Ob ARD und ZDF diese Bilder auch zeigen? Der Marxismus als Diktat der „richtigen Linie“

Von Jürgen Fritz, Mi. 12. Feb 2020, Titelbild: Ruptly-Screenshot

In Thüringen wurde heute vor einer Woche ein Politiker der FDP mit den Stimmen der CDU, der AfD und seiner eigenen Partei zum neuen Ministerpräsidenten gewählt und löste damit den vorherigen Regierungschef der Linkspartei, der SED- Nachfolgerin, ab. Was sich daraufhin in ganz Deutschland abspielte, hätten die meisten von uns vor fünf Jahren noch für absolut unmöglich gehalten. Die folgenden Bilder vermitteln wohl einen kleinen Eindruck, wie es in mehreren Städten Deutschlands zuging, welche ungeheuerlichen Anfeindungen sich nun nach der AfD auch die FDP ausgesetzt fühlte, nur weil Thomas Kemmerich es gewagt hatte, die Wahl zum Ministerpräsidenten anzunehmen, obschon er sehr glaubhaft versicherte, keine Koalition mit der AfD einzugehen. Die folgenden Bilder sprechen für sich.

Der Marxismus als Diktat der »richtigen Linie«, das keinerlei Abweichung duldet

„Am Marxismus erleben wir den Zusammenbruch dessen, was »das vernünftige Andere« zu werden versprach“, schrieb der Philosoph Peter Sloterdijk 1983 in seinem fulminanten, fast tausendseitigen Werk Kritik der zynischen Vernunft, das ihn auf einen Schlag berühmt machte. Und er fährt fort:

„Die Entwicklung des Marxismus war es, die in die Verbindung der Aufklärung mit dem Prinzip Links einen Keil getrieben hat, der sich nicht mehr entfernen läßt.“

Die eigenartige Doppelstruktur des Marschen Wissens sei ein Kompositum aus Emanzipation und Verdinglichung, so Sloterdijk weiter. Verdinglichung zeichne jedes Wissen aus, das Herrschaft anstrebe. „In diesem Sinn war das Marxsche Wissen von vorneherein Herrschaftswissen. Lange bevor der Marxismus theoretisch oder praktisch irgendwo an der Macht war, taktierte er schon, in perfekt »realpolitischem« Stil, als Vormacht vor der Machtergreifung.“ 

Der Marxismus sei schon immer ein allzu genaues Diktat der »richtigen Linie« gewesen. Schon immer habe er „jede praktisch Alternative jährzornig vernichtet. Schon immer hat er zum Bewußtsein der Massen gesagt: ich bin dein Herr und Befreier, du sollst keine anderen Befreier haben neben mir!“

Soweit Peter Sloterdijk. Hier zeigt sich in der Tiefenstruktur, möchte ich ergänzen, die Verbindung zum Monotheismus, die Mosaische Unterscheidung, wie es der Ägyptologe, Religions- und Kulturwissenschaftler Jan Assmann nennt, siehe hier – die gnadenlose Ausrichtung auf eine einzige Ideologie hin, die danach trachtet, keinen einzigen in der Gemeinschaft zu dulden, der sich ihr nicht anschließt, die jedes andere Weltbild zu zerstören versucht und die sogar bereit ist, dafür die Familien, die Keimzellen des Lebens, zu zerstören, nur um ihre Weltanschauung durchzusetzen und der es an jeglicher sokratischer Weisheit mangelt.

Ob ARD und ZDF diese Bilder auch zeigen?

Zur Chronologie, wie die Menschen, „das Volk“, systematisch gegen die FDP aufgehetzt wurden, siehe hier. Und das waren dann die Folgen (plus konkrete Bedrohungen gegen FDP-Politiker, insbesondere die Familie von Thomas Kemmerich), ich denke, die Bilder sprechen für sich:

Berlin

Leipzig

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