Zwei Minuten rollte der Schulz-Zug gestern wieder und fuhr erneut komplett an die Wand

Von Jürgen Fritz, Do. 13. Sep 2018

Lange hatte man nichts von ihm gehört. In die fünfte Reihe hat man ihn inzwischen gesetzt. Kaum jemand nimmt noch Notiz von ihm. Doch gestern sollte noch einmal seine große Stunde kommen. Genau genommen waren es nur zwei Minuten. Aber die reichten ihm locker, nicht nur um jegliches Niveau nochmals zu unterbieten, sondern um das Ding unter dem tobenden Beifall der Menge wie gewohnt zielsicher an die nächste Wand zu fahren. Niemand ist darin so souverän wie Martin Schulz. Das muss man ihm wirklich lassen.

Unser Martin

Nein, Martin Schulz war gestern früh um 09:14 Uhr nicht schon betrunken. Er ist – anders als sein Kumpel Juncker – seit vielen Jahren vollkommen trocken. Nein, seinen Schulabschluss hat er noch immer nicht nachgeholt. Ja, auf seinem Konto hat er noch immer Millionen, Geld welches er ausschließlich Zwangsenteignungen von Bürgern zu verdanken hat, vor allem deutschen Bürgern, die sich dagegen nicht wehren können, dass es ihm seine eigene Partei und andere der SPD nahe stehende Parteien jahrelang zuschanzten.

Nein, Martin Schulz ist nicht mehr SPD-Versitzender. Auch diese Aufgabe hat er, wie eigentlich alles in seinem Leben, in den Sand gesetzt, hat die SPD von 25,7 noch weiter ins Tal der Tränen geführt auf 20,5 Prozent. Ja, Schulz hatte nach der Wahl gesagt, es werde auf keinen Fall eine neue „große Koalition“ geben. Ja, es gab doch wieder eine.

Ja, er hatte nach der Wahl gesagt, er werde auf keinen Fall als Minister in ein Kabinett Merkel eintreten und unter dieser Minister sein wollen. Dies sei völlig ausgeschlossen! Ja, dann warb er schließlich doch für eine GroKo, nachdem die FDP hingeschmissen hatte und partout keine Jamaika-Koalition wollte. Ja, nach diesem katastrophalen Wahlergebnis gab er den Parteivorsitz an Andrea Nahles ab, wollte jetzt aber plötzlich doch Minister unter Merkel werden und zwar Außenminister und stellvertretender Bundeskanzler. Irgendwas wollte er ja doch werden oder bleiben und als Professor an die Uni geht sogar für einen Politiker ohne Schulabschluss nur schwerlich.

Nein, das fanden die Menschen nicht so gut, nicht mal die Sozi-Wähler selbst, dass er jetzt doch Minister werden wollte. Ja, das haben die Genossen ihm irgendwann auch gesagt, dass die Menschen das nicht so gut fänden. Und ja, das hat er irgendwann dann auch eingesehen. Nein, der Würseler hat jenseits von Würselen überhaupt noch niemals irgendeine Wahl gewonnen, bei der nicht Parteiapparatschiks, sondern Bürger, die all diese Parteipparatschiks finanzieren, ihr Votum abgeben durften. Und ja, Martin Schulz, der ehemalige zukünftige Sozi-Messias sitzt im Bundestag inzwischen irgendwo in der fünften Reihe. Nein, selbst da gehört er nicht hin, aber das dürfen die Sozis alleine bestimmen, wen sie wo hinhocken.

Gestern durfte er endlich mal wieder zutreten und alle jubelten ihm bei jedem Tritt zu

Diesen Martin Schulz, den ehemaligen zukünftigen Sozi-Messias, dem die Massenmedien kurz vor seinem Aufstieg gen Himmel, der dann aber auf unbestimmte Zeit verschoben werden musste, regelrecht zu Füßen lagen, warum weiß nur der, in den er aufzusteigen gedachte, der ihn aber nicht haben wollte, diesen Martin Schulz hielt es gestern nach der in Inhalt, Diktion und Stil durchaus passablen, ja niveauvollen Rede von Alexander Gauland nicht mehr auf seinem Stuhl.

Also stand unser spezieller Vom-Schulabbrecher-zum-Millionär-ohne-je-einen-Euro-aus-eigener-Kraft-ohne-Zwangsenteignung-von-anderen-verdient-habenden-Freund einfach auf und gab an, er möchte eine Zwischenfrage stellen. Er hatte zwar – ähnlich wie beim Schulabschluss – auch ein solche nicht vorzuweisen, wollte eigentlich nur ein bisschen stänkern, weil ihm das gar nicht gut gefallen hatte, was Gauland da alles gesagt und verdeutlicht hatte. Aber das machte dem Bundestagspräsidenten nicht viel aus, dass Schulz gar nicht wirklich etwas fragen wollte, vielleicht, wer weiß?, weil auch ihm die Rede von Gauland gar nicht gut gefallen hat und auch er der Stänkereien gar nicht abgeneigt, wenn sie nur die aus seiner Sicht „Richtigen“ treffen.

Also durfte Maddin reden und dieses Mal musste er auch gar nicht sagen „Ruft doch mal Martin und klatscht ganz laut!“. Nein, dieses Mal katschten alle Sozis und auch noch viele andere von sich aus, weil ihnen das total gut gefiel, was unser spezieller Freund sagte. Er trat nämlich auf die ein, auf die immer alle Parteien und Printmedien und TV und Hörfunk und Kirchen und sämtliche Zentralräte und überhaupt alle am liebsten eintreten.

Sie wissen schon, das ist wie früher auf dem Pausenhof. Man pickt sich zusammen einen aus, dem man körperlich überlegen ist, zum Beispiel einen, der ein, zwei Klassen unter einem selbst ist, und dann geht man in der Gruppe auf ihn los. Und das kann der Maddin wirklich gut, auch ohne Schulabschluss. Und wenn der Kleinere, der in der Minderheit ist, dann am Boden liegt – das hat der Maddin am liebsten -, dann holt er mit dem Fuß so richtig weit aus, so wie die, von denen jetzt auch immer mehr hier sind, und die sich mitunter genau darauf spezialisiert haben, hat man den Eindruck, und dann … Sie wissen schon.

Das sind ganz, ganz böse Faschisten, gegen die wir Demokraten uns wehren müssen!

So in etwa war das gestern. Unser Martin stand auf und sagte, „die Reduzierung komplexer politischer Sachverhalte auf ein einziges Thema, in der Regel bezogen auf eine Minderheit im Land“ sei „ein tradiertes Mittel des Faschismus“. Das „haben wir heute erneut vorgeführt bekommen: Die Migranten sind an allem schuld.“ Eine ähnliche Diktion habe es in diesem Hause schon einmal gegeben.

Und es wäre Zeit, dass die Demokraten im Lande (damit meint er wahrscheinlich seine Partei und die ihr nahe Stehenden) sich gegen „diese Art der rhetorischen Aufrüstung“, die am Ende zu einer Enthemmung führe, deren Resultat Gewalttaten auf den Straßen sei … (Uih! Dann sind also die an allem schuld, die er jetzt gerade beschimpft, sogar an der Gewalt auf den Straßen. An jeder Gewalt, auch der Gewalt der Immigranten, die ja die Hauptgewalt darstellt?), es wäre „Zeit, dass die Demokratie sich gegen diese Leute wehrt“. Und dabei zeigte er mit dem Finger, ich glaube, auf die AfD-Bundestagsfraktion. Die Demokratie soll sich wehren? Nicht die Demokraten, sondern die Demokratie selbst? Hmm. Womöglich hält Schulz sich jetzt nicht nur selbst für den verhinderten Sozi-Messias, sondern sogar für die Person gewordene Demokratie selbst.

So, liebe Leser, und jetzt bin ich etwas verwirrt. Herr Schulz sagt, es sei ein „tradiertes Mittel des Faschismus“, wenn eine Minderheit im Land so dargestellt werde, als sei sie an allem schuld. Und dann zeigt er mit dem Finger auf die AfD-Fraktion und sagt, die seien schuld an der Gewalt auf unseren Straßen, weil deren Rhetorik zur Enthemmung führe. All die Immigranten, die sich hier – oft unter falschen Namen, falschen Altersangaben, falschen Dokumenten – eingeschlichen haben und dann hier Leute zusammenschlagen, ausrauben, vergewaltigen, erwürgen, tottreten, erstechen oder was auch immer, die machen das nur wegen der enthemmenden Rhetorik der AfD? Die sind an allem Schuld, weil sie sagen, die Immigranten wären schuld an ihren eigenen Straftaten? Verstehen Sie diese Schulz-Logik?

Der kann eine viertel Stunde reden, ohne einen einzigen klugen oder halbwegs durchdachten Satz zu sagen – Können Sie so etwas?

Und bei den anderen ist das ein „tradiertes Mittel des Faschismus“, bei ihm und der SPD, der CDU, den Grünen und der Linkspartei sei es das aber nicht? Meint er das so? Oder bezieht er es ausschließlich auf die Gewalt von Deutschen gegenüber Immigranten? Wie viel gab es davon denn? Weiß das jemand? Wie viele Immigranten wurden von Deutschen die letzten drei Jahre brutal umgebracht? Wie viele immigrierte Frauen wurden von deutschen Männer vergewaltigt, sei es alleine oder als Gruppenvergewaltigung? Wie viele Immigranten wurden in den letzten drei Jahren von Deutschen zusammengeschlagen und ausgeraubt? Das müssen ja bestimmt Tausende und Abertausende gewesen sein, wenn man Herrn Schulz zuhört.

Und gern zuhören tut man dem Schulz ja schon, das muss man sagen. Irgendwie hat das Unterhaltungswert. Vielleicht mochten ihn deswegen auch all die Massenmedienfuzzis so gerne. Der kann eine viertel Stunde reden, ohne einen einzigen klugen oder halbwegs durchdachten Satz zu sagen. Können Sie das? Sehen Sie und deswegen haben Sie auch keine Millionen auf dem Konto und werden von keinen Massenmedien eingeladen und gezeigt. Der Martin kann das. Das ist schon toll, oder?

Und der Schulz hat aber noch weiter geredet gestern. Wenn der Schulz-Zug erstmals ins Rollen gekommen ist, hält den keiner mehr so schnell auf, egal in welche Richtung es geht, ob nun Abgrund oder die nächste Wand. Schon gar nicht hält ihn dann so ein popeliger Bundestagspräsident auf, wenn der Martin mal ins Rollen kommt. Denn der Schulz machte jetzt immer weiter. Der hat immer noch ein paar Tritte im Petto. Und die Königin lächelte dabei übrigens. Die mag das nämlich auch, wenn andere zusammengetreten werden, wenn es die aus ihrer Sicht „Richtigen“ sind, wenngleich sie das normalerweise nie zeigt und es immer andere machen lässt, so dass die Leute nicht auf die Idee kommen, die ist ja eine genau so miese Leute-Zusammentreterin wie die Sozis und der Schulz.

Phoenix-Fuzzi-Frau ist ganz hingerissen von Maddins Leeeidenschaftlichkeit

Die Königin der Mediokrität war aber nicht die Einzige, der das so richtig gut gefiel, wenn einer so redet respektive auf andere eintritt, die in der Minderheit sind, und ihnen vorwirft, sie würden einer Minderheit an allem die Schuld geben. Da gab es nämlich noch eine, die das ganz toll fand: die Phoenix-Fuzzi-Frau. Die sagte nämlich in der Live-Übertragung – Achtung festhalten! -: „Das war Martin Schulz mit einem leeeidenschaftlichen Plädoyer – für mehr Demokratie.“ Das hat sie wirklich gesagt. Ich schwöre! – „Das war Martin Schulz mit einem leeeidenschaftlichen Plädoyer – für mehr Demokratie.“ Das sagte die Phoenixin tatsächlich.

Vielleicht war sie ja kurz eingenickt und wachte just in dem Moment auf, als Schulz gerade sagte, es sei „Zeit, dass die Demokratie sich gegen diese Leute wehrt“, sah dann, wie alle bis auf eine Minderheit, die an allem schuld ist, vor allem an der ganzen Gewalt im Lande, wie wild applaudierten, sogar die Kanzlerin milde und zufrieden lächelte und der Bundestagspräsident den immer weiter seine Frage suchen ließ und dachte dann: „Der hält hier bestimmt ein ‚leeeidenschaftliches Plädoyer für die Demokratie‚“.

Vielleicht ist sie auch selbst bei der SPD und hat ein ähnliches „Demokratie“-Verständnis wie Schulz. Eigentlich müsste man an der Stelle jetzt einen kleinen staatsphilosophischen Exkurs machen, was Demokratie überhaupt bedeutet, dass diese die Macht aus dem Demos bezieht und erörtern, was damit gemeint ist. Aber schenken wir uns das an der Stelle. Das würden Schulz und die Sozis eh nicht lesen und wenn doch, dann wohl kaum verstehen.

Herr Gauland, Sie gehören auf den Misthaufen der deutschen Geschichte!

Auf jeden Fall fuhr der Schulz-Zug jetzt munter weiter und wollte unbedingt noch auf die „Äußerungen des Herrn Gauland“ eingehen, „das Zeigen des Hitlergrußes sei unappetitlich“. Und dann fing er richtig an zu schreien. Jetzt kam quasi der Tritt an den Kopf: Das Zeigen des Hitlergrußes sei „eine Straftat, die strafrechtlich verfolgt werden muss!“ Nun, das ist durchaus öfter der Fall, dass Straftaten strafrechtlich verfolgt werden müssen, Herr Schulz. Vielleicht meinte er, das sei ein Offizialdelikt, welches die Staatsanwaltschaft von Amts wegen verfolgen müsse und ihm fiel der richtige Ausdruck nur nicht ein. Kann ja sein.

Und dann wiederholte Schulz nochmals seine erste Einlassung mit dem Faschismus. Sie wissen schon … Einhämmermethode: Alles so oft sagen und immer wieder wiederholen, bis die Leute anfangen, es zu glauben.

„Die Art der Rede, die wir hier gehört haben, nocheinmal, die Eindimensionalität komplexer Strukturen im 21. Jahrhundert, die Reduzierung auf ein einziges Thema“, das sei ein Stilmittel, das bekannt sei. Das werde kombiniert, „Herr Präsident, ich bin sofort fertig“, das werde kombiniert mit Ausagen wie „das tausendjährige Reich sei ein Vogelschiss“. Und dann wörtlich: „Herr Gauland, die Menge an Vogelschiss ist ein Misthaufen und auf den gehören Sie in der deutschen Geschichte.“

Ist die Unterstellung der „Eindimensionalität“ zutreffend oder haben wir es hier mit einer sinnvollen Schwerpunktsetzung zu tun?

Anschließend gab der Bundestagspräsident Schäuble (CDU) Alexander Gauland die Möglichkeit, auf Schulzens Tretereien zu antworten. Gauland fasste sich – auch das können Sie im Video unten sehen und hören – kurz, entgegnete zunächst, dass dies, was Schulz hier abgeliefert habe, nicht sein Niveau der Auseinandersetzung wäre. Dieses Niveau habe es in der Tat schon mal gegeben in diesem Hause. Da wolle die AfD ganz bestimmt nicht hin. Das Ganze sei „der Versuch, uns aus dem demokratischen Konsens auszugrenzen … Aber das wird Ihnen nicht gelingen, Herr Schulz“. Abschließend erhielt Schulz eine kleine Rüge vom Bundestagspräsidenten. Es sei üblich, dass man die Antwort auf eine Zwischenbemerkung stehend entgegennehme. Schulz hatte sich bei Gaulands Replik nicht erhoben.

Auf Stilfragen will ich bei Schulz hier gar nicht weiter eingehen. Auch nicht auf sein „Demokratie“-Verständnis und seine manipulative Rhetorik. Aber eine Bemerkung zum Inhaltlichen sei mir noch erlaubt. Zum einen stimmt es natürlich nicht, dass die AfD nur ein Thema bespiele oder habe. Man mag ihr vorwerfen, dass sie nach fünf Jahren ihres Bestehens noch nicht für alle Themenbereiche ausgearbeitete, diskutierte und beschlossene Konzepte vorweisen kann. Das ist korrekt. Sie bespielt aber nach meiner Beobachtung durchaus viele Themen, so zum Beispiel: das Thema Familie und Demographie – ein absolutes Schlüsselthema, das von allen Parteien seit Jahrzehnten verpennt wurde!, das Thema Bildung – hier gilt ähnliches, das Thema Außenpolitik, das Thema Verteidigung, das Thema Wirtschaft, das Thema Euro, mit dem alles anfing, das Thema direkte Demokratie und eben das Thema innere Sicherheit und Massenimmigration.

Dass die AfD seit 2015 genau dort, bei den beiden zuletzt genannten Themen ihren Schwerpunkt setzt, scheint mir im höchsten Grade vernünftig, ja alles andere wäre und ist doch absurd. Alles andere käme einer Situation gleich, in dem die Titanic auf einen gewaltigen Eisberg zusteuert, der ihr den gesamten Rumpf aufzuschlitzen droht, und man sich aber lieber darüber unterhalte wolle, ob die Kapelle nicht mal andere Lieder spielen solle oder die Küche mehr Abwechslung im Speiseplan haben müsse, ob die Portionen ausreichend seien und dergleichen.

Im übrigen hängen fast alle anderen Themen mit dem Thema der Massenimmigration Kulturfremder zusammen, natürlich das Thema innere Sicherheit, aber auch die Themen Bildung, Wirtschaft, Sozialsicherungssysteme und vieles andere mehr. Genau das zeigte übrigens auch Gauland in seiner gestrigen Rede auf, die gar nicht eindimensional war. Der AfD-Fraktionsvorsitzende sprach zum Beispiel das Thema eines kriegerischen Einsatzes in Syrien an sowie eine mögliche Konfrontation mit Russland, die hieraus folgen könnte. Er sprach das Thema Kriminalität, innere Sicherheit und Massenimmigration an und zeigte hier Zusammenhänge auf. Er zeigte ferner, die permanenten Manipulations- und Verdrehungsversuche der grün-linken Establishments in Politik und Medien bis hinauf ins Kanzleramt auf sowie das sukzessive Abgleiten in totalitäre, antidemokratische Strukturen.

Was hat Gauland tatsächlich gesagt?

Und noch eine letzte Bemerkung. Schulz echauffierte sich schrecklich – machte also das, was er am besten kann und was ihm eine Legitimation vor sich und vor der Welt verschafft, um dann endlich mit voller Wucht zutreten zu können, etwas anderes kann der Mann nicht, konnte er noch nie -, dass Gauland gesagt hätte, den Hitlergruß zeigen sei unappetitlich. Das sagte Alexander Gauland tatsächlich. Diesen Gruß zu zeigen, sei aber nicht unappetitlich, sondern eine Straftat!, schrie Schulz sodann.

Ich weiß, mit logischem Denken kann Schulz, wie fast alle Sozis, eher wenig anfangen, aber wenn jemand sagt, X sei unappetitlich, dann schließt das keineswegs aus, dass X auch strafbar ist. Man kann jetzt darüber streiten, was im Einzelfall schlimmer ist, dass etwas strafbar oder dass etwas unappetitlich ist. Bei einem einfachen Diebstahl würden wir in Regel nicht sagen, er sei unappetitlich, er stellt aber eine Straftat dar. Also unappetitlich kann sogar eine schlimmere Verurteilung sein als etwas als strafbar zu bezeichnen, was ja lediglich das Benennen eines Faktums darstellt, während etwas als unappetitlich zu bezeichnen, eine persönliche Wertung enthält und zwar eine eindeutig sehr negative, so dass diese Bemerkung eigentlich die schärfere ist. Aber geschenkt, das wird Schulz ohnehin nicht verstehen. Es kommt aber noch viel härter.

Denn das das Zeigen dieses Grußes auch strafbar sei, genau das hatte Gauland selbst gesagt. Sie können es hier nachlesen und nachhören. Der AfD-Fraktionsvorsitzende sagte wörtlich:

„Unter den Demonstranten befanden sich auch ein paar aggressive Hohlköpfe, die „Ausländer raus!“ riefen und den Hitlergruß zeigten. Das ist unappetitlich und strafbar.“ 

Das heißt, der Vorwurf von Schulz war auf Grund von nur rudimentär entwickeltem logischem Denkvermögen nicht nur etwas dümmlich, er entbehrte darüber hinaus sogar jeder Grundlage. Gauland sagt beides, dass der Hitlergruß strafbar sei (ein reines Faktum) und ging sogar noch einen Schritt weiter, gab zu erkennen, dass er es persönlich verurteilt (unappetitlich). Schulz tat so, als habe Gauland das Faktum unterschlagen. Das hat er aber gar nicht. Er hat es sogar ausdrücklich gesagt. Aber das spielte gestern sowohl bei Schulz als auch all denen, die ihm zujubelten (Pausenhof) wohl keinerlei Rolle. Da ging es weder um Logik noch berechtigte, fundierte Kritik, die überhaupt eine Basis hat. Da ging es um ganz anderes. Aber ich denke, das haben die meisten derer, die hier regelmäßig lesen, sofort gemerkt. Eigentlich konnte man es gar nicht übersehen und doch taten dies wieder einmal Millionen. Genau das scheint wohl derzeit unser Dilemma zu sein.

Endlich rollt der Schulz-Zug mal wieder, fährt jedoch erneut frontal an die nächste Wand, dies jedoch unter großem Jubel vieler Anwesender

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Titelbild: YouTube-Screenshot

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