will keiner aus dem Süden oder Nahen Osten. Da ist es zu kalt und dunkel und das macht einen nur depressiv, zumal wenn man Wärme und Sonne gewohnt ist. Doch es gibt noch einen zweiten, einen geistigen, ideengeschichtlichen Grund. Der ist hier zu finden:

„Wenn der Menschensohn in seiner Herrlichkeit kommt und alle Engel mit ihm, dann wird er sich auf den Thron seiner Herrlichkeit setzen. Und alle Völker werden vor ihm versammelt werden und er wird sie voneinander scheiden, wie der Hirt die Schafe von den Böcken scheidet. Er wird die Schafe zu seiner Rechten stellen, die Böcke aber zur Linken.

Dann wird der König denen zu seiner Rechten sagen: Kommt her, die ihr von meinem Vater gesegnet seid, empfangt das Reich als Erbe, das seit der Erschaffung der Welt für euch bestimmt ist! Denn ich war hungrig und ihr habt mir zu essen gegeben; ich war durstig und ihr habt mir zu trinken gegeben; ich war fremd und ihr habt mich aufgenommen; ich war nackt und ihr habt mir Kleidung gegeben; ich war krank und ihr habt mich besucht; ich war im Gefängnis und ihr seid zu mir gekommen.

Dann werden ihm die Gerechten antworten und sagen: Herr, wann haben wir dich hungrig gesehen und dir zu essen gegeben oder durstig und dir zu trinken gegeben? Und wann haben wir dich fremd gesehen und aufgenommen oder nackt und dir Kleidung gegeben? Und wann haben wir dich krank oder im Gefängnis gesehen und sind zu dir gekommen? Darauf wird der König ihnen antworten: Amen, ich sage euch: Was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan.

Dann wird er zu denen auf der Linken sagen: Geht weg von mir, ihr Verfluchten, in das ewige Feuer, das für den Teufel und seine Engel bestimmt ist! Denn ich war hungrig und ihr habt mir nichts zu essen gegeben; ich war durstig und ihr habt mir nichts zu trinken gegeben; ich war fremd und ihr habt mich nicht aufgenommen; ich war nackt und ihr habt mir keine Kleidung gegeben; ich war krank und im Gefängnis und ihr habt mich nicht besucht.

Dann werden auch sie antworten: Herr, wann haben wir dich hungrig oder durstig oder fremd oder nackt oder krank oder im Gefängnis gesehen und haben dir nicht geholfen? Darauf wird er ihnen antworten: Amen, ich sage euch: Was ihr für einen dieser Geringsten nicht getan habt, das habt ihr auch mir nicht getan. Und diese werden weggehen zur ewigen Strafe, die Gerechten aber zum ewigen Leben.“ (Mt. 25, 31 ff.)

Wie die christliche Moral die Seelen vergiftet

Der Christ denkt also so: „Es ist gut, anderen – und zwar allen! -, die wenig haben, zu helfen, sie zu pflegen, ihnen Essen zu geben, sie freundlich aufzunehmen, sich um sie zu kümmern. Wenn ich das brav mache, so wie Jesus und sein Vater das wollen, dann komme ich in den Himmel und da geht es mir sehr gut. Da tut mir keiner weh, steckt mich keiner ins Feuer.“

Von helfen zu lernen, für sich selbst zu sorgen, steht da übrigens nichts! Von einer besonderen Achtung denen gegenüber, die das ganze Ding überhaupt am Laufen halten, steht da auch nichts. Das gibt keine Pluspunkte für das „ewige Leben“.

Was wir hier sehen, ist eine völlige Umwertung der Werte. Der Niedrige, der der Gesellschaft kein bisschen nutzt oder dient, wird in den Himmel gehoben, diejenigen, die die Gesellschaft tragen, werden nicht einmal erwähnt, es sei denn dergestalt als Versorger der anderen. Das ist die einzige Perspektive auf sie, die Perspektive von unten. Für den Niederen hat der Höhere nur eine Funktion: Von dem kann man etwas bekommen. Er ist quasi wie ein Futtertrog und das ist auch seine Aufgabe: Futtertrog für die Armen zu sein.

Als eigenständiges Subjekt kommt der Höhere gar nicht vor. Seine Perspektive nimmt der Nazarener, selbst ein Niederer, niemals ein. Herr M., der aus M. nach M. floh, übrigens genauso. Auch er war ein Niederer und ein Kapitalismuskritiker, der das andere Menschen ausrauben sogar zu seinem Beruf und sich selbst zum Räuberhauptmann machte, eine Karawane nach der anderen überfiel. Das gefällt besonders den Sozialisten, weshalb sie so gerne mit den M… kollaborieren respektive sich mit ihnen verbünden. Doch zurück zum Nazarener, den sowohl die Sozialisten sehr mögen wie auch Herr M. aus M. ihn sehr mochte, ja regelrecht verehrte.

Von der Christen- zur Sozialistenmoral

Auch die Gesamtzusammenhänge, wie eine Gesellschaft funktioniert, wie sie sich organisieren, sich weiterentwickeln, sich verteidigen kann usw., all das kommt beim Nazarener nicht vor, wird an keiner Stelle reflektiert, bedacht, diskutiert. Es geht ausschließlich um diesen einen Punkt: Sich um die Schwachen und Armen kümmern. Ihnen gilt das gesamte Augenmerk.

Die Schwächsten und Ärmsten sehen wir aber heute in Afrika und in der islamischen Welt. Warum das so ist, ob das womöglich alles selbstfabriziert sein könnte, das interessiert die christliche Seele beziehungsweise die von diesem Virus befallene Seele nicht, ja so etwas ist vollkommen außerhalb ihrer Vorstellungswelt. So eine Frage könnte sie gar nicht mal stellen.

Also schließt dann der Sozialist – und auch der Anhänger von Herr M. aus M. – daraus, dem dieses Modell sehr gut gefällt: „Wenn es gut ist, sich primär um die Armen und Niederen zu kümmern, dann organisieren wir dieses Gute doch so gut es geht.“

Und damit beginnt das legale Ausrauben, das die Mehrheit wiederum gut findet, weil sie ja davon profitiert, und das nun gleichsam seine moralische Rechtfertigung gefunden hat. Und wer von dieser christlichen Moral durchdrungen ist – das sind in der westlichen Welt nahezu alle, auch die, die schon lange nicht mehr an diesen Gott glauben, weil sie meist noch nie mit einer anderen Moral konfrontiert worden sind, geschweige denn, dass sie sich systematisch damit befasst oder gar ethische Ansätze studiert hätten, der muss ja permanent Angst haben, dass, wenn er dagegen auch nur Widerworte ins Feld führen möchte, dann schon Gefahr läuft, zu den „Verfluchten“ zu gehören, für die „das ewige Feuer“ bestimmt ist wie „für den Teufel und seine Engel“.

Anhang: Wie die Sozialausgaben die letzten Jahrzehnte anstiegen

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Titelbild: Björn Höcke (By Alexander Dalbert (Fotograf) (Björn Höcke (Dargestellter)) [CC BY-SA 3.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)%5D, via Wikimedia Commons) und Sahra Wagenknecht (YouTube-Screenshot)

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