Grüne fallen wieder hinter CDU/CSU zurück

Von Jürgen Fritz, So. 23. Jun 2019

Nach der EU-Wahl vor vier Wochen ging es für Die Grünen, die schon seit der Bundestagswahl im September 2017 enorm zugelegt hatten, noch steiler nach oben. Vor einer Woche erreichten sie einen Wahl-O-Matrix-Mittelwert von 26,5 Prozent und lagen damit 1,5 Punkte vor der Union auf Platz eins. Doch zumindest dieser steile Aufstieg ist nun eindeutig gebrochen und die Umfragewerte der Grünen fallen wieder, während die Union sich etwas erholen kann.

So in etwa würden die Deutschen wählen, wenn heute Bundestagswahlen wären

Legen wir die jeweils aktuellste Umfrage der sechs wichtigsten Institute zu Grunde – a) Infratest dimap vom 03.06. bis 05.06.19, b) Allensbach vom 01.06. bis 12.06.19, c) INSA vom 14.06. bis 17.06.19, d) Emnid vom 13.06. bis 18.06.19, e) Forschungsgruppe Wahlen vom 17.06. bis 19.06.19, f) Forsa vom 17.06. bis 21.06.19 – und berechnen jeweils das arithmetische Mittel, so kommen wir bei insgesamt über 10.500 Befragten auf folgende Wahl-O-Matrix-Mittelwerte (in Klammern die Veränderungen zur Bundestagswahl 2017):

  1. CDU/CSU: 26,2 % (– 6,7)
  2. GRÜNE: 25,7 % (+ 16,8)
  3. AfD: 13,1 % (+ 0,5)
  4. SPD: 12,5 % (– 8,0)
  5. FDP: 7,8 % (– 2,9)
  6. LINKE: 7,8 % (– 1,4)
  7. Sonstige: 6,9 % (+ 1,9)

2019-06-23

Seit der Bundestagswahl sind die Grünen die großen Gewinner, SPD und Union die großen Verlierer, aber auch die FDP verliert stetig

Der große Gewinner seit der Bundestagswahl im September 2017 wären also weiterhin Die Grünen, aber ihren Spitzenwert von 26,5 Prozent von vor einer Woche können diese nicht halten. Bei INSA sehen wir sie aktuell von 26,5 auf 25 Prozent fallen, bei Emnid 27 auf 25 Prozent, weitere Abfälle bei den anderen Instituten könnten die nächsten Tage folgen. Die Union bleibt zwar auf extrem niedrigen Niveau von etwa 26 Prozent, kann sich aber zumindest leicht erholen. Vor einer Woche lag sie sogar auf 25,0 Prozent. Die AfD bleibt stabil bei gut 13 Prozent, die SPD kann sich in den letzten sieben Tagen ebenfalls minimal erholen von 12,2 auf 12,5 Prozent.

Weiter abwärts geht es dagegen für die FDP, die seit der Bundestagswahl nie wieder an ihren Wert von 10,75 Prozent herankam und seither einen zwar nur leichten, aber stetigen Abwärtstrend zu verzeichnen hat. Inzwischen sind es aber schon fast drei Punkte, die sie verloren hat. Bezogen auf ihre eigenen Wähler sind das immerhin über 27 Prozent, die abgewandert sind. Das ist alles andere als wenig! Dies könnte damit zusammenhängen, dass so gut wie keine Impulse von den „Liberalen“ kommen. Man könnte leicht den Eindruck gewinnen, gäbe es die Partei gar nicht mehr, würde das kaum groß auffallen.

SPD ist weiter mit sich selbst beschäftigt

Die SPD dagegen scheint weiter vor allem mit sich selbst beschäftigt und mit Themen wie: noch mehr Privilegien für Frauen, noch mehr Geschenke für Rentner, noch mehr Eingriffe in die freie Marktwirtschaft, noch mehr Privilegien für Immigranten. Nachdem Nahles den Parteivorsitz wie schon vor ihr Gabriel und Schulz hingeschmissen hat, findet sich überhaupt keiner mehr, der ihn haben will. Der Eine hat neben seinem Ministerium für Finanzen „keine Zeit“, der Andere will sowieso aus der Politik aussteigen, hat andere private Planungen, die Dritte will in Rheinland-Pfalz bleiben, die Vierte in Mecklenburg-Vorpommern, der Fünfte in Niedersachsen, die Sechste hat sich rechtzeitig ins EU-Parlament davon gemacht, der Siebte, der von Nahles abgelöst wurde, würde ja gerne, aber nicht schon jetzt vor den drei Landtagswahlen in Brandenburg, Sachsen und Thüringen, die Achte muss noch überlegen, ob sie ihre Doktorarbeit abgeschrieben hat, usw. usf.

Nun haben einige sogar den 29-jährigen Studienabbrecher und Zwangskollektivierer Kevin Kühnert ins Spiel gebracht, der zwar auch wieder keinen Berufsabschluss, aber immerhin ja schon mal einen Schulabschluss hat. Laut Civey und Spiegel online halten den aber nur 42,5 Prozent der SPD-Anhänger für den Parteivorsitz geeignet. Fast 48 Prozent der SPD-Wähler glauben nicht, dass der das kann. Fragt man nicht nur SPD-Anhänger, sondern alle Wahlberechtigten, so sind es nicht mal 28 Prozent, die sich Kühnert als geeigneten Parteivorsitzenden vorstellen können. Fast 46 Prozent sagen hier: „Nein, auf keinen Fall!“ und insgesamt über 62 Prozent sagen: Nein, nicht Kühnert.

Wie die SPD sich retten könnte

Die SPD, der größte Verlierer von allen, kann sich also jetzt bei 12 bis 13 Prozent zumindest mal stabilisieren, aber mehr als jeder Achte möchte diese Partei derzeit nicht mehr wählen, sprich Sieben von Acht kann die ehemalige Volkspartei, die sich immer mehr zur Partei der Randgruppen und der Anderen (Immigranten) entwickelte, nicht mehr erreichen.

Ihr würde wohl am ehesten helfen, wenn Sie das Wahlrecht auch für solche Afrikaner und Araber einführen würde, die noch gar nicht hier sind, die aber versprechen, dass sie in den nächsten ein, zwei Jahrzehnten kommen werden, um uns, wie der Ex-Bundespräsident und frühere CDU-Ministerpräsident Christian Wulff kürzlich versicherte, noch viel mehr „Glücksfälle“ zu bescheren.

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Titelbild: YouTube-Screenshot aus Kontraste

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