Union steigt bei INSA in zwei Wochen um sieben Punkte

Von Jürgen Fritz, Di. 24. Mär 2020, Titelbild: YouTube-Screenshot

Gerade mal zwei Wochen ist es her, da berechnete der INSA-Meinungstrend CDU/CSU noch auf 26,5 Prozent. Vor sieben Tagen waren es dann schon 28,5 Prozent. Doch inzwischen würde laut INSA mehr als jeder Dritte die Union wählen wollen: 33,5 Prozent. Massive Verluste verzeichnen dagegen Die Grünen, die innerhalb einer Woche um drei Punkte fallen, sowie die Linkspartei, die 2,5 Punkte einbüßt und auf sieben Prozent einbricht. Unter sieben Prozent lag DIE LINKE fast sieben Jahre nicht. Aber auch die AfD muss noch weiter Federn lassen und fällt auf ihren niedrigsten INSA-Stand seit 2017. Sie hat nun in den letzten 18 Monaten über 35 Prozent ihrer Anhänger verloren!

Die Bevölkerung ist derzeit besonders mit dem Agieren von CDU und CSU zufrieden

Die überwiegende Mehrheit der Deutschen ist der Auffassung, dass die von CDU/CSU geführte Bundesregierung ihren Job zur Bewältigung der Corona-Krise ganz  ordentlich macht (laut Deutschlandtrend zwei von drei Bundesbürgern). Ähnliches gilt besonders für die CSU-geführte Landesregierung in Bayern. Insbesondere drei Politiker stechen zur Zeit heraus und vermitteln der Bevölkerung das Gefühl, dass gerade in dieser Zeit die richtigen am Ruder sind: Bundeskanzlerin Angela Merkel, Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (beide CDU) und ganz stark auch der bayerische Ministerpräsident und CSU-Vorsitzende Markus Söder, siehe dazu das jüngste RTL-/ntv-Trendbarometer., welches zugleich ermittelte, dass die Coronakrise für 94 Prozent der Bundesbürger derzeit das wichtigste Thema ist.

Laut Civey sind waren zum Stand 20.03.2020 rund drei von vier Deutschen (73,8 Prozent) der Ansicht, dass Bundeskanzlerin Angela Merkel in ihrer TV-Ansprache an die Nation zur Corona-Pandemie am Mittwoch, den 18.03.2020, den richtigen Ton getroffen hat. Nicht einmal jeder Fünfte (19,1 Prozent) war anderer Ansicht. Dabei hatten rund 18 Millionen Zuschauer den Auftritt Merkels bei ARD oder ZDF live verfolgt.

Merkel-TV-Ansprache

Civey-Screenshot

Es war erst das sechste Mal, dass ein Bundeskanzler aufgrund eines aktuellen Ereignisses zur Bevölkerung sprach. In ihrer Ansprache ermahnte die Kanzlerin die Deutschen, die Situation ernst zu nehmen und Regeln einzuhalten. Seit dem Zweiten Weltkrieg habe es keine Herausforderung mehr für Deutschland gegeben, bei der es so sehr auf unser gemeinsames solidarisches Handeln ankommen sei.

Auch Söder wird von der Bevölkerung als kompetent und zupackend wahrgenommen

Und auch mit der Arbeit der letzten Wochen des CSU-Vorsitzenden und bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder ist laut einer repräsentativen Civey-Umfrage die Mehrheit der Bevölkerung (ca. 59,8 Prozent) zufrieden, während nur 23 Prozent damit unzufrieden sind.

Zufrieden mit Söder

Dagegen gibt die SPD-Spitze das folgende Bild ab

Die SPD-Spitze gibt dagegen angesichts der Corona-Krise ein trauriges, ja erschreckendes Bild ab. Am gleichen Tag, zur selben Stunde ließen die beiden Bundesvorsitzenden (!), als es um die Frage nach Ausgangsbeschränkungen ging, folgendes verlautbaren:

EskenWalter-Borjans

Die eine Parteivorsitzende sagt hü der andere hott. Das ließ bei nicht wenigen Menschen wohl das Gefühl entstehen: „Die können ja nicht mal sich selbst regieren.“ Und einige spotteten im Netz: „Damit ist auch klar, warum die SPD eine Doppelspitze braucht: So kann die Parteiführung bei allen Themen immer beide Positionen abdecken.“

Ganz zu schweigen von dem Agieren der Grünen, die mit absurden Vorschlägen kamen, und der Linkspartei. Vor allem dieses Gefühl, dass die Regierungsgeschäfte derzeit bei CDU und CSU in den richtigen Händen sind, dürfte zu folgenden aktuell von INSA ermittelten Ergebnissen führen:

Union steigt bei INSA innerhalb einer Woche um fünf Punkte, Grüne verlieren drei, die Linkspartei 2,5

Hier die aktuellen INSA-Werte (2.070 vom 20.03. bis 23.03.2020 per Online-Panel = internetbasierte Befragung von gezielt ausgewählten Mitgliedern einer Personengruppe (Befragten-Pool)), in Klammern die soweit gegeben Veränderung zur Vorwoche:

  1. CDU/CSU: 33,5 % (+ 5)
  2. GRÜNE: 20 % ( – 3)
  3. SPD: 15 % (+ 0,5)
  4. AfD: 12 % ( – 1)
  5. LINKE: 7 % ( – 2,5)
  6. FDP: 6,5 % 
  7. Sonstige: 6 % (+ 1)

Hier der INSA-Zwei-Jahres-Chart:

INSA-2020-03-23

Demnach wäre nun laut INSA Grün-Rot-Dunkelrot mit nur noch 42 Prozent (gegenüber 47 Prozent in der Vorwoche) deutlich von einer Mehrheit entfernt. Für eine Mehrheit der Sitze im Bundestag bräuchte es bei 6 Prozent für sonstige Parteien ca. 47 Prozent der Stimmen.

CDU/CSU haben damit bei INSA in den letzten zwei Wochen um sage und schreibe sieben Punkte zugelegt von 26,5 auf 33,5 Prozent.

Die Linkspartei hat dagegen innerhalb von vier Wochen ein Drittel ihrer Anhänger verloren, fällt von 10,5 auf 7 Prozent. Niedriger als 7 Prozent stand sie zuletzt im Juni 2013.

Und die AfD verliert in den letzten fünf Wochen jeden fünften Anhänger, fällt bei dem als AfD-nah geltenden INSA-Institut von 15 auf 12 Prozent. Sie hat damit bei INSA in weniger als 18 Monaten über 35 Prozent ihrer Anhänger verloren (Rückgang von 18,5 auf 12 Prozent).

Betrachten wir nun, wie sich diese deutliche Veränderungen bei INSA auf die Wahl-O-Matrix-Mittelwerte aller Institute auswirken.

So würden die Deutschen derzeit in etwa wählen

Wahl-O-Matrix hat wie immer die Werte aller Institute, die bezogen auf den mittleren Tag der Befragung in den letzten drei Wochen Erhebungen durchführten, die jeweils aktuellste ausgewertet, zusammengefasst und das arithmetische Mittel errechnet. Herangezogen wurden die Werte von

  • Forschungsgruppe Wahlen (mittlerer Befragungstag: 04.03.)
  • Civey (mittlerer Befragungstag: 14./15.03.)
  • Kantar (mittlerer Befragungstag: 15.03.)
  • Infratest dimap (mittlerer Befragungstag: 17./18.03.)
  • Forsa (mittlerer Befragungstag: 18.03.) und
  • INSA (mittlerer Befragungstag: 21./22.03.).

Angegeben ist für jede Partei der niedrigste und der höchste Wert sowie fettgedruckt das arithmetische Mittel aller Werte:

  1. CDU/CSU: 2633,5 % ==> 30,0 %
  2. GRÜNE: 2023 % ==> 21,5 %
  3. SPD: 1416 % ==> 15,3 %
  4. AfD: 914 % ==> 11,5 %
  5. LINKE: 79 % ==> 8,4 %
  6. FDP: 5,7 – 7 % ==> 6,5 %
  7. Sonstige: 6 – % ==> 6,7 %
2020-03-23

Fazit

Auch hier hätte Grün-Rot-Dunkelrot mit ca. 45,2 Prozent der Stimmen derzeit keine Mehrheit im Bundestag. Für eine Mehrheit der Sitze bräuchte es bei 6,7 Prozent für sonstige Parteien ca. 46,7 Prozent der Stimmen.

Und noch etwas: Bei einem solchen Ergebnis wäre klar, die Union und nicht Die Grünen stellt auch den nächsten Kanzler.

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