Christen und Muslime: einander ähnlicher als man denkt?

(Jürgen Fritz, 26.12.2020) Christentum und Islam gelten neben Buddhismus, Judentum, Daoismus, Baha’i und Hinduismus als zwei der sieben Weltreligionen und zwar als die beiden mit den meisten Anhängern. Alle metaphysisch spekulativen Weltanschauungen weisen natürlich Gemeinsamkeiten und Unterschiede auf. Zwischen Christen und Muslimen oder vielleicht genauer Mohammedanern sind die Gemeinsamkeiten aber größer als vielen bewusst ist.

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Jesus von Nazareth: ein jüdischer Nationalist?

(Jürgen Fritz, 25.12.2020) Aus dem Wirken der historischen Person Jesus entstand das Christentum, eine Weltreligion mit 2,1 Milliarden Anhängern, mehr als jede andere metaphysisch spekulative Weltanschauung. Das Christentum ist global ausgerichtet. Alle Menschen seien Geschöpfe des einen und einzigen Gottes, so heißt es. War Jesus von Nazareth, der Stifter dieser Weltreligion, in Wahrheit aber gar kein Globalist, sondern ein jüdischer Nationalist? Was sagt die Forschung?

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Jesus: Vermenschlichter Gott oder vergotteter Mensch?

(Jürgen Fritz, 24.12.2020) Das Christentum, mit etwa 2,1 Milliarden Anhängern noch immer die größte Religionsgemeinschaft der Erde, nimmt seinen Anfang in einer Person: in Jesus. Das tun andere Religionen auch. Gleichwohl hebt sich Jesus von allen anderen Religionsstiftern markant ab. Denn er gilt den Christen als der menschgewordene Sohn Gottes, als die höchste Erscheinungsform des Heiligen in der Welt, ja als Gott. Wie diese Vorstellung entstanden ist, soll im folgenden erläutert werden.

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Warum so wenige die Aufklärung lieben

(Jürgen Fritz, 24.12.2020) Obschon sie schon vor mehr als zweieinhalb Jahrtausenden den Boden unseres Planeten betrat, hat sie noch immer nur wenige in ihrem Innersten erreicht. Womit hängt das zusammen? Warum sind es auch im dritten Jahrtausend so wenige, die die Aufklärung lieben? Dabei hat es den Anschein, dass die, die sie gerade meiden, seit geraumer Zeit sogar wieder mehr werden. Das hat Gründe, die im Wesen dieser spröden Schönen und im Wesen des Menschen selbst zu suchen sind.

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Von den Göttern zum dem einen und einzigen Gott: Die erste Wurzel des Judenhasses

(Jürgen Fritz, 22.12.2020) Derjenige, der den einen und einzigen Gott erfindet, verschafft sich damit einen uneinholbaren strategischen Vorteil, handelt sich unter Umständen aber auch jede Menge Ärger ein. Durch diese Erfindung kann er bestimmen, kann als erster vorgeben zu wissen, was dieser einzige Gott will. Das verschafft ihm gleichsam ein Monopol und etwas, was kein anderer mehr einholen kann: eine Legitimation, die alles übersteigt, was es sonst an Legitimation geben kann.

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Das Wesen der Verschwörungsgläubigkeit

(Jürgen Fritz, 18.12.2020) Verschwörungsgläubige sind nicht einfach Menschen, die glauben, dass es in der Welt Verschwörungen gibt. Das würde ja kaum ein halbwegs gebildeter, vernunftbegabter Mensch abstreiten, dass es das immer schon gab und auch weiterhin gibt und geben wird. Das wäre also nichts Besonderes. Was Verschwörungsgläubige auszeichnet, ist etwas anderes.

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Europas Versagen in der Pandemie

(Jürgen Fritz, 05.12.2020) Wie bei der unkontrollierten Massenimmigration und der Unfähigkeit der Sicherung der Außengrenzen versagt unser Kontinent auch in der Coronakrise weitgehend, teilweise völlig. Aktuell blamieren sich die Europäer sogar noch mehr als die USA unter Trump. In den letzten sieben Tagen wurden weltweit erstmals mehr als 75.000 COVID-19-Todesfälle registriert, 47 Prozent davon in Europa, das nur 9,5 Prozent der Weltbevölkerung ausmacht.

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Sein zum Tode und der Wunsch nach Unsterblichkeit

(Jürgen Fritz, 24.11.2020) Der Tod sei gar kein Übel, meinte Epikur in seinem berühmten Argument. Doch stimmt das wirklich? Ist er nicht genau das eben doch? Der Tod gleicht letztlich einem gigantischen Raub. Wir werden unseres eigenen Daseins beraubt. Dieses wird uns früher oder später weggenommen. Und wir haben schon früh ein Bewusstsein davon, dass dies unvermeidlich ist. Wie damit leben?

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Philosophie der Angst

(Jürgen Fritz, 31.10.2020) Angst ist einer der besten Ratgeber, die es überhaupt gibt und jemals gab, während der Satz, in dem das Gegenteil behauptet wird, einer der dümmsten ist, die die letzten Jahre artikuliert wurden. Inwiefern? Eine Reflexion über diese essentielle Basis-Emotion.

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QAnon: die profane gnostische Erlösungsreligion mit ihrer Heilsfigur Donald Trump

(Claudia Simone Dorchain, 11.10.2020) Aus den USA kommend hat ein neuer Kult auch in Deutschland Fuß gefasst: QAnon. Q arbeitet mit einer aggressiv angstgeladenen Schwarz-Weiß-Welterklärung im Politischen und findet in Donald Trump seine Heilsfigur. Was wir hier sehen, ist die postmoderne, ins Cyberzeitalter transportierte Fassung eines antiken gnostischen Erlösungsmärchens, wie die Philosophin Claudia Simone Dorchain verdeutlicht.

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Philosophischer Realismus: Die Welt ist nicht in mir, sondern ich bin in der Welt

(Jürgen Fritz, 02.10.2020) Erzeugt ein Baum, der in der Wildnis umfällt, Schall, wenn niemand da ist, dessen Ohr die hierdurch erzeugten Bewegungen der Luftmoleküle aufnehmen und die Signale an sein Gehirn weiterleiten könnte? War die Erde schon damals (annäherungsweise) eine Kugel, als vor vielen Jahrtausenden noch niemand dies entdeckt hatte? Ist ein bestialischer Mord ein Verbrechen, mithin eine moralisch zu verurteilende Tat, auch wenn er sich in der Wildnis ereignet, wo niemand es beobachtet, niemand den Toten vermisst und die Leiche niemals entdeckt wird?

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Warum sind sokratische Gespräche heute kaum noch möglich?

(Jürgen Fritz, 14.09.2020) „Alle Menschen streben von Natur aus nach Wissen.“ (Aristoteles) – „Platon ist mein Freund und Aristoteles auch, meine liebste Freundin aber ist die Wahrheit“ (Isaac Newton) – „Wahrlich es ist nicht das Wissen, sondern das Lernen, nicht das Besitzen sondern das Erwerben, nicht das Da-Seyn, sondern das Hinkommen, was den grössten Genuss gewährt.“ (Carl Friedrich Gauß)

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Der Philosophie-Vorspieler: Vom Schein und Sein

(Jürgen Fritz, 22.08.2020) „Der Philosoph, der in der Öffentlichkeit eingreifen will, ist kein Philosoph mehr, sondern Politiker; er will nicht mehr nur Wahrheit, sondern Macht.“ (Hannah Arendt) – „Die Philosophen haben die Welt nur verschieden interpretiert; es kömmt drauf an, sie zu verändern.“ (Karl Marx) – „Philosophen denken nach.“ (Konrad Paul Liessmann)

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