Die tiefste Krankheit der westlichen Welt: die Abkehr vom ethischen Objektivismus

Von Jürgen Fritz

Die gesamte westliche Welt ist vom Weg abgekommen. So sehr, dass sie sich selbst zu zerstören droht. Wie konnte es so weit kommen? Um diese Frage zu beantworten, muss man verstehen, was eine Gesellschaft im Innersten zusammenhält. Es ist dies die gemeinsame Vorstellung, was gut und was böse, was richtig und was falsch ist. Geht das verloren, fehlt der innere Kitt, der innere Zusammenhalt. Der Skeptizismus, in seinen Spielarten des Subjektivismus und Relativismus, hat genau dies zerstört. Der Kulturrelativismus fußt auf dem ethischen Relativismus. Was wäre also die richtige Medizin, wenn nicht die Rückkehr zum ethischen Objektivismus?

Jede Gesellschaft braucht gemeinsame Moralvorstellungen

Gesellschaften werden innerlich zusammengehalten durch eine gemeinsame Geschichte, eine gemeinsame Sprache, eine gemeinsame Kultur, eine gemeinsame Tradition, Riten, Sitten, vor allem aber durch gemeinsame Wertvorstellungen und Normen, durch eine gemeinsame Moral. Das ist quasi der innere Kitt, der eine Gesellschaft zusammschweißt. Was aber genau versteht man unter einer Moral?

Unter Moral versteht man

  • ein Normensystem (Werturteilssystem), welches sich
  • auf menschliches Handeln bezieht und welches
  • im Gegensatz zu rein subjektiven Geschmacksurteilen, Konventionen (z.B. Tischsitten) und Bräuchen (Konventionen mit längerer Tradition) einen kategorischen Anspruch auf unbedingte Gültigkeit erhebt.

Beispiele für moralische Normen (Ge- und Verbote):

  1. Du sollst nicht morden.
  2. Gib keine Versprechen, in der Absicht, sie nicht zu halten.
  3. Quäle nicht unnötig fühlende Wesen. Auch Tiere nicht.
  4. Versuche deine Sichtweise nicht mit Gewalt oder Einschüchterung durchzusetzen.
  5. Verhindere nicht die Erforschung der Wahrheit nur aus Angst, sie könnte deine Weltanschauung in Frage stellen oder zerstören.
  6. Du sollst Menschen nicht auf Grund ihres Geschlechts, ohne jeden sachlichen Grund systematisch benachteiligen.
  7. Verbiete anderen nicht bei Androhung von Gewalt oder durch Einschüchterung, deine Weltsicht zu kritisieren.
  8. Diskriminiere nicht Menschen auf Grund anderer spekulativer metaphysischer Vorstellungen und bedrohe sie nicht mit dem Tode, wenn sie sich von den von dir präferierten Vorstellungen abwenden.
  9. Foltere niemanden und peitsche niemanden öffentlich aus. Verstümmle niemanden. Hacke niemandem die Gliedmaßen ab und steche niemandem die Augen aus.
  10. Du sollst kleine Kinder nicht an ihren Genitalien verstümmeln und Kinder nicht sexuell missbrauchen, auch nicht wenn du sie anschließend oder vorher heiratest.

All dies sind Normen, die nicht nur für bestimmte Personen gelten sollen, sondern für alle. Und zwar immer und überall, unabhängig von persönlichen Vorlieben und persönlichen Zielen, die man gerade verfolgt.

Dies ist ein gravierender Unterschied zu rein persönlichen Geschmacksurteilen oder zu bloßen Konventionen, Sitten und Bräuchen, die keine unbedingte Gültigkeit beanspruchen. Wenn jemand sagt, er findet, man solle nicht morden und Versprechen wenn möglich nicht brechen, dann meint er normalerweise nicht, dass nur er sich aus persönlichen Vorlieben dafür entschieden hat, dies nicht zu tun, und es ihm egal ist, was andere diesbezüglich machen, sondern er meint, dass er es gut fände, wenn alle sich an diese Normen hielten, dass er dies geradezu erwartet. Genau das macht die Moralität der Norm aus.

Dabei haben verschiedene Gesellschaften und Kulturen unterschiedliche solche Norm- und Werturteilssysteme, also differierende Moralen. Und die Moralvorstellungen innerhalb einer Gesellschaft, die zum Teil in Gesetzen kodifiziert werden, insbesondere im Strafrecht, verändern sich im Laufe der Zeit, meist aber nicht in ihrer Essenz. Was ist nun aber der Unterschied zur Ethik? Sind das nicht nur verschiedene Worte für dasselbe?

Ethik: Die Reflexion über Moral

Ethik ist die (wissenschaftliche) Reflexion von Moral. Die Ethik, begründet vor allem von Sokrates, Platon und Aristoteles im fünften und vierten Jahrhundert v. Chr., ist unter anderem eine Teildisziplin der Philosophie, wird auch Moralphilosophie genannt.

Normative Ethik überprüft moralische Urteile und fragt nach der Legitimität dieser, nach ihrer argumentativen Haltbarkeit und Schlüssigkeit. Sie kann eine Moral rechtfertigen, sie aber auch als unhaltbar verwerfen.

Während also der Gegenstandsbereich der Moral menschliches Handeln ist – sie schreibt einfach, meist ohne Begründung, bestimmte Handlungen vor und verbietet andere -, ist der Gegenstandsbereich der Ethik die Moral, also die Regeln, die Normen, die vorgegeben werden. Man kann an wissenschaftlichen Hochschulen nicht eine Moral studieren, so wie man dort nicht die Psyche eines Menschen oder Gesellschaft studieren kann, aber man kann Moralphilosophie, Psychologie und Soziologie studieren, Fächer also, die allgemein Moralen, die die Psyche von Menschen und gesellschaftliche Mechanismen untersuchen.

Eine typisch ethische Frage wäre: Warum soll man kein Versprechen geben, in der Absicht, es zu brechen? Oder: Warum soll man kleine Kinder sexuell nicht missbrauchen? Warum ist das verwerflich? Wie kann das rational begründet werden? Der Ethikbegriff wird, da die meisten nicht wissen, was Moralphilosophie ist, fast durch die Bank falsch verwendet und meist mit Moral vermengt, so dass der Unterschied kaum noch einem auffällt.

Metaethik: die Reflexion über Ethik

Metaethik wiederum untersucht nicht Handlungen von Menschen und auch nicht einzelne Moralen, sondern reflektiert nochmals eine Ebene höher die Ethik selbst.

Sie fragt zum Beispiel, was das Wort „gut“ überhaupt bedeutet (Sprachanalyse); welche unterschiedliche Wortbedeutungen von „gut“ es gibt: ein gutes Messer, eine gute Idee, eine gute Ausstellung, ein guter Tag, ein gutes Leben, ein guter Mensch/Charakter – rein instrumentelle Nützlichkeitswerte, eigenständige Werte, moralische Werte.

Oder sie fragt nach dem Stellenwert von moralischen Urteilen (Werturteile): Handelt es sich dabei a) um rein subjektive Geschmacksurteile, um Gefühlskundgebungen oder können sie b) einen gültigen Wahrheitsanspruch erheben? Die im Bild dargestellten Positionen – Objektivismus und Skeptizismus, in seinen Spielarten des Subjektivismus und Relativismus – sind unterschiedliche sogenannte metaethische Positionen.

Metaethik (2)

Subjektivismus, Relativismus, Objektivismus

Der ethische Subjektivist sagt: Ich persönlich finde, seiner einjährigen Tochter aus Wut und zur Durchsetzung seiner Macht- und Besitzansprüche den Kopf abzuschneiden, nicht gut. Aber das ist nur meine individuelle persönliche Meinung. Mehr nicht. So etwas wie verbindlichen Normen und Regeln gibt es nicht. Generell gibt es keinerlei Objektivität, schon gar nicht im moralischen Bereich. All dies sind rein subjektive Einschätzungen ohne jeden Anspruch auf Allgemeingültigkeit. Ich möchte daher meinen Mitmenschen keine Vorschriften machen. Ich maße mir nicht an, über andere moralisch zu urteilen und möchte von anderen auch nicht beurteilt werden. Mehr kann ich dazu nicht sagen. Ein moralisches Urteil über diesen Mann, der seinem Kind den Kopf abtrennte, steht mir auch bei vollständiger Kenntnis der Faktenlage nicht zu.

Der ethische Relativist sagt: In unserer Gesellschaft schneiden wir unseren Kindern nicht aus Wut und um unsere Macht- und Besitzansprüche durchzusetzen den Kopf ab. Das hängt aber nur damit zusammen, weil dies nicht unseren aktuellen kollektiven Gepflogenheiten entspricht. Andere Kulturen haben (bzw. hatten) eben ihre eigenen Moralvorstellungen, die vollkommen differieren, ja, sogar den unseren diametral entgegengesetzt sein können. Das geht uns a) nichts an und b) gibt es hier kein besser und kein schlechter, weil es keinen objektiven Maßstab gibt. Wenn andere Kulturen solche aus unserer Sicht zutiefst grausame und unmenschliche Handlungen mehrheitlich legitim finden, dann ist das völlig in Ordnung und genau so richtig wie unsere Moralvorstellung.

Der ethische Objektivist sagt: Es gibt objektive moralische Wahrheiten und diese kann der Mensch grundsätzlich auch erkennen (Kognitivismus). Das heißt, es gibt so etwas wie moralische Erkenntnis, sei es, 1. dass diese a) mittels der Ratio oder b) über einen inneren moralischen Sinn intuitiv als objektive Entitäten der Wirklichkeit entdeckt und erkannt werden (ethischer Realismus) oder aber 2. nach objektiven Regeln entwickelt (Konstruktivismus). Einem kleinen Kind aus Wut und zur Durchsetzung der eigenen Macht- und Besitzansprüche den Kopf abzuschneiden, ist objektiv verwerflich und das kann ein Mensch, wenn er nicht völlig verblendet ist und einen Zugang zu seinem inneren moralischen Sinn hat respektive zu den objektiven ethischen Entitäten, auch erkennen.

Dabei hat die Verwerflichkeit nichts mit rein subjektiven oder rein gesellschaftlichen und historischen Bedingtheiten zu tun. Solche Handlungen sind in Gesellschaft A, B, C … Z verwerflich. Das waren sie immer und werden sie auch immer sein, unabhängig davon, ob die Menschen dies immer auch alle oder mehrheitlich tatsächlich erkennen. Ja, solche Handlungen wären sogar dann objektiv verwerflich, wenn dies zu einer bestimmten Zeit weltweit kein einziger Mensch erkennen würde, so wie die Erde auch damals schon eine Kugelform hatte, als dies noch kein Einziger entdeckt hatte. Der ethische Objektivist kann also  sagen: „Diese Moral ist eine objektiv falsche respektive schlechte Moral“. Der Relativist und der Subjektivist sind dazu nicht fähig.

Fast alle modernen Moralphilosophen sind ethische Objektivisten, die Bevölkerung jedoch fast alle ethische Relativisten

Es sind übrigens nahezu alle modernen Moralphilosophen keine Subjektivisten und keine Relativisten, sondern ethische Objektivisten. Fast alle glauben also, dass es moralische Wahrheiten gibt, die man auch erkennen kann (Kognitivismus). Und sie führen dafür sehr überzeugende Argumente ins Feld. Seltsamerweise kommt dies seit Jahrzehnten in der Öffentlichkeit nicht an, soll vielleicht auch nicht ankommen.

Genau dieser Umstand spielt wiederum einer anderen Moral in die Hände (die für sich selbst absolute Gültigkeit beansprucht), weil somit nichts vorhanden ist, was ihr entgegengesetzt werden kann, da für Subjektivisten und Relativisten ja alles irgendwie okay und alles gleichwertig ist, was zu einer gewissen Beliebigkeit führt, oftmals sogar eine starke Tendenz vorhanden zu sein scheint, das Fremde a priori höher zu bewerten als das Eigene, nur weil es fremd ist, was natürlich ein völlig unsinniges, ja, geradezu gefährliches, selbstzerstörerisches Prinzip darstellt.

Welche Moral leitet sich direkt aus dem Koran ab?

Der Koran gilt Muslimen als „heiliges Buch“, welches nach islamischer Lehre  im Gegensatz zur Bibel durch Verbalinspiration zustande gekommen sein soll, indem Allah über einen Engel Mohammed, dem (vorgeblichen) Religionsstifter, genau diese Worte zugekommen haben lassen soll, die dann später schriftlich fixiert worden seien, wobei diese Schrift im Gegensatz zur Bibel für sich selbst beansprucht, Wort für Wort dem Originalkoran zu entsprechen, welcher im Himmel bei Allah liegen soll. So die Behauptungen der islamischen Lehre, die nicht angezweifelt werden dürfen, da man sich ansonsten der Blasphemie schuldig macht (Immunisierung gegen Kritik).

Hier nur einige von unzähligen zur Gewalt gegen Nichtmuslime aufrufenden Verse, die eine höchst fragwürdige Moral begründen, um es sehr vorsichtig zu formulieren:

Sure 2, 191: “Und erschlagt sie (die Ungläubigen), wo immer ihr auf sie stoßt, und vertreibt sie, von wo sie euch vertrieben; denn Verführung (zum Unglauben) ist schlimmer als Totschlag …” – Aufruf zum Morden

Sure 4, 74: “Und so soll kämpfen in Allahs Weg, wer das irdische Leben verkauft für das Jenseits. Und wer da kämpft in Allahs Weg, falle er oder siege er, wahrlich dem geben wir gewaltigen Lohn.” – Versprechen von Belohnung für das Morden

Sure 4, 89: “Sie wünschen, dass ihr ungläubig werdet, wie sie ungläubig sind, und dass ihr ihnen gleich seid. Nehmet aber keinen von ihnen zum Freund, ehe sie nicht auswanderten in Allahs Weg. Und so sie den Rücken kehren, so ergreifet sie und schlagt sie tot, wo immer ihr sie findet; und nehmet keinen von ihnen zum Freund oder Helfer.” – Immunisierungsstrategie gegen Kritik und Verteufelung von Andersdenkenden sowie Aufruf zum Mord

Sure 8, 39: “Und kämpfet wider sie (die Ungläubigen), bis kein Bürgerkrieg mehr ist und bis alles an Allah glaubt …” – Benennung des Endziels

Sure 47, 4: „Und wenn ihr die Ungläubigen trefft, dann herunter mit dem Haupt, bis ihr ein Gemetzel unter ihnen angerichtet habt …“ – Aufruf zum Massaker

Fazit

Wer weder auf die Ratio noch auf seinen inneren moralischen Sinn, nicht auf seine Intuition vertraut, sondern tatsächlich bereit ist, diese Schrift als moralische Autorität zu akzeptieren, der fühlt sich leicht nicht nur legitimiert, solch unfassbar grausame, unmenschliche, verwerfliche Taten zu begehen, sondern geradezu moralisch verpflichtet, weil es ja die in seiner Vorstellung höchste Autorität persönlich angeordnet hat und er hierfür sogar die höchstmögliche Belohnung in Aussicht gestellt, ja, sogar versprochen bekommt.

Der ethische Objektivist dürfte hier wohl nicht wenig geneigt sein, von einer geradezu perfiden Moral zu sprechen. Der Relativist und der Subjektivist sind dazu freilich nicht fähig.

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Literaturempfehlungen

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Titelbild: Pixabay, CC0 Creative Commons

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13 Antworten auf „Die tiefste Krankheit der westlichen Welt: die Abkehr vom ethischen Objektivismus

  1. Pingback: Die tiefste Krankheit der westlichen Welt: die Abkehr vom ethischen Objektivismus – Leserbriefe

  2. Der Beurteiler

    Wir lernen, der gewalttätige Moslem richtet sich nur nach dem Koran, der ihm praktisch das Morden vorschreibt! Wie auch immer, liegt es immer am Menschen selbst, wie weit er bereit ist zu gehen. Viele „Flüchtlinge“ sind ein „Pulverfass“, dass jederzeit explodieren kann! Leider gilt diese auch für deren Kinder, was schon etliche deutsche Kinder oder Lehrer erfahren haben.
    Merkels geliebtes Klientel ist zum großen Teil nur negativ für unser aller Leben, leider braucht es wohl noch weitere Morde, Anschläge und Ausschreitungen, bis auch der letzte Gutmensch es gemerkt hat.

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  3. Nix

    „Gesellschaften werden innerlich zusammengehalten durch eine gemeinsame Geschichte, eine gemeinsame Sprache, eine gemeinsame Kultur, eine gemeinsame Tradition, Riten, Sitten, vor allem aber durch gemeinsame Wertvorstellungen und Normen, durch eine gemeinsame Moral. Das ist quasi der innere Kitt, der eine Gesellschaft zusammschweißt. Was aber genau versteht man unter einer Moral?

    Unter Moral versteht man

    ein Normensystem (Werturteilssystem), welches sich
    auf menschliches Handeln bezieht und welches
    im Gegensatz zu rein subjektiven Geschmacksurteilen, Konventionen (z.B. Tischsitten) und Bräuchen (Konventionen mit längerer Tradition) einen kategorischen Anspruch auf unbedingte Gültigkeit erhebt.“

    Stimmt, absolut …
    Das ist eine Art „Vertrag“, der das Zusammenleben regelt.
    Punkt.

    Nur muss ich korrigieren:
    „Die tiefste Krankheit der westlichen Welt: die Abkehr vom ethischen Objektivismus“
    – nicht „die westliche Welt“, sondern ihre sozipathischen „Eliten“ haben sich einseitig und stillschweigend diesen Vertrag gekündigt, und lügen massiv, das sie ihn einhalten würden.
    Gleichzeitig läuft „die Gesellschaft“ – also „das doof- gläubige Volk“ – weiter, da sie den Vertragsbruch zwar sehen, aber nicht glauben können?
    von der seit 30 Jahren installierten Entmündigung durch immer weitergehende Regelungen, Gesetze und weiteres, mit einhergehendem Verlust an klarem eigenständigen Denken verbunden, weiter „wie gehabt“ – während im Hintergrund der Betrug von Oben weitergeht.

    Es ist also nicht die „westliche Welt“ – es sind die „Führer“, die sogenannten „Eliten“
    – die dazu noch „dem Volk“ – ka**dreist ins Gesicht sagen was sie machen (Yasha Mounk in den Tagesthemen) – und noch einen Gang höher schalten.

    Das wiederholt sich in der Geschichte seit tausenden von Jahren, und es ist noch NIE gut gegangen, für keinen der Beteiligten!
    Es scheint, die Franzosen sind gestern aufgewacht – DAS würde ich mir auch für „die Deutschen“ wünschen – aber ds wird erst geschehen, wenns wirklich!!! zu spät ist …
    Wie immer …

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  4. Benjamin Goldstein

    Wir haben schönes Wetter. Neonazis und Reichsbürger sind plötzlich leise. Das könnte natürlich auch daran liegen, dass denen der Text zu hoch ist.

    Ich denke, dass ethischer Realismus naive ist. Ein Teil der Werturteile können intuitiv gefasst werden. Ein großer Teil muss allerdings entwickelt werden (ethische Konstruktivismus). Die Umstände entscheiden, welche Werte konstruiert werden.

    Nimmt man die Nation als gesetzgebende und strafende Instanz raus, entwickelt sich sehr logisch der größte Teil des Schariarechts wie von selbst. Familie und Stämme übernehmen den Schutz nach Innen und Außen, Männer den Schutz für Frauen. Das hat gewisse Konsequenzen. Darüber könnte man mal nachdenken.

    Selbst wenn es den Islam nicht gäbe, würde etwas sehr Ähnliches entstehen, wenn die Linke mit ihrem Kampf gegen die Nation Erfolg hätten. Nicht-muslimische (heidnische) Stämme sind der Scharia auch sehr nahe.

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    1. Tanzender Berg

      „entwickelt sich sehr logisch der größte Teil des Schariarechts wie von selbst.“ Dann wäre also die Scharia so eine Art Naturrecht? Das westliche Recht etwas Künstliches, Kurzlebiges?

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  5. Nix

    „Nicht-muslimische (heidnische) Stämme sind der Scharia auch sehr nahe.“

    Stimmt.
    Das ist genau die Beschreibung dessen, was gerade passiert.
    Hat nur nichts mit „Zivilisation“ zu tun, und passt auch nicht in Massen zu einer solchen.
    Wohin das führt, lässt sich perfekt in all jenen Ländern beobachten, aus denen unsere mittlerweile „Einwanderer“ genannten „Neubürger“ stammen.

    Die genannten „Werte“ sind genau die, die in einer Zivilisation NICHTS zu suchen haben
    – das „Recht des Stärkeren“ ….
    Und gleichzeitig ist es genau DAS, was „den Deutschen“ seit 30 Jahren massiv aberzogen wird, auf JEDER Ebene!

    Und genau das wird, wenn nicht ein Wunder geschieht, dazu führen, das Deutschland/ Europa, oder auch Schweden besipielsweise, geplant und komplett vor die Hunde geht!

    „Wer halb Kalkutta aufnimmt, …..“

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  6. trumpelman

    SPLITTER AM RANDE:
         »… genau diese Worte zugekommen haben lassen soll,  …«
    _________
     
    Das ganze Geschwurbel zu Beginn soll letztlich nur die beiden letzten Untertitel (Koran, Fazit) unterfüttern?
    Und:
    Inwiefern solle ausgerechnet eine „Abkehr vom ethischen Objektivismus“ eine „tiefste Krankheit der westlichen Welt“ begründen.

    Als das sind: Jeweils „ethischer“ Naturalismus, Objektivismus, Subjektivismus, Konstruktivismus, Realismus und Universalismus – um die wesentlichen Ismen zu nennen.

    Das kann man einfacher haben:
          Der Islam zielt auf den ethischen Universalismus. Der verlangt gleiche fundamental moralische Normen als universell gültig für alle menschlichen Subjekte. Alle Muslime in der weltweiten „Umma“ haben denselben moralischen Vorgaben zu folgen.
          Eine Neue Weltordnung (NWO) lässt sich nur zusammen mit einem ethischen Universalismus vorstellen.

    Der ethische Universalismus ist sozusagen der übergeordnete. Bezogen auf „die gesamte Menschheit“ kann nur er di Maßstäbe für Moral setzen. Das würde auch weder Kant noch Schopenhauer widersprechen.

    Der „ethische Objektivismus“ kann nur Teilbereich des Universalismus sein.
    Warum?
         Wenn wir von anderen Nationen/Ethnien/Glaubensgemeinschaften/Parteien verlangen, dass sie „unsere“ Werte zu teilen haben, andernfalls sie von gewissen Verhaltensweisen unsererseits ausgeschlossen werden/bleiben, verlangen wir von ihnen eine Angleichung. – An was?
    Weiter:
         Wenn wir das von allen anderen „Widerborstigen“ verlangen, dann steuern wir effektiv auf was zu…?

    Nun schließt wegen der Überschneidungen Das Eine das Andere nicht aus.
         Insofern muss ich meine eingangs gestellte Frage, inwiefern ausgerechnet eine „Abkehr vom ethischen Objektivismus“ eine „tiefste Krankheit der westlichen Welt“ begründen solle, selbst relativieren.

    Nach dem gesamten Vortrag von JF letztlich nur auf dem Koran, dem Islam und dem gezogenen Fazit zu landen, zeugt von unnötiger Redundanz. Denn die ethischen Grundlagen der Staatstheorien sind hier mit Religion vermischt worden, ohne herauszuarbeiten, dass der Islam eben keine Religion ist, sondern sich anspruchsvoll, das tägliche Dasein bestimmend, als (Grund- und Verfassungs-)Gesetzgeber geriert.

    Ein völlig anderes Thema, das z.B. von Michael Ley durchgeackert und gut verständlich gemacht wurde, ohne die Ethik-Derivate zu bemühen.

    Schlussendlich:
         Auch der mörderische Islamismus wird sich auf ethischen Objektivismus berufen, den er kurzerhand als ethischen Subjektivismus jedem „wahren Gläubigen“ einimpft.

    Der ethische Objektivismus schwebt unwirksam im Raum, wenn er nicht als Subjektivismus verinnerlicht wird.
    – mlskbh –

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  7. Jürg Rückert

    Ein Rabbi aus einem Städtel des Ostens sagte zu seiner Gemeinde: Wir sind wie ein Rad, das sich um die Nabe des Glaubens dreht. Fehlt die Nabe, dreht sich das Rad noch einige Zeit und fällt dann um.

    Als einziger gemeinsamer Nenner verblieb uns der Wohlstand. So leben wir nun wie auf einer „Norman Atlantic“ kurz vor dem Brand. Erinnern wir uns an das Fährunglück in der Adria von Weihnachten 2014? Kräftige Männer, „die um ihr Leben rannten“, drängten Frauen und Kinder von der rettenden Plattform …

    Wir ernten den Fluch guter Taten. Was meint der Papst dazu? Barmherzigkeit giftiger als Dioxin?

    „Eure Rede sei einfach, klar und wahrhaftig“. Ich glaube das steht im Brief des Sokrates an die Römer. Objektiv subjektive ethische Ismen kommen auch in der Bergpredigt nicht vor.

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  8. udo ohneiser

    Und im Koran gibt es für alle Foltern und Tötungen auch gleich die straffreie Absolution.
    Sure 8 Vers 17: “ Nicht ihr habt sie getötet, sondern Allah hat sie getötet. Und nicht du hast geworfen, als du geworfen hast, sondern Allah hat geworfen, damit Er die Gläubigen einer schönen Prüfung von Ihm unterziehe. Gewiß, Allah ist Allhörend und Allwissend.“

    Ich kann nur sagen, der Koran ekelt mich an. Und wenn jemand behauptet, der Islam gehört zu Deutschland, dann hat diese Person recht. Wenn diese Person aber sagt, die Muslime gehören zu Deutschland, dann hat er unrecht. Kein normal gebildeter Mitteleuropäer würde behaupten, die Kartoffeln gehören nicht zu Deutschland, aber die Kartoffelsuppe schon. Kann also nur Unsinn sein.
    Und nur als kleine Anmerkung, in Bremen ist 2017 der häufigste Name für männliche Neugeborene MOHAMMED.
    Gefunden auf http://www.politikversagen.net

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  9. Ralf Pöhling

    Sehr guter Artikel.
    Erschreckend, dass die treibenden Kräfte der Globalisierung diese wenigen, aber essentiellen Punkte, einfach nicht auf dem Schirm hatten.
    Popper definierte die Feinde der offenen Gesellschaft. Und es sind genau die Feinde der offenen Gesellschaft,
    die die ganze Unternehmung vom Start weg gekapert und ins marxistische bzw. islamistische gedreht haben.
    Wir bekommen deshalb keine offene Gesellschaft, sondern den Internationalsozialismus mit religiösem Einschlag.
    Die unterschiedliche Mentalität zwischen Amerikanern und Europäern ist entweder nicht gesehen oder schlicht ignoriert worden. Mit dem fatalen Ergebnis, dass die sozialistischen Tendenzen in Europa bei der Globalisierung den entscheidenden Dreh gegeben haben.

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  10. Realistischer

    In Folge der Nazis wird in allen Bereichen das Gegenteil gemacht. Weil, Nazis waren sehr böse, also muss das Gegenteil davon sehr gut sein. So einfach denken die dummen Menschen wirklich.

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