Was lernen wir aus all diesen schrecklichen Anschlägen und Verbrechen?

Von Jürgen Fritz, Do. 10. Okt 2019, Titelbild: RT Deutsch-Screenshot

Es ist immer das gleiche Spiel: Wenn ein Rechtsextremist ein schreckliches Verbrechen aus seiner rechtsextremistischen Weltanschauung heraus begeht, dann heißt es bei den Rechtsradikalen, das sei „ein Verrückter“ oder „eine False Flag-Operation“. Wenn ein Linksextremist aus seiner Weltanschauung heraus ein schreckliches Verbrechen begeht, dann heißt es aus dieser Ecke, das wäre gar kein Linker. Linke würden so etwas niemals tun.

Die Abspaltung des Bösen von der eigenen Weltanschauung

Wenn aus der dritten anti-liberalen, menschenrechtsfeindlichen Gruppe, deren Name in Deutschland schon gar nicht mehr offen genannt werden darf, einer ein solches Verbrechen begeht, dann heißt es, das sei ein „bedauerlicher Einzelfall“, der auf keinen Fall verallgemeinert werden dürfe!, der gar nichts mit der Weltanschauung zu tun habe, selbst dann nicht, wenn der Mörder beim Morden diese ständig schreit. Oder es heißt, das sei gar keiner aus dieser Gruppe, sondern ein Terrorist, der diese religiöse Weltanschauung „instrumentalisieren“ würde. Mit der Religion hätte es aber „gar nichts zu tun!“. Die sei „vollkommen friedlich“.

Es ist immer das Gleiche: Alle drei freiheits-, liberalismus- und menschenrechts-feindlichen Weltanschauungsgruppen sind unfähig zur Selbstkritik, unfähig, ehrlich sich selbst und anderen gegenüber zu sein, unfähig zu prüfen, inwiefern dies schon in ihrer bösartigen Weltanschauung angelegt ist. Daher muss es dann „ein Verrückter“ sein oder eine „False Flag-Operation“ oder ein „Einzelfall“ oder „gar kein Linker“ bzw. „gar kein M…“, sonder „ein I…mist“, um die böse Tat von der eigenen Weltanschauung abzuspalten.

Was in allen drei Fällen dahinter steckt?

Die Unfähigkeit zur Selbstkritik und zur Wahrhaftigkeit.

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