UN kurz vor der Zahlungsunfähigkeit – So könnte man sie austrocknen

(Jürgen Fritz, 09.10.2019) Die UN steht vor der größten finanziellen Krise der letzten zehn Jahre. Bis Ende des Monates seien die Liquiditäts-Reserven aufgebraucht, Personal und Lieferanten könnten dann nicht mehr bezahlt werden, warnt UN-Generalsekretär António Guterres. Von den 193 Staaten hätten bislang nur 129 ihre Mitgliedsbeiträge überwiesen. Die Generalversammlung im September sei nur durch Überschüsse aus dem vergangenen Jahr zu finanzieren gewesen. Insgesamt fehlten noch 30 Prozent der Summe der Beiträge. Insbesondere die USA haben dieses Jahr noch keinen Cent bezahlt. Sie sind mit 22 Prozent Anteil am Gesamthaushalt der mit Abstand größte Beitragszahler. Wie man diese Erste-Welt-feindliche Organisation gänzlich austrocknen könnte.

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Der Augenblick ist die Ewigkeit oder: Vom Umgang mit der humanoiden Nichtigkeit

(Michael Klonovsky, 07.10.2019) Ist es nicht erstaunlich, dass eine so widerwärtige, krumme Kreatur wie der Mensch so schöne Dinge schaffen kann wie das Negligé, die Kathedrale, das Ölgemälde, das Cembalo, die Récamiere, den Jaguar E-Type, den Eisenbahn-Salonwagen, das Dry-Aged-Tomahawk-Steak, das Schachspiel, den Cabernet-Sauvignon, den Tiger II und die Mondrakete? Reflexionen über die Nichtigkeit der menschlichen Existenz, religiöse Verheißungen, Tragik, Komik und den Sinn des Daseins von Michael Klonovsky.

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Warum Religion zur Begründung von Moral nicht taugt

(Jürgen Fritz, 05.10.2019) Fragt man nach dem Verhältnis von Moral und Religion, so muss man mindestens drei Fragen unterscheiden: 1. Kann Religion eine Moral begründen? Kann jene diese rechtfertigen? 2. Kann Religion helfen, dass eine wohlbegründete, gerechtfertigte Moral (oder auch eine nicht gerechtfertigte) eher eingehalten wird? Dies wäre also nicht die Frage nach der Begründung der Richtigkeit, sondern die Frage nach der Motivation, einer (richtigen oder falschen) Moral Folge zu leisten. 3. Schließlich kann die Frage gestellt werden, ob die Moral eine Religion rechtfertigen kann. Dieser Frage widmete sich insbesondere Immanuel Kant. Ich will im folgenden die erste Frage untersuchen und dabei wichtige Hinweise zur zweiten geben.

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Rüdiger Safranski über gut und böse

(Jürgen Fritz, 04.10.2019) Der Literaturwissenschaftler, Schriftsteller und Philosoph Rüdiger Safranski gilt als einer der großen Intellektuellen im Lande. Bekannt wurde er vor allem durch seine Monografien zu Friedrich Schiller, E.T.A. Hoffmann, Arthur Schopenhauer, Friedrich Nietzsche, Johann Wolfgang von Goethe und Martin Heidegger. Noch bekannter dann, als er von 2002 bis 2012 zusammen mit Peter Sloterdijk im ZDF „Das Philosophische Quartett“ moderierte. Hans-Martin Esser sprach für „The European“ mit dem Bestsellerautor, auch über das Thema gut und böse.

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Praktischer Egoismus: Zuerst komme ich, dann ich und zuletzt ich

(Jürgen Fritz, 01.10.2019) Wenn sich jeder um sich selbst kümmert, ist für alle gesorgt, sagt der Volksmund. Doch ganz so einfach sind die Dinge natürlich nicht, was spätestens dann klar wird, wenn es zu Interessenkonflikten kommt. Denn dann würde offensichtlich schlicht das Recht des Stärkeren greifen, der eben mehr Durchsetzungskraft besäße, sich um seine Interessen zu kümmern. Was unterscheidet nun aber den Egoisten vom Egozentriker und was den praktischen vom theoretischen: vom logischen, psychologischen und ethischen Egoismus?

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Warum es keine Einheit in der Opposition geben kann

(Jürgen Fritz, 01.10.2019) Derzeit dominiert in der gesamten westlichen Welt der grüne, sozialistische oder sozialdemokratische Zeitgeist. Gegen diesen kann man aus zwei gänzlich verschiedenen Richtungen opponieren, die diametral so entgegengesetzt sind, dass es hier keine echte innere Verbindung gibt jenseits des einen Punktes, dass man diese autorassistischen Kräfte, welche die gesamte Gesellschaft im Griff haben und zu zerstören drohen, kategorisch ablehnt, das aber eben aus völlig unterschiedlichen Gründen.

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Echte und falsche Toleranz und Bescheidenheit

(Jürgen Fritz, 29.09.2019) Toleranz oder Duldsamkeit bedeutet im allgemeinen, dass man Dinge, die man selbst nicht gut, vielleicht sogar falsch oder schlecht findet, erträgt, dass man Überzeugungen, Handlungsweisen und Sitten anderer bis zu einem gewissen Grade gelten lässt oder aushält. Toleranz ist dabei weniger als Akzeptanz, mit der ein Gutheißen einhergeht, kein Ertragen oder Aushalten. Eine maßvolle, aber nicht grenzenlose Toleranz könnte man dabei, wie auch die Bescheidenheit, also die freiwillige Selbstbeschränkung als Kontrapunkt zur Geltungssucht, als Tugend auffassen. Dabei gilt es jedoch eine wahre und eine falsche Toleranz und Bescheidenheit zu unterscheiden.

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Markus Krall: Wenn der Euro nicht scheitert, scheitert Europa

(Jürgen Fritz, 26.09.2019) Unser System ist so fundamental entgleist, dass es nicht mehr repariert werden kann, ohne dass der Euro scheitert, sagt der Banken- und Finanzexperte Dr. Markus Krall. Das Scheitern des Euro sei die notwendige Voraussetzung für die Reparatur unseres Geldsystems und damit für das Überleben Europas. Der Satz der Kanzlerin, dass Europa scheitere, wenn der Euro scheitert, könnte falscher gar nicht sein. Er müsse um 180 Grad umgedreht werden: Wenn der Euro nicht scheitert, dann scheitert Europa. Und zwar unter Garantie!

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Gehirn und Geist oder: das göttliche Moment in uns

(Jürgen Fritz, 25.09.2019) „Die Tatsache, dass das Gehirn die physikalische Grundlage menschlichen Denkens ist, wird heute allgemein akzeptiert.“ (B.F. Skinner) „Wenn das Gehirn des Menschen so einfach wäre, dass wir es verstehen könnten, dann wären wir so dumm, dass wir es trotzdem nicht verstehen könnten.“ (Jostein Gaarder)

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Grüne und „Klimaretter“ sind keine „Gesinnungsethiker“, sondern inverse Rassisten

(Jürgen Fritz, 22.09.2019) Immer wieder ist zu lesen, Gutmenschen, Grüne und „Klimaretter“ seien „Gesinnungsethiker“. Ich halte diese Rubrizierung für nicht richtig. Sie alle sind primär, übrigens genau wie Sozialisten und Nazis, Teleologen (aus griech.: télos = Ziel), natürlich mit sehr unterschiedlicher Zielsetzung. Sobald das verstanden ist, wird auch klar, warum all diese Ideologen oft bis zum Äußersten bereit sind, wenn es sein muss, nur um das jeweilige Ziel, das als höherwertig angesehen wird, zu erreichen. Für sie alle gilt nämlich der Grundsatz: Der Zweck heiligt die Mittel.

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Sein-Sollen-Fehlschluss und naturalistischer Fehlschluss: Was ist der Unterschied?

(Jürgen Fritz, 21.09.2019) In seinem berühmten Werk A Treatise of Human Nature (Ein Traktat über die menschliche Natur) stellte der schottische Philosoph David Hume 1739/40 bereits fest, dass aus einem Sein kein Sollen geschlossen werden könne. Dieser Sein-Sollen-Fehlschluss, auch Humes Gesetz genannt, wird häufig auch als naturalistischer Fehlschluss bezeichnet beziehungsweise mit diesem verwechselt. Doch der naturalistische Fehlschluss nach George Edward Moore ist wieder etwas anders. Was ist der Unterschied? Hier die Erklärung.

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The Circle oder: Das letzte Geheimnis

(Axel Stöcker, 26.08.2019) „Etwas zu wissen ist gut, aber alles zu wissen ist besser!“, „Alles Private ist Diebstahl“, „Geheimnisse sind Lügen“, „Alles, was passiert, muss bekannt sein!“, so lauten die Slogans von The Circle, einer Art Super-Google, einer Verschmelzung aller Onlinedienste zu einem gigantischen Kreis, in dem über jeden alles gespeichert ist. Doch das ist nur ein Zwischenschritt zu einem noch viel größeren: dem totalen „Gläsern“ des Lebens, in dem alles öffentlich gemacht wird, alles, was wir tun, und zuletzt auch: unsere Gedanken. Axel Stöcker bespricht den Nr. 1-Spiegelbestseller „The Circle“ und beleuchtet die philosophischen Gedanken dahinter. Dabei kommt er zu dem Schluss: Warum es ein Segen sein könnte, dass wir die Natur des Bewusstseins nie verstehen werden.

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Entwicklung des Lebens und natürliche Werte

(Jürgen Fritz, 24.08.2019) Jenseits von Relativitätstheorie und Quantenmechanik wird das moderne Naturbild durch eine dritte große Theorie ergänzt: die Komplexitätstheorie als Fortsetzung der Chaostheorie. Diese konnte nachweisen, dass es in der Natur schon unterhalb der Ebene von Lebewesen zu spontaner Strukturbildung kommt. Das widerspricht in lokalen Bereichen jenseits linearer Gleichgewichte eigentlich dem zweiten Hauptsatz der Thermodynamik, welcher besagt, dass die Natur langfristig den Wärmetod sterben wird, dass sie von sich aus über viele, viele Milliarden Jahre alle Energiedifferenzen abbaut und damit alle Differenzierung und Komplexität weitgehend zunichte gemacht wird – der gleichsam sozialistische Zug der Natur. Lebende Systeme aber laufen dem innerhalb dieser großen Entwicklung auf lokaler Ebene entgegen. Und dabei passiert etwas zutiefst Faszinierendes.

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