Körper und Geist (Seele) oder: Vom Substanz- zum Eigenschaftsdualismus

(Jürgen Fritz, 16.05.2019) Viele Menschen meinen, dass es nicht nur zwei völlig unterschiedliche Klassen von Eigenschaften gäbe, nämliche physische und mentale (seelische), sondern dass es neben unserem Körper noch eine zweite immaterielle Substanz gäbe, welche fühlt, denkt und entscheidet und welche Träger aller mentalen Eigenschaften sei. Diese zweite Substanz nennen sie meist Seele und sehen diese als etwas völlig Eigenständiges. Diese Vorstellung von einem zweiten Ding, das den Menschen quasi zerteilt, nennt man Substanzdualismus und sie geht sehr weit zurück. Wir finden sie schon bei Platon, dann natürlich im von ihm stark beeinflussten Christentum, aber auch noch beim Vater der neuzeitlichen Philosophie René Descartes. Doch inwiefern ist diese Beschreibung der Natur des Menschen schlüssig und überzeugend? Sind wir wirklich zwei?

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So weit entfernt und irgendwie doch nah: Solipsist und Realist

(Jürgen Fritz, 12.05.2019) „Die verhängnisvolle Neigung der Menschen, über etwas, was nicht mehr zweifelhaft ist, nicht länger nachzudenken, ist die Ursache der Hälfte aller Irrtümer.“ (John Stuart Mill) „Durch Zweifeln kommen wir nämlich zur Untersuchung; in der Untersuchung erfassen wir die Wahrheit.“ (Petrus Abaelardus) „Denn der radikalste Zweifel ist der Vater der Erkenntnis.“ (Max Weber) „Erst zweifeln, dann untersuchen, dann entdecken.“ (Henry Thomas Buckle) Denn ansonsten besteht folgende Gefahr: „Zur Abwehr der Zweifel wird die bewusste Einstellung fanatisch, denn Fanatismus ist nichts anderes als überkompensierter Zweifel.“ (Carl Gustav Jung) Ergo:“Zweifle nicht an dem, der dir sagt er hat Angst, aber hab Angst vor dem, der dir sagt, er kenne keinen Zweifel.“ (Erich Fried)

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