Kanzlerkandidat: nur 3,8 Prozent der Unionsanhänger halten Laschet für geeignet

(Jürgen Fritz, 04.05.2020) Was für eine Ohrfeige für den stellvertretenden CDU-Bundesvorsitzenden und Ministerpräsidenten von Nordrhein-Westfalen Armin Laschet. Eigentlich sollte ja am 25. April der CDU-Parteitag in Berlin stattfinden, bei dem die Partei ihren neuen Bundesvorsitzenden wählen wollte, der dann das erste Zugriffsrecht auf die Kanzlerkandidatur haben wird. Doch schon Mitte März gab die Noch-Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer bekannt, dass der Parteitag auf Grund der Coronakrise verschoben werde. Einer kann darüber ganz besonders froh sein, denn sein Ergebnis bei der Wahl wäre womöglich desaströs ausgefallen, so die Delegierten es auch nur ähnlich sehen wie die Wähler von CDU und CSU, welche ihm eine regelrechte Backpfeife verpassen.

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Die einzig nachhaltige Corona-Strategie: SARS-CoV-2 unter Kontrolle bringen

(Jürgen Fritz, 03.05.2020) Die Landesregierungen haben beschlossen, dass der Lockdown gelockert werden soll, schwenken in der Coronakrise mithin immer mehr auf die FDP-, AfD- und Laschet-Linie ein, also gegen die vor- und umsichtige Merkel-Söder-Strategie. Das wird von vielen Fachleuten, wie Prof. Christian Drosten, Prof. Melanie Brinkmann, Prof. Karl Lauterbach, der Deutschen Gesellschaft für Epidemiologie, führenden außeruniversitären Forschungsorganisationen, wie der Fraunhofer-Gesellschaft, der Helmholtz-Gemeinschaft, der Leibniz-Gemeinschaft, der Max-Planck-Gesellschaft sowie Wissenschaftsjournalisten, wie Dr. Mai Thi Nguyen-Kim, Ranga Yogeshwar und vielen anderen, also von tausenden mit der Materie beschäftigten Wissenschaftlern eher skeptisch gesehen. So könnte ein anderer, ein langfristig tragbarer, ein nachhaltiger Weg aussehen.

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Wie sich Söder und Merkel verschmitzt über Laschet lustig machen

(Jürgen Fritz, 02.05.2020) Auf ihrer gemeinsamen Pressekonferenz haben Bundeskanzlerin Angela Merkel und Bayerns Ministerpräsident Markus Söder am Donnerstag über das weitere Vorgehen in der Corona-Krise gesprochen, unter anderem über die aktuellen Reisebeschränkungen. Dabei konnten sich die beiden kleine Witzeleien über den Ministerpräsidenten von Nordrhein-Westfalen Armin Laschet, Merkels und Söders Gegenspieler in der Coronastrategie, nicht verkneifen. Besonders auffällig dabei war, wie die beiden sich gegenseitig zuzwinkerten und sich das Schmunzeln nicht verkneifen konnten.

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Rigorose Klugheit versus der Verzweiflung geschuldete „Lockerungen“

(Thomas Schmid, 01.05.2020) Wir wissen viel mehr als die Menschen vor 400 Jahren. Deswegen neigen wir dazu, uns ihnen überlegen zu fühlen. Damals Dunkelheit, heute Licht. Damals Unwissen, heute Wissenschaft. So erscheinen unsere Vorfahren als Menschen in einem Zustand kindlicher Ahnungslosigkeit. Sind wir mit all dem naturwissenschaftlichen, technischen und soziologischen Wissen aber auch klüger geworden? In Wahrheit waren unsere Vorvorfahren nicht so unklug, wie oft behauptet wird. Und wir sind – auch das zeigt die Corona-Krise – nicht immer so klug, wie wir gerne wären. Thomas Schmid blickt zunächst zurück ins frühe 17. Jahrhundert, die Zeit der Beulenpest in Europa, um dann nach vorne zu blicken.

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Was die Coronakrise deutlich macht: Wir alle lernen uns besser kennen

(Jürgen Fritz, 30.04.2020) Vor zwei Monaten erreichte die Corona-Pandemie Europa, seither beherrscht uns das neuartige Coronavirus weitgehend. Dabei zeigt mir das Ganze vor allen Dingen eines: wie sehr viele in ihrer jeweiligen Weltanschauung, in ihrer Ideologie, ihren kognitiven Konstrukten gefangen und wie wenig sie fähig sind, das Problem selbst jenseits ihrer jeweiligen Klischees und verfestigten Vorurteile zu erfassen, einzuschätzen und zu bewerten, wie sehr der Zugang zur Realität bei vielen doch durch bestimmte Filter und inadäquate Deutungsmuster verzerrt ist. Diese tiefgehende Krise lässt aber auch noch etwas anderes zu Tage treten.

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Verdeutlichung, was Reduktion der Reproduktionszahl bedeutet

(Jürgen Fritz, 26.04.2020) Die Landesregierungen haben beschlossen, dass der Shutdown schon jetzt gelockert werden soll und sind damit in der Coronakrise zumindest ein Stück weit auf die Laschet-Linie eingeschwenkt, der seit Tagen und Wochen Druck macht in diese Richtung. Das wird von vielen Fachleuten, wie Prof. Christian Drosten, Prof. Melanie Brinkmann, Prof. Karl Lauterbach, Dr. Mai Thi Nguyen-Kim und anderen eher skeptisch gesehen. So könnte ein anderer Weg aussehen.

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Die völlig falsche Kontrastierung in der Coronakrise

(Jürgen Fritz, 25.04.2020) Ein gängiges Argumentationsmuster in der Coronakrise lautet: hier Gesundheit und Menschenleben einer Minderheit, dort die Psyche aller sowie die Interessen der Wirtschaft. Diese Kontrastierung ist meines Erachtens völlig falsch und irreführend. Weshalb? Hier der Versuch einer Erklärung.

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Coronakrise: Wohin führt der schwedische Sonderweg?

(Jürgen Fritz, 23.04.2020) Schweden hatte sich entschlossen, im Umgang mit der Corona-Pandemie einen anderen Weg zu gehen als andere Länder: weniger Restriktionen, dafür mehr Empfehlungen. Doch die Zweifel nehmen zu, ob es diesen Weg beibehalten kann. Ein Gesetz, welches die Regierung ermächtigt, landesweit entsprechende Maßnahmen kurzfristig anordnen zu können, ist bereits verabschiedet. Einen derartigen Ausnahmezustand kannten die Schweden in Friedenszeiten bisher nicht. Ministerpräsident Löfven sagte klipp und klar: „Die Gefahr ist noch lange nicht vorbei“ und „Wir sind bereit, weitere Maßnahmen zu ergreifen“. Und nun wurden auch noch zwei peinliche Pannen bekannt, welche den bisherigen schwedischen Optimismus etwas bremsen.

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Wo genau steht die WerteUnion wirklich?

(Jürgen Fritz, 23.04.2020) Die WerteUnion ist keine anerkannte Parteigliederung von CDU und CSU, wenngleich die meisten ihrer Mitglieder zugleich den beiden Unionsparteien angehören, sondern sie ist ein eigenständiger Verein. Bei diesem handele es sich, so heißt es, um einen Zusammenschluss konservativ und wirtschaftsliberal ausgerichteter Unionsmitglieder. Doch inzwischen stellt sich die Frage, ob das wirklich eine vollumfänglich richtige und treffende Beschreibung ist. Ob dies für alle in der WerteUnion genau passt, daran darf zumindest gezweifelt werden, wie die folgenden verstörenden Vorfälle zeigen.

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Merkel übernimmt politische Führung: Reproduktionsfaktor weiter nach unten drücken

(Dokumentation, 21.04.2020) Nach der Sitzung des Corona-Kabinetts gab Bundeskanzlerin Angela Merkel in Berlin in einer Pressekonferenz zuerst eine Erklärung ab und stellte sich dann den Fragen der Journalisten. Merkel machte zum ersten Mal deutlich, was das Ziel der Bundesregierung ist: der Reproduktionsfaktor soll nicht nur bei knapp unter 1 gehalten werden, um ein erneutes exponentielles Wachstum zu verhindern, er soll vielmehr „möglichst bald“ weiter nach unten gedrückt werden. Denn man dürfe nicht aus den Augen verlieren, dass „wir noch lange nicht über den Berg sind“. JFB dokumentiert die gesamte Mitschrift der Pressekonferenz, sowohl der Erklärung als auch der Fragen und Antworten.

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Kontrollierte Herdenimmunität – Keine gute Idee

(Jürgen Fritz, 20.04.2020) Großbritannien unter seinem Premierminister Boris Johnson wollte anfangs diesen Weg beschreiten. 38 Tage lang nach den ersten Warnungen weigerte man sich auf der Insel noch immer, konsequente Eindämmungsmaßnahmen gegen das neuartige Coronavirus SARS-CoV-2 zu ergreifen. Das Land wollte eine andere Variante ausprobieren: Es sollte möglichst rasch eine Herdenimmunität entwickelt werden. Doch diesen Weg hielt man nicht sehr lange durch. Hier die Erklärung, warum dies keine gute Idee war und ist.

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Diese Länder haben die meisten Corona-Toten pro Einwohner

(Jürgen Fritz, 18.04.2020) America first. Die USA (327 Mio. Einwohner) haben inzwischen nicht nur die meisten COVID-19-Toten weltweit (über 37.000), sie haben nicht nur weltweit die meisten detektierten Infizierten (über 700.000), sie haben nicht nur die meisten registrierten Neuinfizierten (über 32.000), sie verzeichnen auch jetzt schon zum dritten Mal mehr als 2.500 Corona-Tote an nur einem Tag. Doch wie sieht es aus, wenn man nicht die absoluten Zahlen betrachtet, sondern bezogen auf die jeweilige Bevölkerungsgröße? Welche Länder hat es da bisher am schlimmsten erwischt?

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Beate Bahners Audionachricht und die Richtigstellung durch die Staatsanwaltschaft

(Jürgen Fritz, 16.04.2020) Die Causa Beate Bahner nimmt von Tag zu Tag verrücktere Züge an. Von Anfang fragte man sich, ob hier ein Fall von Verfolgungs- und Größenwahn vorliegt. Inzwischen stellt sich aber die Frage, ob nicht noch mehr dahinter steckt, vor allen nach einer völlig irren Audionachricht, die nach Ostern auftauchte und gezielt verbreitet wurde. Hier Teil 4 zu der Heidelberger Anwältin, die offensichtlich ein mehr als merkwürdiges Spiel treibt.

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Wolfgang Kubicki bei Markus Lanz: eine Offenbarung der Inkompetenz

(Jürgen Fritz, 16.04.2020) Eines wurde gestern Abend in der Sendung von Markus Lanz überdeutlich: Der stellvertretende Bundesvorsitzende der FDP Wolfgang Kubicki hat in der größten Krise seit 75 Jahren selbst jetzt, Mitte April, das eigentliche Problem noch gar nicht wirklich verstanden, möchte aber gleichwohl über die Bekämpfung dessen, was er nicht erfasst hat, mitbestimmen. Das gestern war ein Offenbarungseid, der deutlich macht, warum die FDP selbst für halbwegs umsichtige, verantwortungsbewusste, liberal gesinnte Menschen inzwischen unwählbar geworden ist.

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Beate Bahner erlässt „Corona-Auferstehungs-Verordnung“ für ganz Deutschland

(Jürgen Fritz, 15.04.2020) Wie in Teil 1 und Teil 2 bereits berichtet, geben die Aktionen der Heidelberger Rechtsanwältin Beate Bahner, welche diese seit Anfang April entwickelt, um die Corona-Verordnung außer Kraft zu setzen, doch einige Fragen auf. Nachdem das Bundesverfassungsgericht ihren Antrag auf Grund elementarer Formfehler als nicht einmal zulässig zurückwies, erließ die Anwältin sogleich eine eigene Verordnung für ganz Deutschland. In dieser ordnete sie nicht nur die sofortige Öffnung sämtlicher öffentlicher Einrichtungen an, sondern auch dass all diese Einrichtungen von der Bevölkerung nicht nur besucht werden dürften, sondern besucht werden müssten! Außerdem dass die Menschen wieder reisen müssten und dass sie sich im öffentlich Raum in Gruppen zu bewegen hätten (Kontaktgebot statt Kontaktverbot).

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